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Sendungsinhalt: Frederick Banting, Charles Best und das Insulin

  • Illustration einer Bauchspeicheldrüse. Das Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert; Rechte: Mauritius
  • Portrait des Frederick Banting. Frederick Banting bekam 1923 den Nobelpreis für Medizin; Rechte: Keystone

Schon in der Antike litten die Menschen an Diabetes. Nur wusste damals niemand, woher die Krankheit kam und wie man sie behandeln konnte. Jahrtausendelang siechten die Kranken dahin, bis sie völlig abgemagert starben. Erst viel später, in den 1850er Jahren, finden die Forscher heraus, dass das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, etwas mit dem Leiden zu tun hat. Deshalb beginnen sie damit, Extrakte aus der Bauchspeicheldrüse zu isolieren. Doch das Hormon Insulin, das bei den Kranken fehlt oder nicht ausreichend vorhanden ist, lässt sich nicht einfach herauslösen. Das gelingt erst den beiden kanadischen Medizinern Frederick Banting und Charles Best. Im Sommer 1921 ist es soweit: Die Wissenschaftler gewinnen aus einer präparierten Hundebauchspeicheldrüse erstmals das insulinhaltige Extrakt. Erst behandeln sie zuckerkranke Hunde damit, später dann auch Menschen – mit Erfolg. Schon 1923 beginnt die Industrie, Insulin im großen Stil zu isolieren. Millionen Diabetiker auf der ganzen Welt haben endlich eine Möglichkeit, ihre Krankheit zu behandeln.

Noch im selben Jahr bekommen Frederick Banting und der Physiologe John McLeod, der maßgeblich an den Forschungen beteiligt war, den Nobelpreis für Medizin. Das Insulin tritt seinen Siegeszug um die Welt an. Nachdem es zunächst aus tierischen Bauchspeicheldrüsen isoliert wird, kommt 1963 das erste künstliche Insulin auf den Markt. Rund 20 Jahre später wird Insulin - als erstes Medikament überhaupt - mit Hilfe der Gentechnik hergestellt.

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