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Lehrertext

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Die Schülerinnen und Schüler erkennen in dieser Unterrichtseinheit, dass bestimmte Standortfaktoren und strukturelle Voraussetzungen das Freizeit- und Urlaubsverhalten von Menschen prägen. Außerdem setzten sie sich mit beruflichen Tätigkeiten im Tourismus- und Freizeitbereich auseinander. Die Verknüpfung von Wissen aus dem Bereich Erdkunde mit der Berufswahlorientierung eignet sich besonders für das Fach Gesellschaftslehre im Gesamtschul-Unterricht.

Freizeit und Tourismus

Einstieg und Erarbeitung 1: Freizeit – was ist das?

Die Schüler schauen den Anfang des Films über Freizeitbeschäftigungen in Dorsten Timecode: 00:00 – 03:03 Min.). Zunächst definieren sie im Klassengespräch die Bedeutung des Begriffs "Freizeit". Dann notieren sie in Einzelarbeit auf Moderationskarten, was sie selbst in ihrer Freizeit tun. In Gruppenarbeit werden die Karten gesammelt und die Schüler überlegen, wie man sie ordnen könnte. Die Lehrkraft gibt keine Kategorien vor, die Schüler entwickeln die Kategorien selbst. Mögliche Sortierungen sind: drinnen – draußen, allein – mit anderen, Sommer – Winter, teuer – günstig etc.

Sozialform:

Plenum, Einzel- und Gruppenarbeit

Tipps für den GU/für die Differenzierung:

Damit der Arbeitsauftrag klar wird, macht die Lehrkraft mit Unterstützung der Schüler auf Moderationskarten vor, was die Protagonistin aus dem Film auf ihre Karten schreiben würde. Eventuell können Tipps beim Sortieren gegeben werden, wenn den Gruppen nichts einfällt

Vertiefung 1: Standortfaktoren für Freizeitverhalten

Die Klasse schaut die zweite Sequenz des Films, in der es um Standortfaktoren für das Freizeitverhalten geht (Timecode: 03:04 – 04:53 Min.). Die Schüler überlegen in ihren Gruppen: Welche strukturellen (räumlichen) Voraussetzungen brauche ich für meine Freizeitbeschäftigungen? Welche kann ich überall ausüben, unabhängig vom Ort? Sie notieren die Voraussetzungen auf andersfarbige Moderationskarten und ordnen sie ihren Freizeitbeschäftigungen zu. Dann überlegt die Klasse gemeinsam: Gibt es bei uns Standortfaktoren, wegen denen Menschen in unsere Stadt oder Region reisen, um bei uns ihre Freizeit zu verbringen?

Sozialform:

Gruppenarbeit, Plenum

Tipps für den GU/für die Differenzierung:

Die neuen Moderationskarten sollten auf jeden Fall eine andere Farbe haben als die im ersten Arbeitsschritt, damit die Unterscheidung auf den ersten Blick klar ist.

Erarbeitung 2: Tourismus im Sauerland

Danach werden die Standortfaktoren des Sauerlandes herausgearbeitet. Im Klassengespräch wird zunächst an der Tafel gesammelt: Wer war schon einmal im Sauerland? Was hat er oder sie dort gemacht? Hat der Schüler dort übernachtet, oder war es ein Tagesausflug?

Dann schaut die Klasse den nächsten Abschnitt des Films (Timecode: 05:23 – 08:17 Min.). Auf dem Arbeitsblatt 1 "Sauerland" in drei Niveaustufen werden die Freizeitbeschäftigungen im Sauerland mit unterschiedlich schwierigen Lückentexten gesichert. Die Schüler halten fest, was das Sauerland besonders macht. Sie ergänzen gegebenenfalls eigene Erfahrungen.

Sozialform:

Einzelarbeit, Partnerarbeit

Tipps für den GU/für die Differenzierung:

Niveaustufe A enthält einen Fließtext. In Variante B stehen Sätze mit Bullet Points untereinander. In Variante C sind die Anfangsbuchstaben der gesuchten Begriffe vorgegeben.

Erarbeitung 3: Beruf Animateurin

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass es auch im Bereich Freizeit und Tourismus zahlreiche berufliche Tätigkeiten gibt. Exemplarisch setzen sie sich zunächst mit der Tätigkeit der Animateurin auseinander. Dafür schauen sie den letzten Teil des Films (Timecode: 09:42 – 14:49 Min.). Die Protagonistin arbeitet hier als Animateurin. Die Schüler beschreiben, unterstützt von Screenshots auf Arbeitsblatt 2 "Beruf Animateurin", ihre Tätigkeitsfelder. Sie reflektieren: Wäre das ein Beruf für mich? In einem Line-up im Klassenraum wird ein Stimmungsbild ermittelt. Dafür zieht man eine Linie im Klassenraum (z.B. mit Klebeband oder einem Seil). Die ein Seite steht für "ja, auf jeden Fall", die andere für "auf gar keinen Fall". Anschließend begründen die Schüler ihre Entscheidung schriftlich. Die exemplarische Auseinandersetzung mit der Tätigkeit der Animateurin trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler Bewertungskriterien entwickeln, die ihnen für die eigene Berufswahl helfen

Sozialform:

Einzelarbeit, Plenum, Einzelarbeit

Tipps für den GU/für die Differenzierung:

Es gibt drei Varianten des Arbeitsblattes. In Variante B stehen Leitfragen und in Variante C gibt es eine Zuordnungsaufgabe. Das Materialblatt 3 "Hilfekarten Berufs-Bewertung" kann zur Unterstützung der eigenen Begründung eingesetzt werden, damit die Schüler keinen wichtigen Aspekt vergessen.

Vertiefung 2: Freizeit und Tourismus als Beruf

Die Berufswahlorientierung wird in einem Rückbezug zum ersten Teil der Unterrichtseinheit vertieft. In Arbeitsgruppen sammeln die Schüler berufliche Tätigkeiten, die zu ihren Freizeitbeschäftigungen gehören, z.B. Reitlehrer, Kinokarten-Verkäufer etc. Danach sammeln sie im Plenum Berufe, die zu den Freizeitbeschäftigungen im Sauerland gehören. Die in den Gruppen gesammelten Berufe werden in der Klasse zusammengetragen. Jeder Schüler erhält Arbeitsblatt 4 "Berufs-Steckbrief" und schreibt einen Steckbrief zu einem Beruf, den er oder sie besonders interessant findet. Notwendige Informationen recherchieren die Schüler im Internet. Abschließend begründen die Schüler ihre Wahl.

Sozialform:

Gruppenarbeit, Plenum, Einzel- oder Partnerarbeit

Tipps für den GU/für die Differenzierung:

Die Recherchephase sollte in Partnerarbeit erfolgen. Die Hilfekarten von Materialblatt 3 können auch hier zur Unterstützung eingesetzt werden, wenn es um die Bewertung des Berufsbildes geht.

Alle Unterrichtsvorschläge auf einen Blick

Phase Inhalt Sozialform Material
Einstieg, Erarbeitung 1 Filmbeobachtung, Definition des Begriffs Freizeit, Sammeln und Sortieren von Freizeitbeschäftigungen Plenum / Einzel- und Gruppenarbeit PC / Beamer / Moderationskarten, Stifte
Vertiefung 1 Filmbeobachtung, Auseinandersetzung mit Standortfaktoren für Freizeitbeschäftigungen Gruppenarbeit / Plenum PC / Beamer / Moderationskarten in zweiter Farbe, Stifte
Erarbeitung 2 Filmbeobachtung, Tourismus im Sauerland Plenum / Einzelarbeit PC / Beamer / Arbeitsblätter 1A-C, Kontrollblätter 1A-C
Erarbeitung 3 Filmbeobachtung, Beruf Animateurin Plenum / Einzelarbeit PC / Beamer / Arbeitsblätter 2 A-C, Kontrollblätter 2A-C, Materialblatt 3
Vertiefung 2 und Abschluss Reflexion und Recherche zu Berufen in der Freizeit-/Tourismusbranche Gruppenarbeit / Plenum / Einzel- oder Partnerarbeit Materialblatt 3, Arbeitsblatt 4