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Sendungsinhalt: Die Kraft, die keine ist - Gaspard de Coriolis und die Ablenkung der Massen

  • Porträtzeichnung des französischen Wissenschaftlers Gaspard de Coriolis. Der Franzose Gaspard de Coriolis entdeckt 1835 die nach ihm benannte Kraft; Rechte: WDR
  • Ein Mädchen sitzt auf einer sich drehenden Scheibe und rollt einen Ball von sich weg. Rollt man einen Ball über ein Karussell, erscheint dessen Bahn krumm; Rechte: WDR

Der Franzose Gaspard de Coriolis (1792-1843) entdeckt 1835 eine Kraft, die globale Luftströme lenkt. Dabei ist die nach ihm benannte "Corioliskraft", die Bewegungen in rotierenden Systemen wie der Erde erklärt, nur eine Scheinkraft.

Der Astronom Halley (1656-1742) zeichnet 1686 die erste Karte von den Winden der Weltmeere. Am Äquator skizziert er den stets aus Osten wehenden Passatwind. Der britische Physiker und Meteorologe Hadley (1685-1768) erklärt dies 1735 mit der Erdrotation. Den mathematischen Beweis dafür erbringt Coriolis 100 Jahre später. Als Physiker untersucht er damals rotierende Systeme. Dabei entdeckt er, dass eine Kugel, die über eine sich drehende Scheibe rollt, eine gekrümmte Spur hinterlässt. Die Corioliskraft beschreibt diese Ablenkung, die dadurch entsteht, dass sich die Scheibe innen langsamer dreht als außen. Die Erdkugel dreht sich am Äquator schneller als an irgendeinem anderen Punkt. Von Norden oder Süden einströmende Luft hält mit dem Tempo Richtung Osten nicht mit, sodass eine Art "Fahrtwind" entsteht – der Passat.

Der Film erklärt das Prinzip der Corioliskraft und erläutert ihre Bedeutung für die Meteorologie. Am Beispiel des Orkans Lothar, der 1999 unerwartet in Deutschland tobte, zeigt er dabei auch die Komplexität des Wetters.

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