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Unterricht: Geheiligter Wettkampf - Die Spiele der Antike

Sendung: Geheiligter Wettkampf - Die Spiele der Antike

Die Darstellung der antiken Spiele mit der Vorstellung der historischen Schauplätze, der Abfolge der Wettkämpfe und der Technik der einzelnen Wettbewerbe dient als Motivation zur Beschäftigung mit dem eigentlichen Hauptthema: Welche Bedeutung hatten die Olympischen Spiele für das antike Griechenland? Unter den Stichworten "Agon" und "Kult" liefert die Beschäftigung mit den antiken Spielen auch Erklärungsansätze für Entstehung von Sport und Bewegungskultur überhaupt. Das Thema "Antike Olympische Spiele" soll die Schüler zur Reflexion über historische, aber auch aktuelle Probleme im Zusammenhang mit dieser größten Sportveranstaltung ihrer Zeit führen. Aus diesem Thema lassen sich sowohl geschichtliche als auch (sport-)soziologische Fragestellungen ableiten.

Die Thematik eignet sich sowohl für den Einsatz in der Sekundarstufe I wie auch für die Sekundarstufe II: Betrachtet man die antiken Olympischen Spiele als ausschließlich antike Thematik, so fallen sie in den Bereich der Sekundarstufe I. Hier lässt sich vor allem durch die Darstellung der besonderen Atmosphäre der Spiele eine neue, unbekannte Sicht ermöglichen. Eine mögliche Aufgabenstellung wäre hier: die Schüler sollen sich in die Rolle der antiken Teilnehmer des Festes (entweder Zuschauer, Sportler, Priester oder Schiedsrichter) versetzen und aus der jeweiligen Perspektive einen "Erlebnisbericht" von der Teilnahme an den Spielen schreiben.

Unter der Vorüberlegung, dass sich aus der Beurteilung der antiken Spiele erhebliche Konsequenzen für die Bewertung der modernen Olympischen Spiele ergeben, ist diese Thematik als ausgewählter Inhalt des Bereiches Altertum auch für den Unterricht in der Sekundarstufe II möglich. Durch die Thematisierung eigener Stellungnahmen zu den antiken Spielen (z.B. als "Statement-Sammlung der Schüler vor der Visionierung der Sendung), die den Schülern durch Medien etc. geläufig sind, kann den Schülern mit dem Einsatz der Sendung bewusst gemacht werden, dass es sich hierbei oft um "Vorurteile" handelt, die einer erneuten Beurteilung bedürfen. Die idealisierte Darstellung der Antike im 19. Jahrhundert hat sich besonders im Hinblick auf olympische Ideale und ihrer oft nur vermeintlichen antiken Tradition bis heute erhalten.
Unter diesem Gesichtspunkt kann die Sendung unter folgenden Fragestellungen behandelt werden:

  • Erneuerte Coubertin die Olympischen Spiele mit einem verklärten, bzw. verzerrten Bild der Antike, wie es seit Mitte des 19. Jahrhunderts beliebt war?
  • Inwieweit lassen sich die antiken Olympischen Spiele als Vorgänger unserer modernen Spiele ansehen, von denen sie ja direkt abstammen sollen?

Die Sendung schafft mit Einblendungen des modernen olympischen Zeremoniells und der modernen Wettkämpfe Assoziationen zu den jeweiligen Anteilen antiker Tradition - bietet damit aber gleichzeitig auch die Gelegenheit, die grundlegenden Unterschiede im Unterricht herauszuarbeiten, die auf die Verschiedenheit der geschichtlichen und gesellschaftlichen Situation von Antike und Moderne zurückzuführen ist.

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