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Unterricht: Arterien der Ozeane

In diesen Filmen wird nicht nur Faktenwissen vermittelt, vielmehr erhellen Hintergrundinformationen sowohl die historischen Zusammenhänge als auch die Verdienste bedeutender Wissenschaftler. Anekdoten, die sich um die Erfindungen ranken, würzen die kurzen Spielfilmszenen. Sowohl die Bedeutung als auch Folgen, die sich aus der Anwendung und Nutzung der Entdeckungen und Erfindungen für unsere heutige Zeit ergeben, werden angesprochen. Aus diesen Gründen eignen sich die Filme nicht nur für den Fachunterricht, sondern ganz besonders auch für den Einsatz im fachverbindenden bzw. projektorientierten Unterricht. Vernetztes und kumulatives Lernen erfährt so eine besondere Förderung. Im Folgenden möchte ich am Beispiel des Films „Arterien der Ozeane – Benjamin Franklin und der Golfstrom“ exemplarisch einen methodischen Weg aufzeigen, wie diese Filme in einem schülerorientierten fachübergreifenden Unterricht eingesetzt werden können.

Voraussetzungen:

Die Schüler sind geübt in Partner- bzw. Gruppenarbeit, sind in der Lage, sich Informationen zu beschaffen, kennen und nutzen gängige Präsentationsformen.

Zeitansatz:

etwa 3-4 Unterrichtsstunden

Anmerkungen:

Die Unterrichtsorganisation zielt auf die Entwicklung von kommunikativen Fähigkeiten und Kooperationsbereitschaft und fördert das selbständige Lernen. Die Schülerinnen und Schüler sind gefordert ihre Ergebnisse in geeigneter Weise zu dokumentieren und zu präsentieren. Sie bearbeiten in Gruppen ein Thema, das im Film angesprochen wird, besorgen sich weitergehende Informationen und stellen diese so zusammen, dass die Ergebnisse anschließend vor der Klasse präsentiert werden können. Denkbar ist auch die Methode „Gruppenpuzzle“. Natürlich ist es möglich, mit dem Film in die Unterrichtseinheit einzusteigen. Im aufgezeigten Beispiel jedoch kann die Unterrichtssequenz eingebettet sein in Rahmenthemen wie beispielsweise „Meeresströmungen“, „Alternative Energiequellen“, „Klima in Europa“.

Mögliche Unterrichtsorganisation:

Anknüpfend an den vorausgegangenen Unterricht wird der Film ein erstes Mal angeschaut, ohne dass Beobachtungsaufgaben gestellt werden. Im folgenden Unterrichtsgespräch äußern sich die Schüler zum Gesehenen. Wesentliche Aussagen und Eindrücke werden stichpunktartig festgehalten. Eventuell kann aus den Schülerantworten eine Mindmap über die für die Schüler wesentlichen Inhalte des Filmes erstellt werden. Daraufhin erfolgt die Formulierung möglicher Arbeits- und Beobachtungsaufträge durch die Schüler, die sich dann auch eines der Themen zur Bearbeitung auswählen.

Denkbar sind – unter anderen – folgende Themen:

  • „Benjamin Franklin – ein Lebensbild“
  • „Die Rolle Franklins bei der Erforschung des Golfstroms“
  • „Entstehung und Verlauf des Golfstroms sowie seine Auswirkungen auf das Klima Europas“
  • „Arterien der Ozeane – Überblick über globale Strömungsmuster“
  • „Golfstrom – Klima, Meeresfauna und Landwirtschaft“

Beim zweiten Anschauen des Films konzentrieren sich die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Gruppen auf ihr gewähltes Thema, machen sich Notizen und besprechen anschließend kurz das weitere Vorgehen. Die Informationen aus den einzelnen Gruppen werden mit Hilfe des Gruppenpuzzles weitergegeben. Dann erfolgt das Festlegen der Zeiten, die den Gruppen für die Vorbereitung bzw. für die Präsentation zu Verfügung stehen. Für die Präsentation sollten etwa zehn Minuten pro Gruppe ausreichen. Die Erarbeitungszeit ist abhängig davon, was die Schüler als Hausaufgabe leisten und dann in die Gruppenarbeit einbringen können.

Für die Arbeit in Gruppen sollte genügend Zeit vorgesehen werden, denn es kann erforderlich sein, weitere Informationen über Printmedien, Internet usw. zu beschaffen. Auch erfordert die Gestaltung der Präsentation gezielte Absprachen über Arbeitsverteilung, Medieneinsatz und Ablauf. Nach der Präsentationsphase erhält jede Gruppe Rückmeldung von der Klasse und natürlich auch vom Lehrer. Dazu ist es wichtig, dass den Schülerinnen und Schülern die Beurteilungskriterien bekannt sind. Die Ergebnisse der Präsentationen sollten, wenn möglich, gewürdigt und in der Klasse noch einige Zeit einsehbar sein.

Gruppenpuzzle

Die Themen der Filme eignen sich gut für das Vorgehen in Form eines Gruppenpuzzles. Diese Methode ist gut geeignet für die Vermittlung umfangreicher und unterschiedlicher Informationen. Sie ist immer dort sehr gut einsetzbar, wo komplexe Themen aufgeschlüsselt werden können. Erklärung zu Gruppenpuzzle: Die zu vermittelnden Inhalte werden aufgeteilt. Jede Gruppe erhält einen Teil (z.B. durch Leittexte oder spezielle Aufgabenstellungen). Jede Gruppe erarbeitet ihren Teil und wird dadurch für ihren Teilbereich zu Experten. Deswegen heißt diese Phase des Gruppenpuzzles auch „Expertengruppen“. Der Austausch der erarbeiteten Informationen erfolgt anschließend in „Puzzle-Gruppen“, das heißt, in jeder „Puzzle-Gruppe“ befindet sich je ein Mitglied jeder „Expertengruppe“. Das besonders Positive eines Gruppenpuzzles liegt darin, dass in den Puzzlegruppen jeder Teilnehmer gefordert ist aktiv zu werden. Denn dadurch, dass während der Arbeit in den Expertengruppen nur er alleine für die Vermittlung seiner Gruppenergebnisse verantwortlich ist, weiß er, dass er schon bei der Ausarbeitung des Themas im Team aktiv und intensiv mitarbeiten muss.

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