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Sendungsinhalt: Nordwind

Kalte Polarluft aus Norden – in Finnland macht sich Sven Plöger auf die Suche danach, wo unsere winterlichen Minusgrade herkommen, und zeigt, wie die Finnen sich mit ihrem Winterwetter arrangieren. Rentiere und Schlittenhunde sind bestens an das Klima am Polarkreis angepasst. Die Menschen begegnen der Kälte mit Saunagängen oder Eisbaden. Doch auch weit südlicher können kalte Winde wehen. Der Mistral kann Urlauber in Südfrankreich zum Frösteln und Schiffe auf dem Mittelmeer in Seenot bringen.

Nordwind

Kapitelübersicht:

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Wind aus dem hohen Norden

00:00 – 04:01

Was hat eine Autowaschanlage mit Wind zu tun? Und wie lassen sich anhand der rotierenden Walzen Hochs Tiefs erklären? Sven Plöger experimentiert und erklärt die Nordlage, die durch ein Hoch über der Nordsee und einem Tief über der Ostsee Wind aus dem hohen Norden nach Mitteleuropa lenkt. Sven Plöger reist dorthin, wo die Luft herkommt: nach Finnland. Bei den dort herrschenden Minusgraden, lässt sich auch noch Mitte März mit einer Kanne heißem Wasser der Mpemba-Effekt ausprobieren, während in Baden-Baden zur gleichen Zeit die Krokusse blühen. Bei einer Nordlage sähe das Ganze aber auch in Mitteleuropa schnell anders aus.

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Wie die Tiere der nordischen Kälte trotzen

04:01 – 07:54

Zusammen mit Reiseanbieter Thomas Kast fährt Sven Plöger zu den Samen nach Lappland. Ihre Rentierherden bevölkern hier zu Zehntausenden die Wälder. Die robusten Verwandten der Hirsche können Temperaturen von bis zu -80° Grad Celsius aushalten. Sie schaffen das Mithilfe des isolierenden Wärmepolsters ihres Fells und der stark durchbluteten Nase, die wie ein Wärmetauscher funktioniert. Huskeys, die Schlittenhunde aus Sibirien, schützen sich vor dem rauen Klima, in dem sie sich zu einer Fellkugel zusammenrollen und ihre Schnauze unter die Rute stecken. So wird die eingeatmete Luft etwas vorgewärmt.

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Kälteschutz aus Naturmaterialien

07:54 – 10:14

Das gängige finnische Rezept für ein strapazierfähiges Immunsystem ist die Kombination aus Sauna und Eisbad. Während man heute für den Schutz vor der harschen Witterung mehrere Schichten Funktionsbekleidung trägt, waren die Menschen früher auf Materialien aus der Natur angewiesen. Tuomo Lakso zeigt Sven Plöger seine gesammelten samischen Schätze. Stiefel und Beinkleider aus Renleder und für den Oberkörper mehrere Lagen aus Wollstoff. Je wohlhabender der Träger, um so reicher waren die Stickereien. Die Wärmeisolierung in den Stiefeln bestand aus Heu und die Schnäbel an den Schuhspitzen waren eine Frühform der Langlaufbindung.

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Die Magie des Polarlichts

10:14 – 11:27

Das Polarlicht hat es dem Reiseleiter Thomas aus Karlsruhe angetan und ihn einst dazu bewegt nach Finnland zu ziehen. Inzwischen lebt er von seinen Polarlichtführungen. Fast eine Million Mal hat er es fotografiert und nie hat es für ihn seine Faszination verloren. Jedes Bild hält wieder einen neuen, Ehrfurchtgebietenden Moment fest. Auch das Polarlicht ist eine Art von Wind: Sonnenwind.

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Der Mistral – Nordwind in Südfrankreich

11:27 – Ende

Dem mediterranen Südfrankreich beschert eine Nordlage keinen finnischen Winter, aber hier gibt es das Windphänomen des Mistral. Die nach Süden drängenden Luftmassen sind in Frankreich gezwungen sich zwischen den Gebirgsmassiven von Massiv Central und Alpen hindurch zu quetschen. Die Düsenwirkung im Rhonetal beschleunigt den Wind, der schließlich als kalter Fallwind aufs Mittelmeer hinaus bläst. Auf dem offenen Meer wird der Wind nach Osten abgelenkt, wo er auf Korsika und Sardinien trifft. In der engen Meerespassage, der Straße von Bonifacio, verstärkt er sich erneut. Der Mistral macht den Golf de Lyon zu einem der gefährlichsten Segelreviere der Welt.