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Sendungsinhalt: Westwind

In Deutschland weht der Wind meist aus westlicher Richtung. Deshalb wird unser Wetter stark vom Atlantik beeinflusst. Nachdem die Winde Tausende Kilometer ungebremst über den Ozean fegen konnten, treffen sie an der Westküste Irlands erstmals wieder auf Land. Wellen türmen sich hier enorm auf und haben schon viele Schiffe in Seenot gebracht. Ein Sturm aus Westen sorgte auch für die Flutkatastrophe 1962, die viele Menschen in Hamburg und Umgebung das Leben kostete. Außerdem führt uns Meteorologe Sven Plöger hinter die Kulissen des Wetterstudios und zu einer Firma, die Windverläufe im Labor simuliert.

Westwind

Kapitelübersicht:

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Feuchtkalte Meeresluft aus Westen

00:00 – 03:15

Einseitig gewachsene Bäume, die sich zur wetterabgewandten Seite neigen, nennt man Windflüchter. Sie zeigen, aus welcher Richtung der Wind häufig weht. Aus welcher Richtung der Wind kommt, bestimmen die verschiedenen Konstellationen von Hochs und Tiefs, die Sven Plöger anhand einer Animation erklärt. Ein Tief über den Britischen Inseln und ein Hoch über den Pyrenäen beschert uns die Westlage. Diese bringt die Wetterlage der Britischen Inseln nach Deutschland, ein Grund für Sven Plöger nach Irland zu fahren. Die feuchtkalte Meeresluft hatte hier über 4.000 km keinen Landkontakt und konnte sich über dem Atlantik so richtig mit Wasser vollsaugen.

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Weststurmgeschichte

03:15 – 08:20

Fastnet Rock, ein markanter Fels vor der Südwestküste Irlands, erinnert an die größte Katastrophe in der Segelsportgeschichte. Bei der Fastnet-Regatta 1979 kamen 19 Menschen auf offener See ums Leben, weil Meteorologen einen Orkan zu spät erkannten. Tief Y ist ein Beispiel dafür, welche Kraft Weststürme entfalten können. Ein anderes Tief, das alles bisher Dagewesene überstieg, war Vincinette im Jahr 1962. Gewarnt wurden nur die Küstenbewohner, doch die anhaltende Sturmflut drückte ihr Wasser weit die Elbe hinauf, bis schließlich auf der Höhe von Hamburg-Wilhelmsburg der Damm einbrach. In dieser schweren Sturmflut kamen 315 Hamburger ums Leben, darunter 222 aus Wilhelmsburg.

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Moderne Wettervorhersage

08:20 – 11:26

Ein halbes Jahrhundert Weststurmgeschichte verdeutlicht, wie sich die Wettervorhersage im Lauf der Zeit verändert hat. Warum die Prognosen heute viel präziser sind, verrät Sven Plöger an seinem Arbeitsplatz in München. Den Satellitenbildern entnimmt er, wo die Wetterfronten verlaufen, während die Wetterstationen die exakten Daten für die Computerberechnungen liefern. Diese Modell-Outputs sind das Herzstück der Vorhersage. Sie tragen dazu bei, dass sich Katastrophen wie die vom Fastnet Race nicht wiederholen. Sven Plöger ist ein gefragter Experte, wenn es um Wettertrends, wie zum Beispiel die Häufung von Sturmtiefs geht. Sein Fazit: Stürme werden nicht unbedingt häufiger auftreten, aber sie werden sich vermutlich verstärken.

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Der Stadtwindforscher

11:26 – 13:36

Der Stadtwindforscher Architektur und Klima sind wichtige Aspekte der Stadtplanung. An der Uni Hamburg forscht dazu der Meteorologe Bernd Leitl. Für die Vermessungen und Berechnung der Windverhältnisse, baut er zunächst in einem Binnenkanal ganze Stadtviertel in Miniaturform auf. Mithilfe von Theaternebel und Laserlicht macht der Wissenschaftler den Wind und die für eine Stadt typischen Luftverwirbelungen dann sichtbar. Den Weg des Windes zu kennen ist zum Beispiel wichtig für den Abtransport von Luftschadstoffen oder die Ventilation, also die Belüftung, von Stadtgebieten.

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Thermik – Fahrstuhl durch die Luft

13:36 – Ende

Beim Gleitschirmfliegen nutzt man eine ganz spezielle Windart: den Aufwind. Steigt beispielsweise über einem Berghang warme Luft auf, entsteht Thermik und Thermik ist genau das, was Gleitschirmflieger wie in einem Aufzug in die Höhe hebt. Sieht man besonders viele Gleitschirme am Himmel, ist das ein sicheres Indiz für einen stabilen Aufwind.