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Sendungsinhalt: total phänomenal - Kernkraft (Fassung 2016)

Die Atomkatastrophe von Fukushima hat die Welt erschüttert. Spätestens seitdem ist klar: Prinzipiell kann so ein Unfall in jedem Reaktor überall auf der Welt geschehen.

Deutschland hat deswegen den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. In vielen anderen Ländern aber spielen Kernkraftwerke immer noch eine wichtige Rolle für die Energieversorgung.

Die Sendung erläutert die Mechanismen der Kernspaltung und die Funktionsweise eines Druckwasserreaktors. Sie erklärt, wie es zur Katastrophe von Fukushima kommen konnte und was dabei in den Unglücksreaktoren vor sich ging. Die Erkenntnisse aus den Vorgängen in Japan haben große Auswirkungen auf die Sicherheitstechnologie neuer Kernreaktoren, wie ein Beispiel aus Finnland zeigt.

Der atomare Rückbau stellt für Deutschland eine große Herausforderung dar. Am Beispiel des stillgelegten Kernkraftwerks Greifswald wird deutlich, wie schwierig und aufwendig der atomare Rückbau ist.

Ein Problem bleibt für alle Kernkraftwerke bestehen, ob stillgelegt oder noch in Betrieb: die Entsorgung der abgebrannten Uran-Brennelemente. Das Problem der atomaren Endlagerung ist noch immer ungelöst.

Kernkraft (Fassung 2016)

Kapitelübersicht:

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Deutscher Ausstieg aus der Kernkraft

00:00 – 02:30

Der Atomausstieg ist in Deutschland beschlossene Sache, seit dem Jahr 2011. Auslöser dieser Entscheidung, war der katastrophale Reaktorunfall in Fukushima. Das Kernkraftwerk Greifswald wird bereits seit Mitte der 1990er Jahre abgebaut. Der Rückbau des Greifswalder Kraftwerks liefert wertvolle Erfahrungen für den geplanten Rückbau der anderen deutschen Reaktoren. Weltweit aber werden Kernkraftwerke auch in Zukunft weltweit eine wichtige Rolle spielen.

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Funktionsweise eines Kernkraftwerks

02:30 – 05:46

Der Rohstoff für den Betrieb eines Kernkraftwerks ist Uran. Das angereicherte Uran wird zu Brennstofftabletten gepresst und in Brennstäbe eingeschlossen. Im Reaktor findet die Spaltung des Urans statt, in einer Kettenreaktion die kontrolliert ablaufen muss. Im Normalbetrieb erhitzen sich die Brennelemente auf bis zu 800 Grad Celsius. Das umgebende Wasser verlangsamt die Neutronen und dient gleichzeitig der Kühlung und dem Wärmetransport.

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Die Katastrophe von Fukushima

05:46 – 07:50

Vier der sechs Blöcke des Kraftwerks von Fukushima wurden durch das Erdbeben, den Tsunami und nachfolgende Explosionen schwer beschädigt. Der Reaktorkern erhitzte sich immer weiter, ließ sich nicht mehr kontrollieren und schmolz schließlich in den Untergrund. Viele Teile des zerstörten Reaktors können bis heute nicht betreten werden. Die Strahlung ist zu hoch.

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Sicherheitsmaßnahmen in Kernkraftwerken

07:50 – 09:33

Seit Fukushima ist klar: prinzipiell kann so ein Unfall in jedem Reaktor, überall auf der Welt wieder geschehen. Darum ist in Europa nur der Bau von Reaktoren neuester Bauart erlaubt. Auch Finnland setzt weiter auf Kernenergie und setzt auf den so genannten „Core Catcher“ um das Problem einer möglichen Kernschmelze in den Griff zu bekommen und zu verhindern, dass die Strahlung nach außen dringt.

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Brennelemente und Endlagerung

09:33 – Ende

Ist ein Kraftwerk in Betrieb müssen die Brennelemente nach ein bis zwei Jahren ausgetauscht werden. Der spaltbare Urananteil ist nicht mehr hoch genug, die Brennelemente sind nicht mehr nutzbar. Die Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle ist bisher ungeklärt. Auch ein abgeschaltetes Kernkraftwerk birgt viele Probleme. Kernkraftwerke müssen aufwändig rückgebaut werden, damit die strahlenden Teile keine Gefahr für die Umgebung darstellen. Ein Endlager für radioaktiven Abfall muss Sicherheit für über eine Million Jahre bieten. Wo ein solches Lager sein könnte, ist umstritten.