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Hintergrund: Waldfunktionen - Klimaschutz

  • Leipzig Rathaus mit Stadtwald (Quelle: Colourbox, hoch2wo photo&design) In Leipzig gibt es viel Wald mitten in der Stadt (Quelle: Colourbox, hoch2wo photo&design)

Wälder haben einen entscheidenden Einfluss auf das Weltklima, aber auch auf das Klima in ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie gleichen tägliche und jahreszeitliche Temperaturschwankungen aus und erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Da das Waldklima von verringerter Sonneneinstrahlung, höherer Luftfeuchte und Abkühlung durch Verdunstung geprägt ist, sind die Lufttemperaturen im Sommer im Wald meistens niedriger als auf freien Flächen. Es können Unterschiede von 3° bis 6°C gegenüber dem Freiland und 4° bis 8°C gegenüber Städten eintreten. Große, zusammenhängende Waldflächen in der Nähe von Städten können so auch das Stadtklima positiv beeinflussen. Die Temperaturunterschiede zwischen Wald und Stadt bewirken nämlich eine stärkere Luftzirkulation. Dadurch gelangt die qualitativ bessere Waldluft auch in die Siedlungsgebiete.

Die weltweite Klimaschutzfunktion der Wälder gewann in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend an Beachtung. Sie wird im Zusammenhang mit dem Treibhauseffekt diskutiert. Wald leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, denn er fixiert eine große Menge des zu den Treibhausgasen zählenden Kohlenstoffdioxid und trägt damit zur Verminderung der von den Menschen verursachten Erwärmung der Erdatmosphäre bei.


Der Treibhauseffekt

Als Treibhauseffekt wird die globale Erderwärmung bezeichnet. Sie kommt ähnlich zustande wie die Erwärmung eines Gewächshauses (Treibhaus). In einem Gewächshaus sind die Glasscheiben für sichtbares Sonnenlicht gut durchlässig. Dieses dringt ein und führt zur Erwärmung. Die Wärmeabgabe wird aber durch die Glasscheiben verhindert, deshalb heizt sich das Gewächshaus auf. Die Erdatmosphäre („Gasmantel der Erde") kann mit der Glasscheibe verglichen werden. Sie lässt kurzwelliges, sichtbares Sonnenlicht zur Erde durch. Die Oberfläche des Planeten wird erwärmt und strahlt Wärme ab. Ein Teil dieser Wärme wird von den sogenannten Treibhausgasen, wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Atmosphäre eingefangen, der Rest wird in den Weltraum abgegeben.

Der CO2-Gehalt der Erdatmosphäre hat sich im letzten Jahrhundert erhöht. Dies führt zum Treibhauseffekt, denn es wird nun mehr Wärme an der Abstrahlung in den Weltraum gehindert. Eine Hauptursache für die Zunahme des Treibhauseffektes ist die Verbrennung riesiger Mengen fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl) durch die Industriegesellschaften. Bei dieser Verbrennung werden große Mengen CO2 freigesetzt.

Gleichzeitig wird durch die weltweite Abholzung großer Waldgebiete genau der Mechanismus geschwächt, der dem CO2-Anstieg entgegenwirken könnte. Wälder binden („fixieren") nämlich große Mengen CO2 aus der Luft und stellen mittels Fotosynthese daraus organische Grundbausteine her.