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Sendungsinhalt: Ostwind

Nur selten weht der Wind in Deutschland aus östlicher Richtung. Aber wenn er das tut, bringt er Luftmassen aus Russland mit. Sven Plöger besucht die sibirische Steppe und stellt fest, dass die Sommer dort genau so heiß sein können wie bei uns. Auch Obst und Gemüse gedeihen hier hervorragend. Nur die Winter sind in Sibirien länger und kälter. Darunter hatten auch die Bewohner Norddeutschlands im Winter 1978/1979 zu leiden, als östliche Winde ihnen ein Schneechaos ungeahnten Ausmaßes bescherten.

Ostwind

Kapitelübersicht:

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Wind aus den Weiten Russlands

00:00 – 04:41

Bei einer Ostlage kommt der Wind aus Russland. Damit die Luft aus den Weiten Sibiriens nach Deutschland verfrachtet wird, braucht es zum Einen ein Tief über der Mittelmeerregion und zum Anderen ein Hoch über Skandinavien. In Sibirien besucht Sven Plöger Familie Werner aus Dortmund und widerlegt dabei gleich einmal ein paar Vorurteile über das Land. Die Familie mit russischen Wurzeln hat es nach Tscharkasian gezogen, um hier als Selbstversorger zu leben. Auf einer kleinen Parzelle Land haben sie sich ein Blockhaus gebaut und nach und nach dem Boden einen fruchtbaren Garten entlockt. Ein kleines Paradies, umgeben von sibirischer Taiga.

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Die heißen Sommer Sibiriens

04:41 – 07:13

Der kurze, aber heiße sibirische Sommer lässt in dem üppigen Selbstversorger-Garten von Familie Werner alles zur gleichen Zeit reif werden. An den wolkenlosen Sommertagen kann das Thermometer an der Grenze von Steppe und Taiga schon mal über 35°C klettern. Auf den zahlreichen Bauernmärkten ringsum wird in dieser Jahreszeit all das verkauft was aufgezogen, angebaut oder gesammelt wurde. Pilze gibt es hier nicht in 100g Schälchen, sondern eimerweise. Die typisch kontinentale Trockenheit bringt heiße Sommer und oft schneearme, aber extrem kalte Winter. Da beträgt die Temperaturdifferenz im Garten der Familie Werner, zwischen Sommer und Winter, schon mal locker 80°C.

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Das Holz der Taiga

07:13 – 09:01

Die sibirische Taiga ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde. Das riesige Biotop besteht hauptsächlich aus den sechs Baumgattungen Kiefer, Tanne, Fichte, Lärche, Birke und Espe und ist damit relativ arm an Arten. In ihrer Ausdehnung ist die Taiga, klimatologisch gesehen, ein wichtiger Speicher für Kohlenstoffdioxid. Das viele Holz hat Vladimir Werner dazu veranlasst auf eigene Faust eine Pellet-Anlage zu bauen. Seine Nachbarn und das Dorf haben schon Interesse bekundet. In der verschwenderischen Natur der kurzen Sommer, braucht Familie Werner nur eine halbe Stunde, um ihre Körbe mit Pilzen zu füllen.

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Die Tücke der Nordostlage

09:01 – 11:06

Eine Nordostlage lenkt nicht nur die polare Kälte aus Sibirien und Skandinavien nach Mitteleuropa, sondern auch die Feuchtigkeit von der Ostsee. Im Winter des Jahres 1978/79 kam es aufgrund dieser Wetterlage in Norddeutschland zu einer Schneekatastrophe. Der anhaltende Frost und die Schneestürme mit meterhohen Verwehungen führten zu Verkehrschaos, Stromausfällen, defekten Heizungen und eingefrorenen Wasserleitungen. Der Stromausfall machte den Wintereinbruch auch zur Katastrophe für die Bauern, die ihre Kühe nicht mehr melken konnten. In der Kieler Bucht froren die Schiffe ein. Die Bilder erinnern eher an die Eismeerregion als an Norddeutschland.

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Zugdrachen von der Schwäbischen Alb

11:06 – Ende

In Lorch, am Fuß der Schwäbischen Alb, lebt Wolf Beringer, pensionierter Lehrer und Erfinder von Zugdrachen. Vor über 40 Jahren begann der Hobby-Tüftler Geräte zu bauen, die es damals noch nicht zu kaufen gab: Windsurfen auf einem Styroporbrett oder Flugdrachen auf Bambusbasis. Der Clou an seinen Erfindungen: das Material für Segel, Drachen und Parawings besteht aus kostengünstiger Malerplane. Von seinen Parawings hat sich Wolf Behringer schon auf so manchem fahrbaren Untersatz übers offene Feld ziehen lassen: egal ob auf Skates oder Skiern, Hauptsache der Wind stimmt.