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Hintergrund: Klebekünstler

Van-der-Waals-Kräfte

In chemischen Verbindungen kommen verschiedene Bindungskräfte vor. Ein Beispiel dafür sind die Van-der-Waals-Kräfte. Es sind sehr schwache Wechselwirkungen zwischen Teilchen. Die Ursache der Van-der-Waals-Kräfte liegt in der ungleichen Verteilung von Ladungen in der Elektronenhülle von Molekülen. Man kann außerdem davon ausgehen, dass die Verteilung der Elektronen in Molekülen und Atomen zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedlich ist. Atome und Moleküle bilden Dipole aus, die nicht von langer Dauer sind. Kommen Atome einander nahe, so erfolgt eine Ladungsverschiebung. Erfolgt diese Ladungsverschiebung in beiden Atomen in die gleiche Richtung und unterschreiten die Atome einen bestimmten Abstand, dann wirken Anziehungskräfte. Der negativ polarisierte Teil wird dabei vom positiv polarisierten Teil des zweiten Atoms angezogen.

Schematische Darstellung der Van-der-Waals-Kräfte: Zwei Atome (blau dargestellt) mit positiver und negativer Polarisierung (mit kleinen gelben Kugeln dargestellt). (Rechte:Martina Frietsch)

Modell: Van-der-Waals-Kräfte

  • Wurzelstück, das von einem rötlich-brauen Pilz umsponnen ist. An der Oberfläche sind ein dünner weißer Flaum und einige Spinnweben-artige Fäden zu sehen. (Rechte: www.biomedcentral.com) Pilzwurzel umspinnt eine Pflanzenwurzel
  • Eine kleine, langbeinige Wanze läuft auf dem Blatt einer Wanzenpflanze zwischen den klebrigen dünnen Tentakeln. (Rechte: SWR – Print aus der Sendung) Eine Wanze läuft unbehelligt auf einer Wanzenpflanze

Symbiose

Unter Symbiose versteht man das enge Zusammenleben zweier Arten, wobei beide Partner Nutzen daraus ziehen. Ein typisches Beispiel für Symbiose ist die Mykorrhiza. Myhorrhiza heißt übersetzt „Pilzwurzel“. Zirka 90 Prozent aller Pflanzenarten können eine Mykorrhiza ausbilden. Hierbei handelt es sich um Verbindungen zwischen Samenpflanzen und Pilzen. Dabei werden die Pflanzenwurzeln von den Pilzhyphen umsponnen und dringen manchmal sogar in die Rindenzellen ein. Während der Pilz die von der Pflanze durch Fotosynthese produzierten organischen Verbindungen benötigt, bekommt die Pflanze Mineralsalze und Wasser, die der Pilz aus dem Boden aufnimmt. Eine sehr spezielle Form der Symbiose besteht zwischen einer Wanzenart und der Wanzenpflanze.

Diese fängt mit dem harzigen Sekret ihrer tentakelähnlichen Härchen Insekten, die jedoch von der Pflanze nicht selbst verdaut werden können. Dies wird von den mit ihr symbiontisch lebenden Wanzen erledigt, die so beim Beutefang unterstützt werden. Die Ausscheidungen der Wanzen werden von der Pflanze als Dünger benutzt. Die Mineralstoffe können direkt über ihre Blätter aufgenommen werden.