zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Hauptnavigation

Inhalt

Sendungsinhalt: Mission Ozonloch: Wie wir die Erde gerettet haben

Mitte der 1970er Jahre warnen die US-Wissenschaftler Mario Molina und Sherwood Rowland vor einer großen Gefahr für die Erde: Langlebige Chemikalien wie Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe könnten die schützende Ozonschicht des Planeten zerstören. Die Folgen: eine rasante Zunahme von Hautkrebserkrankungen und klimatischen Veränderungen. Doch noch will den Forschern niemand glauben, denn FCKW, das chemische Wundermittel der 1920er Jahre, wird für vieles benötigt: zum Beispiel als Kühlmittel für Kühlschränke oder als Treibstoff für Deo- und Haarsprays.

Mitte der 1980er Jahre wird die Vermutung dann zur Gewissheit: Die amerikanische Forscherin Susan Solomon entdeckt, dass FCKW-Chemikalien für ein großes Loch in der Ozonschicht über der Antarktis verantwortlich sind. Der damalige US-Präsident Ronald Reagan, unterstützt von der britischen Premierministerin Margaret Thatcher, trommelt daraufhin die Weltgemeinschaft zusammen.

Am 16. September 1987 einigen sich über 30 Staaten darauf, die FCKW-Produktion einzustellen. Das sogenannte „Montreal-Protokoll“ ist bis heute ein herausragendes Beispiel für den globalen Umweltschutz und hat dazu beigetragen, dass das Ozonloch sich langsam wieder schließt.

Filmskript: Mission Ozonloch: Wie wir die Erde gerettet haben

Mission Ozonloch: Wie wir die Erde gerettet haben

Kapitelübersicht:

Ihr Webbrowser kann dieses Video nicht abspielen.

Bitte nutzen Sie einen modernen Webbrowser, z.B. Mozilla Firefox.

Ein Kühlmittel bringt Gefahr

00:00 – 03:34

In den 1920er Jahren entwickelte der Chemiker Thomas Midgley Junior einen Stoff, der die Erde in große Gefahr brachte: FCKW – Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoff. Das Treibgas diente als Kühlmittel und löste Eis als solches vor allem für Kühlschränke ab. Später wurde es auch für Körperpflegeprodukte und als Lösungs- und Aufschäummittel genutzt.

Ihr Webbrowser kann dieses Video nicht abspielen.

Bitte nutzen Sie einen modernen Webbrowser, z.B. Mozilla Firefox.

Wissenschaftler fordern ein FCKW-Verbot

03:34 – 08:35

Der britische Wissenschaftler James Lovelock findet als erster heraus, dass FCKW überall in der Luft vorhanden ist. Allerdings sieht er in der langlebigen Chemikalie keine Gefahr – das bemerken erst die beiden US-Wissenschaftler Mario Molina und Sherwood Rowland. Sie prognostizieren: Wenn FCKW durch Sonnenstrahlung aufgespalten wird, zerstört das freigesetzte Chlor die schützende Ozonschicht des Planeten. Eine Katastrophe - doch keiner glaubt ihnen.

Ihr Webbrowser kann dieses Video nicht abspielen.

Bitte nutzen Sie einen modernen Webbrowser, z.B. Mozilla Firefox.

Studentenproteste in Amerika

08:35 – 13:55

Das Thema „Ozon“ kommt in Amerika in den 1960er Jahren auf, zu einer Zeit, als die Studenten auf die Straße gehen: gegen den Vietnamkrieg, für Bürgerrechte und für den Schutz der Umwelt. Doch erst in der Regierung Reagan, in den 1980er Jahren, fordert der Leiter der US-Umweltbehörde Lee Thomas ein globales Verbot für alle FCKW. Noch wird er nicht gehört, aber der größte Produzent DuPont lenkt ein: Die Produktion soll eingestellt werden, sobald es Beweise für die schädliche Wirkung von FCKW gibt.

Ihr Webbrowser kann dieses Video nicht abspielen.

Bitte nutzen Sie einen modernen Webbrowser, z.B. Mozilla Firefox.

Ein Loch am Südhimmel

13:55 – 20:23

Mitte der 1980er Jahre entdecken Forscher, dass über der Antarktis ein Loch in der Ozonschicht entstanden ist - und zwar viel größer als vermutet. Die Wissenschaftlerin Susan Solomon findet heraus, dass im Frühjahr verstärkt chemische Reaktionen in den Stratosphärenwolken stattfinden und das freigesetzte Chlor die Ozonschicht rasant schädigt. Jetzt ist auch US-Präsident Ronald Reagan alarmiert und ruft zu schnellem Handeln auf.

Ihr Webbrowser kann dieses Video nicht abspielen.

Bitte nutzen Sie einen modernen Webbrowser, z.B. Mozilla Firefox.

Das Montreal-Protokoll: eine Erfolgsgeschichte

20:23 – Ende

Am 16. September 1987 einigen sich über 30 Staaten darauf, die FCKW-Produktion einzustellen. Das sogenannte „Montreal-Protokoll“, unter der Federführung von Ronald Reagan und der britischen Premierministerin Margaret Thatcher, ist ein großer Erfolg für den Schutz der Erde. Auch die Wissenschaftler Mario Molina und Sherwood Rowland gelangen zu spätem Ruhm: Für ihre Forderung nach einem weltweiten FCKW-Ausstieg erhalten sie den Nobelpreis. Mit der Erweiterung des Montreal-Protokolls 2016 in Ruanda werden auch die schädlichen Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), die für die globale Erderwärmung verantwortlich sind, verboten.