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Methodisch-didaktische Hinweise

null. zehn. zwanzig. Die Kinder von Rio

Den Hintergrund des Films bildet die Weltkonferenz von Rio 1992. Damals kamen 10.000 Delegierte aus 178 Nationen zum bis dato größten internationalen Gipfel aller Zeiten zusammen, um Umweltpolitik im Zusammenhang mit globalen Entwicklungsproblemen zu diskutieren. 2012, nach zwanzig Jahren, gab es wieder eine Konferenz in Brasilien, "Rio +20". Was ist aus den Vorhaben und Versprechen der ersten Konferenz geworden?

Damit die Schülerinnen und Schüler diese Zusammenhänge kennen, lesen sie zunächst den Hintergrundartikel in diesem Wissenspool. Er informiert nicht nur über die Konferenzen, sondern auch über die wichtigen globalen Probleme, die damals angegangen wurden, und die Zusammenhänge zwischen Entwicklung und Umwelt- und Klimaschutz.

Die Reihe besteht aus drei halbstündigen Filmen, in denen jeweils drei oder vier Kinder vorgestellt werden. Die Episoden sind alle nach dem gleichen Muster aufgebaut: Im ersten Abschnitt werden die Kinder zu ihrer Geburt besucht, im zweiten nach zehn Jahren und im dritten schließlich, wenn sie 20 Jahre alt sind. Die Filme lassen sich deshalb gut arbeitsteilig ansehen und bearbeiten. Jede Schülerin und jeder Schüler ist für einen der neun Jugendlichen verantwortlich und beobachtet ihn im Film. Da die Kinder in allen drei Abschnitten auftauchen, müssen alle Schüler einen Film ganz ansehen. Sie bekommen dadurch bereits einen Vergleich unterschiedlicher Lebenssituationen mit.

Vorwissen aktivieren

Bevor der jeweilige Film angesehen wird, entwickeln die Schülerinnen und Schüler eine Erwartungshaltung. Auf Arbeitsblatt 1 wird der Jugendliche in zwei Sätzen und mit drei Bildern vorgestellt. Die Schüler erfahren, in welcher Stadt und in welchem Land er lebt und können aus den Bildern etwas über die Lebenssituation schließen. Nun formulieren sie in Stichworten ihre Erwartung: Was für ein Leben wird "ihr" Jugendlicher wohl führen? Wie sind die Chancen für die Zukunft? Mit dieser Erwartungshaltung betrachten sie den Film aufmerksamer.

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  • Die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton redet an einem Rednerpult vor einem Hintergrund mit dem Logo der Konferenz Rio+20. Zwanzig Jahre nach der ersten Weltkonferenz fand wieder ein Gipfel in Rio statt, von der Aufbruchstimmung von 1992 war nichts mehr zu spüren; Rechte: dpa

Filmbeobachtung und Auswertung

Nun wird der Film angeschaut. Die Schülerinnen und Schüler beobachten ihren Jugendlichen unter den Fragestellungen, die auf Arbeitsblatt 2 "Filmbeobachtung" formuliert sind. Für alle drei Lebensabschnitte sammeln sie Informationen über Lebensbedingungen, Familienverhältnisse, die Probleme und Herausforderungen, vor denen die Jugendlichen und ihre Familien stehen, die Interessen und Wünsche sowie über die Entwicklung des Landes bzw. der Region in den 20 Jahren.

Es folgt eine Austauschphase, während der die Schüler, die denselben Jugendlichen bearbeitet haben, in Partnerarbeit ihre Notizen besprechen und eventuell ergänzen. Sie informieren sich näher über das Land, in dem ihr Jugendlicher aufwächst über die Internetseite des Auswärtigen Amts und die dort angegebenen weiterführenden Informationen. Die Arbeitsschritte werden auf Arbeitsblatt 3 "Steckbrief" beschrieben.

Im Anschluss kommen alle Schülerinnen und Schüler in einer Gruppe zusammen, die denselben Jugendlichen beobachtet haben. Zusammen erarbeiten sie einen Steckbrief für eine Weltkarte, die in der Klasse aufgehängt wird. Das Raster für den Steckbrief wird ebenfalls auf Arbeitsblatt 3 vorgegeben. In der Gruppe leisten sie bereits eine Verallgemeinerung, in dem sie überlegen, welche im Hintergrundartikel über die Rio-Konferenz angesprochenen Probleme und Herausforderungen sich bei ihrem Jugendlichen zeigen. Die Steckbriefe werden auf einer Weltkarte angebracht und vorgestellt.

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  • Auf einem Hügel steht die Skulptur eines schmalen Kopfs von einem träumenden Mädchen. In St. Helen's erinnert nur noch ein riesiges Denkmal an den einst prosperierenden Bergbau in Nordengland. Rechte: WDR

Vergleichen und Zusammenhänge herstellen

In Venn-Diagrammen werden die Ergebnisse nun miteinander verglichen. Dazu kommen Arbeitsgruppen mit drei oder vier Schülern zusammen. Unterscheiden die Jugendlichen aus den Filmen sich in ihren Wünschen und Plänen für die Zukunft? Mit welchen Problemen und Herausforderungen sind sie konfrontiert? Spielt die Herkunft aus Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländern eine Rolle? Die Aufteilung der Gruppen und die Arbeitsschritte werden auf Arbeitsblatt 4a bis c beschrieben. Arbeitsblatt 4d gibt didaktische Tipps zur Vorbereitung und Organisation der Gruppenarbeit.

Ziel dieses Arbeitsschritts ist es, die Erkenntnisse aus den Recherchen über einen einzelnen Jugendlichen und ein einzelnes Land in einen größeren Kontext zu stellen.

Die Venn-Diagramme werden in der Klasse ausgehängt und in einem Galeriegang in Gruppen besichtigt, in dem jeweils ein oder zwei Schüler aus der jeweiligen Arbeitsgruppe das eigene Plakat erläutern.

In die Auswertung in der Klasse werden auch die Steckbriefe auf der Weltkarte einbezogen und die Auswirkungen der zentralen globalen Probleme auf die jeweilige Region besprochen.

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