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Hintergrund: Waldfunktionen - Wald schützt den Boden

  • Erdrutsch (Quelle: Colourbox) Erdrutsch (Quelle: Colourbox)
  • Winderosion (Quelle: Colourbox) Durch Winderosion ausgetrockneter Boden (Quelle: Colourbox)

Wie wichtig Wälder für den Bodenschutz sind, zeigen Gebiete, in denen es nach Abholzungen zu starken Erdrutschen kommt. Besonders Wälder in Steillagen sind wichtig für den Schutz des Bodens. Ihre „Schwammwirkung", d.h. ihre Wasseraufnahme- und Wasserspeicherfähigkeit bedingt einen relativ geringen Oberflächenabfluss bei Regen, der die Erdkrume mitreißen könnte. Darüber hinaus festigen die tiefreichenden Wurzeln den Boden und hindern ihn am Abrutschen. Im Winter verhindern Gebirgswälder den Abgang von Lawinen.

Selbst in flacheren Lagen wo es nicht zu Erdrutschen kommt, wird auf offenen, unbewaldeten Flächen durch Regen sehr viel Boden weggeschwemmt. Problematisch ist der Abtrag des Oberbodens vor allem, weil es sich um die nährstoff- und humusreiche Schicht handelt. Diese stellt die Grundlage für fruchtbares Pflanzenwachstum dar.

Auch gegen Winderosion schützen die Bäume, denn sie bremsen den Wind ab. Winderosion kann fatale Folgen haben. Der Boden trocknet aus, die fruchtbare Krume wird weggeblasen. Im Extremfall kann so eine lebensfeindliche Wüste entstehen. Die windabbremsende Wirkung von Bäumen wird von uns Menschen auch ganz gezielt eingesetzt, indem Schutzgürtel z. B. um landwirtschaftliche Nutzflächen, aber auch um Freizeiteinrichtungen gepflanzt werden. Die Windschutzwirkung des Waldes erstreckt sich bis zur 25-fachen Baumlänge auf der windabgekehrte Seite. So bremst ein 40 Meter hoher Baumbestand den Wind beispielsweise in einer Zone von ca. 800 Metern ab.