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Unterricht: Staat-Klar! Europa: Die EU und Du

  • Eine junge Frau telefoniert mit dem Handy. Die EU hat viel Einfluss auf unseren Alltag – zum Beispiel beim Telefonieren im Ausland; Rechte: WDR

Die Verordnungen und Richtlinien der EU haben Einfluss auf unser Alltagsleben – auch wenn uns dies oft gar nicht so klar ist. Diese Unterrichtseinheit klärt, wie EU-Gesetze entstehen und welche Abstimmungsprozesse sie durchlaufen müssen. Wichtigste Methode bei der Arbeit mit Film "Die EU und Du" bildet die Struktur-Lege-Technik. Dabei erarbeiten sich Schülerinnen und Schüler zunächst Begriffe, die für das Thema relevant sind. Im zweiten Schritt setzen sie diese Begriffe in einem Bild mit Pfeilen oder beschrifteten Linien miteinander in Beziehung.

Einstieg: Gurken und Collage

Die Lehrkraft legt zu Beginn der Unterrichtseinheit eine Gurke auf den Tisch (oder zwei, eine krumme, eine gerade Gurke). Die Schüler werden aufgefordert, Vermutungen zu äußern: Was hat die Gurke mit der EU zu tun? Die Vermutungen werden gesammelt, aber nicht bewertet. Am Ende der Unterrichtseinheit findet ein Rückbezug auf diese Vermutungsphase statt, wenn die EU-Gurkenverordnung thematisiert wird.

Die Schüler erhalten danach eine Collage mit Screenshots aus dem Film. Zunächst notieren sie mit Bleistift um die Collage herum, was die einzelnen Bilder mit dem Thema EU zu tun haben könnten. Die Bilder aus der Collage sind bereits eine Hinführung zu den Themenbereichen EU-Gesetze und Europawahl, die im nächsten Arbeitsschritt geklärt werden sollen. Dann schaut die Klasse den Film gemeinsam an. Dabei überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihre Vermutungen. Was falsch war, wird ausradiert und neu eingetragen.

  • Eine Animation zeigt zwei Paragrafen-Zeichen mit Gesichtern. Mit Animationen wird der Unterschied zwischen EU-Verordnungen und EU-Richtlinien deutlich; Rechte: WDR

Struktur-Lege-Technik

Die Schülerinnen und Schüler sollen mithilfe der Struktur-Lege-Technik zwölf Begriffe zum Gesetzgebungsprozess in der EU und zur EU-Wahl miteinander in Beziehung bringen. Dabei werden Begriffe, die eng miteinander zu tun haben, nah zusammengelegt, andere weiter entfernt. Mit Pfeilen und Symbolen kann verdeutlicht werden, wie die Begriffe zusammenhängen. Auf AB 2 "Beispiel Struktur-Lege-Technik" verdeutlicht exemplarisch ein Begriffsnetz zum Thema Schule diesen Ansatz.

Um die EU-Begriffe sinnvoll miteinander in Beziehung setzen zu können, müssen die Schülerinnen und Schüler sie zunächst vollständig verstanden haben. Sie erhalten dafür zunächst eine Tabelle, in der die Begriffe aufgelistet sind. Dann sehen sie den Film noch einmal an, wenn möglich im individuellen Tempo (beispielsweise im PC-Raum). In die Tabelle tragen sie anhand des Films Definitionen für die Begriffe ein.

Danach erhalten die Schülerinnen und Schüler zwölf Begriffskärtchen zum Ausschneiden. Es ist möglich, nun noch eine Sortierphase einzufügen: Dabei arbeiten die Schülerinnen und Schüler paarweise zusammen. Zunächst sortiert jeder Schüler für sich die Begriffskärtchen auf zwei Stapel: Auf den einen kommen alle Karten mit Begriffen, die der Schüler verstanden hat. Auf den zweiten kommen die Begriffskarten, bei denen er sich noch unsicher fühlt. Zu den "unsicheren" Begriffen tauscht er sich danach mit seinem Arbeitspartner aus. Gibt es bei beiden noch Unklarheiten, recherchieren sie zusätzlich im Internet oder in einem zur Verfügung gestellten Nachschlagewerk.

Sind alle Begriffe für jeden klar, soll jeder die Begriffskärtchen auf einem großen Blatt Papier in eine sinnvolle Ordnung bringen. Dafür sollte die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern zunächst kurz ein Beispiel für die Struktur-Lege-Technik geben, etwa das Begriffsnetz zum Thema Schule.

Beim Ordnen und Strukturieren der Begriffe gibt es ganz unterschiedliche denkbare Möglichkeiten, also weit mehr als nur eine "richtige" Lösung. Dies sollte die Lehrkraft vorab deutlich machen. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Anordnung anschließend im Gespräch mit ihrem Arbeitspartner erklären und begründen können.

Performanz: Die Sache mit der Gurke

Die Lehrkraft erinnert die Schülerinnen und Schüler an den Einstieg zu der Unterrichtseinheit – also an die Gurke. Die Klasse wird darüber informiert, dass es tatsächlich einmal eine EU-Gurkenverordnung gab. Aufgrund ihres neu erworbenen Wissens sollen die Schülerinnen und Schüler nun beschreiben, welchen Weg diese vermutlich gegangen ist, bis sie in Kraft trat. Dabei sollen sie auf einige der neu erlernten Begriffe zurückgreifen. Abschließend sehen sie den Interview-Ausschnitt mit der Politikwissenschaftlerin Monika Oberle, die die Gurkenverordnung und ihre Entstehung noch einmal einordnet. Den O-Ton finden Sie in der Rubrik "Sendungen" in diesem Wissenspool.