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Sendungsinhalt: Adam Ries und das Rechnen

  • Ein Holzschnitt zeigt ein Portrait des Rechenkünstlers, darüber steht der Titel seines Werks. Rechte: AKG Adam Ries verfasste mehrere Rechenbücher; Rechte: AKG

Noch bis zu Beginn der Neuzeit um 1500 konnte ein Großteil der Bevölkerung nicht rechnen. Auf Märkten etwa, wo mit den verschiedensten Währungen bezahlt wurde, fehlte den meisten das Wissen, um den vom Händler genannten Preis nachzuprüfen. Der Mann, der dies ändern sollte, indem er die Kunst des Rechnens dem gemeinen Volk verständlich machte, war Adam Ries, besser bekannt unter dem Namen Adam Riese.

Die Rechentafel, der so genannte Abakus, war auch in Deutschland verbreitet und bildete die Grundlage für die von Ries benutzten Rechenbretter. Auf ihnen wurden so genannte Rechenpfennige verschoben, bis das Ergebnis einer Rechnung durch einfaches Abzählen der Pfennige auf den Linien abzulesen war. Ries wollte es allen Menschen ermöglichen, richtig zu rechnen. Keiner sollte mehr betrogen werden können, daher veröffentlichte er Bücher in für alle verständlicher deutscher Sprache, in denen er nach dem Prinzip „vom Einfachen zum Komplizierten“ pädagogisch geschickt erklärte, wie man ohne große Rechenkünste alltagsnahe Aufgaben löst.

Da zu dieser Zeit in Deutschland zum Rechnen noch das Lateinische System galt, in dem die Zahlen mit Buchstaben bezeichnet werden, führte er zudem das Dezimalsystem mit Ziffern ein; erst dadurch wurde es möglich, Rechengänge nachzuvollziehen.