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Einsatz der Reihe im Unterricht: Medienmacher

  • Montage: Medienberufe hinter den Kulissen, (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Medienmacher stellen ihre Berufe vor (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Moderatorin Muschda spricht mit Studiogästen. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Muschda ist Moderatorin und führt viele Interviews (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Bezug zu den Bildungsplänen

Im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichtsprojektes mit der Filmreihe „Medienmacher“ werden verschiedene Kompetenzbereiche gefördert. Diese sollen laut Bildungsplänen und Bildungsstandards schon ab der Grundschule angesprochen werden.

Medienkompetenz:

Die Schüler erwerben Wissen darüber, wie und von wem Medien gemacht und gestaltet werden. Sollte der Praxisteil im Unterricht Anwendung finden, bekommen die Schüler außerdem die Möglichkeit, das erworbene Wissen konkret umzusetzen: Sie lernen den Umgang mit einer Digital-Video-Kamera, betrachten und bearbeiten die Szenen am Computer und lernen ein Schnittprogramm (zum Beispiel Windows Movie Maker®) kennen.

Sozial- und Kommunikationskompetenz:

Die Schüler bearbeiten in Gruppen eine offene Aufgabenstellung und gestalten für ihre Mitschüler eine kurze und einfache Präsentation. In der Praxisphase organisieren sie ihr „Medien-Team“ und koordinieren reale Abläufe. Sie bringen relevante Beiträge in die laufende Kommunikation ein, indem sie sich auf das Thema/die Fragestellung beziehen. Dabei sollen die Schüler kompromissbereit sein und auf Wünsche und Ideen anderer Schüler eingehen.

Zudem erhalten die Schüler Einblicke in die mediale Berufswelt: Sie erkunden die Arbeitswelt der Medien und reflektieren darüber hinaus über ihre eigenen persönlichen Eigenschaften in diesem Zusammenhang (Lernzielebenen: Reproduktion und Reflexion).

Unterrichtsablauf

1. Einstieg in den Unterricht:

Welches Medienwissen ist schon vorhanden? Ein kurzer Austausch im Plenum über eine Lieblingssendung kann die Schüler motivieren, mehr über die Produktion einer Sendung zu erfahren („Wisst ihr denn, wer alles bei so einer Sendung mitarbeitet?“)

2. Filme sichten und Gruppenreferate

Benötigte Medien/Unterlagen: Computer mit Internetzugang, Arbeitsblätter 1 und 2.

  • Toningenieur während der Sendung am Reglerpult. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Toningenieur Reinhard ist für den Sendeton verantwortlich (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Die Klasse kann in vier, sechs oder zwölf Gruppen eingeteilt werden – je nach Klassengröße, Altersstufe oder zur Verfügung stehender Computerarbeitsplätze. Demnach werden jeder Gruppe ein bis drei Filme zugeteilt. (Anmerkung: Die Filme bauen nicht aufeinander auf. Es steht den Lehrpersonen frei, ob sie alle Filme zeigen möchten). Die jeweiligen Gruppenmitglieder sollen gemeinsam die Filme sichten und zunächst Arbeitsblatt 1 bearbeiten. Es soll die Schüler dabei unterstützen, wichtige Informationen herauszuarbeiten und gegebenenfalls weitere Informationen im Internet zu recherchieren.

Im Anschluss an diese Arbeitsphase präsentieren sie ihren Mitschülern das jeweilige Berufsbild im Rahmen von Kurzreferaten. Vor den Präsentationen wird allen Schülern Arbeitsblatt 2 ausgeteilt, um Stichworte zum jeweiligen Beruf aufzuschreiben und am Ende eine Übersicht zu besitzen.

3. Hausaufgabe (nach Doppelstunde, gegebenenfalls nach Praxisprojekt)

Ab Sekundarstufe I. Das Unterrichtsprojekt legt nahe, sich mit eigenen Zukunftsvorstellungen auseinanderzusetzen. Medien haben eine große Bedeutung im Alltag von Jugendlichen, demnach wollen auch viele Jugendliche einen Medienberuf ergreifen. Im Rahmen eines Aufsatzes sollen sie den Raum bekommen, ihre persönlichen Eigenschaften und Berufsziele zu reflektieren.

  • Nahaufnahme Kameramann. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Kameramann Hardy sucht nach interessanten Perspektiven (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

4. Praxisprojekt: Die Schüler produzieren ihre eigene Sendung

Die Produktion einer eigenen Sendung/eines eigenen Films wird in der Regel von Schülern trotz des erhöhten Aufwandes sehr geschätzt. Sie können ihre eigenen Ideen kreativ umsetzen und in die Rolle ihrer „Medienhelden“ schlüpfen. Das Praxisprojekt ließe sich auch in einer Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag umsetzen.

Benötigte Technik: Videokamera, Computer, Schnittprogramm, wenn möglich externe Mikrofone

Tipp: Je professioneller die Technik, also auch das Schnittprogramm, desto authentischer wird der Einblick in die Medienwelt. Eventuell bestehen diese Möglichkeiten an der Schule selbst oder die entsprechende technische Ausstattung kann beim Medienzentrum vor Ort ausgeliehen werden. Wenn nicht, kann auch die Fotokamera mit Videofunktion oder das kostenlose Schnittprogramm Windows Movie Maker® genutzt werden.

Arbeitsphasen:

1. Schülerorientierte Gruppenphase: Nach einer Anleitung und einer Einführung in die Phasen eines Filmprojekts (siehe auch https://www.planet-schule.de/dokmal/) durch die Lehrperson sollen die Schüler weitgehend eigenständig den Inhalt und den Dreh ihrer Sendung konzeptionieren und planen. Diese Arbeitsphase können die Gruppen arbeitsteilig durchführen.

2. Abnahme durch die Lehrperson („den Redaktionsleiter“): Die Schüler präsentieren und besprechen ihre Idee und ihren Drehplan mit der Lehrkraft.

3. Dreh: Es empfiehlt sich besonders bei jüngeren Schülern, den Dreh zu beaufsichtigen. Für jede Gruppe sollte deshalb ein eigener Drehtermin nach der Schule oder in einer Freistunde ausgemacht werden (es können auch verständnisvolle Kollegen gebeten werden, die Gruppe aus ihrem Unterricht zu entlassen).

4. Schnitt: Der von der Gruppe bestimmte Cutter (eventuell auch zwei) bedient nach einer Einführung das Schnittprogramm und schneidet den Film. Jedem Cutter-Team ist ein Zweierteam „Redaktion“ zugeordnet, welches die Botschaft/Aussage des Filmes im Blick hat. Eventuell kann das gedrehte Material auch kopiert werden und von mehreren Cutter-/Redaktionsteams bearbeitet werden.

5. Sichten der Filmprojekte im Plenum der gesamten Klasse.

6. Reflexion über eigene Erfahrung: Wie haben die Schüler die „Arbeit“ als Medienmacher empfunden? War es vielleicht schwerer als gedacht?