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Einsatz der Sendung

  • In einem Netz an Bord eines Schiffs sind viele verschiedene Fische zu sehen. Ein Mann im Blaumann, rechts im Bild, mit blauen Handschuhen und Helm fasst das Netz an der Öffnung an. (Rechte: SWR – Print aus der Sendung) Wird zu viel Fisch gefangen, gerät das ökologische Gleichgewicht der Meere aus der Balance
  • In einer Fischtheke liegen auf Eis verschiedene Fische und Fischfilets zum Verkauf. (Rechte: Terence Mendoza - Fotolia.com) Noch ist das Angebot an Speisefischen reichlich, doch viele Arten sind bedroht

Die Sendung kann mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung sowohl in der Sekundarstufe I als auch II eingesetzt werden. Im Rahmen der Lehrplaneinheit „Wirbeltiere in verschiedenen Lebensräumen“ können die Fischzucht, die Reproduktionsbiologie und die Entwicklung der genannten Fische – Kabeljau, Lachs und Thunfisch – bearbeitet werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt wäre die Problematisierung des ökologischen Gleichgewichtes, das durch die rigorose Überfischung der Weltmeere aus der Balance gerät. Dem wirtschaftlichen Faktor, der hinter dem Gedanken „Ware Fisch“ steht, müsste in diesem Zusammenhang Rechnung getragen werden und bietet sich vor allem in der Sekundarstufe II in Zusammenarbeit mit der Geografie als vertiefender Aspekt an.Als Groblernziele soll die Rolle des Menschen als Gestalter der Natur wahrgenommen und eine Sensibilisierung der Schüler hinsichtlich der artgerechten Tierhaltung sowie der Erhaltung der Umwelt erreicht werden. Das eigene Fischkonsumverhalten soll reflektiert werden.

Folgende Vorgehensweise ist für die Sekundarstufe I denkbar, wenn die Schüler für den Umgang mit den natürlichen Ressourcen sensibilisiert werden und den angesprochenen „Warencharakter“ der Fische erkennen sollen:
Es ist ein gewisses Vorwissen über die vorgestellten Fischarten von Nöten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Schüler die Dimension der Überfischung und die Bestandsbedrohung vieler Arten einzuschätzen wissen. Dies kann mithilfe von Kurzreferaten oder Steckbriefen gesichert werden.

Unterrichtsvorschlag Sekundarstufe I – Baustein 1

Einstieg
Interview: Lehrer fordert zum Partnerinterview auf (Arbeitsblatt 1). Das Fischkonsumverhalten der Schüler wird ermittelt. Dies kann auch auf andere Klassen ausgeweitet werden.
Zeigen des ersten Filmabschnitts: „Lebenslauf“ eines Fischstäbchens (0:00-5:26)

Arbeitsauftrag

  • Die Schüler gliedern den Produktionsprozess in Teilschritte mit Hilfe des vorgegebenen Bilderrätsels und der Textbausteine. Durch ein Rechenbeispiel werden die genannten Zahlen veranschaulicht (Arbeitsblatt 2).
  • Anhand des Zahlenbeispiels kann verdeutlicht werden, dass es zu einer starken Überfischung der Meere kommt. Nun müssen der Punkt Überfischung und mögliche Gegenmaßnahmen angesprochen werden. Dazu werden die beiden Sachtexte in der Klasse durch vier Gruppen erarbeitet und vorgestellt. Jeweils zwei Gruppen bearbeiten das gleiche Thema, so dass es zu einer größeren Informationsabsicherung kommt.

An dieser Stelle kann ein weiterer Abschnitt der Sendung gezeigt werden, zumindest jener Teil, der sich mit dem Phänomen „Flugfisch“ und Logistik beschäftigt. Diese Filminhalte sind keine klassisch biologischen, sodass hier eine Zusammenarbeit mit dem Fach Geografie möglich ist und zum Beispiel die Wege der Fische auf einer entsprechenden Landkarte verortet werden können.

  • Verschiedene tote Fische liegen neben- und übereinander. (Rechte: SWR – Print aus der Sendung)

    Frisch gefangener Fisch

  • Aus einer Maschine kommen Dutzende gepresster Fischstäbchen nebeneinander auf ein Förderband. (SWR – Print aus der Sendung)

    Gepresst, gefroren und geschnitten: Fischverarbeitung an Bord

  • Noch unsortiert auf einem Förderband liegen Fischstäbchen, die aus einer Maschine fallen. (Rechte: SWR – Print aus der Sendung)

    Paniert und fertig zum Verpacken: Fischstäbchen

Bild eines Lachses vor weißem Hintergrund. Auf den silbrigen Schuppen sind dunkle Punkte zu sehen. (Rechte: Bartlomiej Stroinski, www.sxc.hu)

Viele Lachse werden in Aquafarmen gezüchtet

Unterrichtsvorschlag Baustein 2: Aquakultur, Aquafarming, Fangmethoden

Im zweiten Schritt stellt sich nun die Frage, wie der Überfischung der Meere Einhalt geboten und gleichzeitig dem individuellen Verbraucherwunsch Rechnung getragen werden kann. Gängige Fischfangmethoden sollen erarbeitet und die Aquakultur kritisch betrachtet werden.

Einstieg: Sendung ganz zeigen oder bei Minute 10:30 anfangen – Lachszucht

Es wird eine Lachszucht in Norwegen vorgestellt, wobei kritische und informative Aspekte genannt werden. Den Schülern muss gesagt werden, dass im Anschluss an die Sendung ein Abwägen der Vor- und Nachteile dieser Aquafarmen besprochen wird, sodass sie sich entsprechende Notizen machen können.

Gruppenarbeit

Zur weiteren Abwägung von Vor- und Nachteilen dieser Zuchtform werden verschiedene Gruppen gebildet; eine Gruppe erarbeitet die grundsätzlichen Sachinformationen zum Aquafarming und erstellt weitere Vor- und Nachteile dieser Züchtungsform. Die anderen Gruppen informieren sich über die verschiedenen Fischfangmethoden wie Schleppnetze, Treibnetze oder Stellnetze. Dabei sollen sowohl das Internet als auch zur Verfügung stehende Schulbücher und Lexika eingesetzt werden.

Arbeitsaufträge Überfischung

a. Fasse die wichtigsten Informationen zur Überfischung zusammen und trage sie in deiner Klasse vor.
b. Was kann man dagegen tun? – Überlegt euch Vorschläge, die ihr auf einem Plakat festhaltet.

Arbeitsaufträge Aquafarming

c. Überlegt euch, welche Vor- und Nachteile diese Züchtungsmethode hat? Was könnte man eventuell verbessern, um einigen Gefahren aus dem Weg gehen zu können?
d. Überprüft eure Ideen mithilfe des Internets oder von Büchern – oder informiert euch eingehender über das Aquafarming, falls ihr noch Fragen haben solltet.

  • Im Wasser an einer Küste sind etwa ein Dutzend runde und rechteckige Umzäunungen im Wasser zu sehen. Um sie herum schwimmen Bojen. (Rechte: Konstantin Karchevskiy, www.dreamstime.com)

    Aquafarm zur Züchtung von Fischen für die Lebensmittelindustrie

  • Ausschnitt einer Fischstäbchenverpackung. Rechts ist das blau-weiße Siegel des MSC (Marine Stewardship Council) mit dem Slogan ‚Fair zum Meer‘ zu sehen. (Rechte: Martina Frietsch)

    Fischstäbchen-Packung mit MSC-Siegel für bestandserhaltende Fischerei

Interaktiv

Restaurant Zur goldenen Kieme

Fisch ist gesund und lecker! Gute Idee, mal wieder ein Fischrestaurant aufzusuchen. Aber welche Fische oder anderen Meeresfrüchte kann man noch guten Gewissens essen? Erfahre bei deiner Bestellung, wie es um die Fischbestände und Fangmethoden steht!

Ergebnissicherung

Die Vor- und Nachteile des Aquafarmings werden festgehalten und die Fangmethoden werden dokumentiert. Das kann mithilfe von Powerpoint, Zeichnungen und Kurzvorträgen stattfinden, die die Gruppen erstellt haben.Am Ende stellt sich nun die Frage, wie das eigene Fischkonsumverhalten der Schüler aussieht, was sie tun können um durch ihr Verhalten eine bestandsschützende Fischzucht zu „unterstützen“. In diesem Zusammenhang bietet sich der Einsatz der interaktiven Simulation „Restaurant Zur goldenen Kieme“ an. Hier können die Schüler noch einmal überprüfen, was sie gelernt haben.

Im Sekundarbereich II bietet sich im Rahmen der Biologie die Erweiterung der Diskussion über die neuen Zuchtformen im Bereich Ökologie an, wie zum Beispiel die Beeinträchtigung der Umwelt durch die großen Zuchtfarmen oder den Einsatz von Antibiotika. Auch eine Erarbeitung auf genetischer Basis ist denkbar: Inwieweit haben die gentechnisch veränderten Organismen Einfluss auf die Genbestand der Wildpopulation, wie werden die gentechnischen Veränderungen vorgenommen? Im Rahmen des Faches Geografie bietet sich sicherlich eine Vertiefung der wirtschaftlichen Aspekte des Filmes an.

Arbeitsblätter

  • Fischverbrauch
  • Ware Fisch – das Fabrikschiff / „Lebenslauf eines Fischstäbchens“