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Sendungsinhalt: Kein Brot für Öl - Biosprit-Boom in Kolumbien

Seit Europa ökologische Kraftstoffe wie Biosprit für den Klimaschutz entdeckt hat, boomt in Kolumbien der Anbau der Ölpalme. Was sich nach Wohlstand für ein ganzes Land anhört, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Bedrohung für zehntausende Menschen. Arbeiter schuften für einen Hungerlohn. Kleinbauern werden von ihrem Land vertrieben, damit Palmöl-Konzerne dort Plantagen anlegen können. Trockene Böden und vergiftete Flüsse gefährden die Nahrungsversorgung der Menschen. Doch die Regierung will weitermachen.

Kein Brot für Öl - Biosprit-Boom in Kolumbien

Kapitelübersicht:

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Palmöl – Kolumbiens flüssiges Gold

00:00 – 03:20

Die Ölpalme ist Kolumbiens neuer Exportschlager. Ihr Öl ist der Rohstoff für Bio-Sprit. Seit die Nachfrage nach ökologischem Kraftstoff in Europa gestiegen ist, herrscht in dem südamerikanischen Land Goldgräberstimmung. Von dem Boom profitieren vor allem die Großgrundbesitzer. Die Erntehelfer müssen sich mit umgerechnet sechs Euro Tageslohn zufrieden geben.

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Kleinbauern zahlen einen hohen Preis

03:20 – 07:22

Die Leidtragenden des Booms sind die Kleinbauern im Westen Kolumbiens. Dort wurden Zehntausende mit Gewalt von ihrem Land vertrieben, enteignet, ermordet – angeblich im Auftrag von Palmöl-Firmen, die dann illegale Plantagen anlegten. In den Landraub sind auch Staatsbeamte verwickelt. Aber die Regierung tue nichts, lautet der Vorwurf der Bauern.

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Die Regierung kümmert sich nicht

07:22 – 11:26

Diejenigen, die zurückkommen, leben in ständiger Angst. Soldaten beobachten die Rückkehrer, angeblich um sie zu beschützen. Die Bauern zweifeln daran. Ein gesetzliches Bleiberecht gibt es für sie nicht. Der Agrarminister leugnet, dass die Vertreibungen etwas mit der Palme zu tun hätten. Die Opposition wirft der Regierung dagegen Profitgier vor.

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Umweltprobleme verschärfen sich

11:26 – Ende

Ist der Bio-Sprit wenigstens gut für die Umwelt? Eher nicht, denn für die Plantagen wird der Regenwald abgeholzt. Pflanzenschutzmittel vergiften Flüsse. Zudem saugen die Ölpalmen alles Wasser aus dem Boden – die Menschen klagen über Missernten und fürchten um ihre Lebensgrundlage.