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Sendungsinhalt: Südwind

Wenn der Wind aus südlicher Richtung über die Alpen weht, kann es in Bayern zu einer Föhnwetterlage kommen. Trockene, warme Luft strömt nach München und sorgt für hervorragende Fernsicht. Manchmal erreichen Deutschland aber auch Südwinde von noch weiter weg – aus der Sahara. Meteorologe Sven Plöger fährt nach Marokko und schaut nach, wo der Staub herkommt, der manchmal bis nach Deutschland geweht wird. Dort freuen sich zwar Kitesurfer über den Wind, aber manche Dörfer und Oasen schüttet der Wind einfach mit Sand zu.

Südwind

Kapitelübersicht:

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Wind aus der Wüste

00:00 – 04:26

Wenn es so aussieht als ob München direkt an den Alpen liegt, dann hängt das mit einer ganz bestimmten Wetterlage zusammen. Deutschlands berühmtester Südwind, der Föhn, bringt trockene und klare Luft mit sich. Beim Überwinden der Alpen haben die Luftmassen den Großteil der Feuchtigkeit in Form von Regen zurückgelassen. Wind aus Süden kann aber auch Sandstaub aus der fernen Wüste Nordafrikas bis nach Mitteleuropa transportieren. Sven Plöger reist nach Marokko, genauer gesagt nach Essaouira, der „Hauptstadt des Windes“. Surflehrer machen hier mit dem Nordostwind ihr Geschäft und nutzen dabei den gleichen Wind, der schon Kolumbus nach Amerika trieb: der Nordostpassat.

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Windgeformte Wüstenlandschaft

04:26 – 07:07

Von Essaouira aus geht die Reise weiter durch das Atlas-Gebirge nach Zagora, einer Flussoase am Rande der Sahara. Das Tal des Drâa leuchtet als grünes Band inmitten der trockenen, vom Wind geformten Landschaft. Im Windschatten einer Mauer häuft sich Sand auf, ein Zeichen für eine Windwalze. Wie Existenz bedrohend der Wüstenwind für die Oase sein kann, zeigt sich in den wandernden Dünen. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Waldgebiet, ist im Grunde nur Sand, der droht, die Oase unter sich zu begraben. Mithilfe von Mauern aus kunstvoll verflochtenen Palmwedeln versuchen die Bewohner das Vordringen der Düne auszuhalten.

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Die Düne im Garten

07:07 – 08:22

Der Nomade Jedir hat den Kampf gegen die wandernden Dünen bereits verloren. Sein Garten wurde gerade von einer Düne „überrollt“. Mit Sven Plöger unternimmt er eine kleine Wanderung durch seine ehemaliges Existenzgrundlage. Was hier aussieht wie kleine Büsche, sind in Wahrheit die Wipfel ausgewachsener Palmen. Nur noch die Spitzen der Palmwedel schauen aus dem alles erstickenden Sand heraus. Den Hof hat Jedir bereits aufgegeben. Er liegt genau in der Richtung in der die Düne weiterwandern wird. An der Aussenmauer, durch den Wind regelrecht sandgestrahlt, nagt bereits der Zahn der Zeit.

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Wie die Wüstenbewohner dem Sandsturm trotzen

08:22 – 11:13

Chamsin heißt der heiße Südwind, der Sandstaub aufwirbelt und die Sicht nimmt. An das Leben in der Wüste angepasste Tiere, wie die Dromedare, schützen ihre Augen mit besonders dichtstehenden Wimpern. Dem Menschen hilft, sowohl gegen den Sand als auch gegen die Hitze, das Einwickeln in Stoff. Ein Kopftuch, das Ohren, Nase, Mund und zur Not auch noch die Augen bedeckt, ist hier ein wichtiges Kleidungsstück. Auch mit Hilfe der Architektur schützt man sich in der Wüste vor dem extremen Klima. Lehmmauern aus gestampften Lehm sorgen dafür, dass sowohl die Hitze des Tages als auch die Kälte der Nächte draußen bleibt.

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Der Fluss aus Sand

11:13 – Ende

Im ausgetrockneten Tal des Drâa trifft sich Sven Plöger mit seinem Guide, der in diesem Fluss noch vor 25 Jahren gebadet hat. Auch der Wasserspiegel im nahegelegenen Hotelbrunnen sank seit dem Bau vor 18 Jahren von 11 auf 30 Meter Tiefe. Der einzige Wasserspeicher der Region ist der Schnee auf den Gipfeln des Hohen Atlas. Das Gebirge trennt den feuchten Norden Marokkos vom trockenen Süden. Doch der Schnee wird weniger und unten im Tal sinkt stetig der Wasserspiegel. Was bleibt ist der Sand und der Wind.