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Hintergrund: Kakerlaken - Supella longipalpa

Verbreitung

Die ursprüngliche Heimat der Braunbandschabe liegt in Afrika. Von hier aus wurde die Art mit dem Handel weltweit verschleppt. Nach Mitteleuropa kam die Braunbandschabe in den letzten drei Jahrzehnten über den Handel aus Afrika und dem Mittelmeer-Raum sowie aus den USA.

Aussehen

Die Braunbandschabe entspricht hinsichtlich ihrer Größe weitgehend der Deutschen Schabe, sie ist aber auffälliger gezeichnet. Während der Hinterleib der Männchen relativ spitz zuläuft, ist der Hinterleib der Weibchen breit und abgerundet. Die Männchen sind gute Flieger. Ihre Flügel bedecken den Hinterleib vollständig. Die Weibchen haben kürzere Flügel, die die Hinterleib-Spitze nicht erreichen. Sie sind nicht flugfähig.

Entwicklung

Die hellbraunen Ootheken werden von den Weibchen bereits nach 1 bis 2 Tagen Tragzeit an geeigneten Oberflächen angeklebt (Unterseite von Regalbrettern und Tischen, in Schränken u. dergl.). Im Vergleich zur Deutschen Schabe sind die Ootheken der Braunbandschabe relativ kurz und enthalten 14 bis 16 Eier. Die geringe Eizahl wird von den Weibchen durch eine größere Anzahl Eibehälter ausgeglichen (in der Regel bis zu 15 pro Weibchen). Die Eier benötigen zur Entwicklung je nach Temperatur 5 Wochen (30°C) bis 3 Monate (22°C). Die Entwicklungsdauer vom Ei bis zur Imago wird in hohem Maße von der Temperatur bestimmt und variiert von 90 bis 270 Tagen (im Mittel 160 Tage). Die Imagines leben bis zu 6 Monaten.

Vorkommen und Bedeutung

Die Braunbandschabe wurde in den letzten 30 Jahren aus den USA, Mittelamerika, Afrika und dem Mittelmeerraum über den Handel nach Mitteleuropa eingeschleppt. Bisher ist die Art noch auf einige mitteleuropäische Großstädte beschränkt, breitet sich aber weiter aus. Die Verschleppung erfolgt sowohl mit Nahrungsmitteln als auch mit befallenen Elektrogeräten und Möbeln, wobei hier die in Spalten und an Oberflächen angehefteten Eibehälter eine besondere Rolle spielen. Die Flugfähigkeit der Männchen mag bei der kleinräumigen Verbreitung ebenfalls eine Rolle spielen. Die Braunbandschabe hat ein höheres Temperaturbedürfnis als die Deutsche Schabe und reagiert auf Trockenheit weniger empfindlich. Sie kann daher auch trockenere Standorte, z.B. in EDV-Anlagen, besiedeln, daher auch der Name Computer- oder Möbelschabe. Während die Deutsche Schabe ihren Befallsschwerpunkt meist im Küchenbereich hat, ist die Braunbandschabe über das ganze Gebäude verstreut anzutreffen. In befallenen Gebäuden können die Tiere hinter Möbeln, Bilderrahmen, Wärmeaustauschern von Kühlschränken u. dergl., Lichtschaltern, Toiletten und im Deckenbereich festgestellt werden. Auf angeheftete Ootheken ist hierbei besonders zu achten. Dass einzelne Tiere am Tag umherlaufen, ist für die Braunbandschabe nicht ungewöhnlich und deutet noch nicht auf einen starken Befall hin (wie z.B. bei der Deutschen Schabe).