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Unterricht: Leben in der Rotte - Wildschweine

  • (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)
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Der Film kann im Sachunterricht der Grundschule, aber auch im Biologieunterricht der Sekundarstufe I eingesetzt werden. Besonders der Sachunterricht hat das Ziel sich an der Lebenswirklichkeit der Kinder zu orientieren. Sie sollen sich also im Themenbereich "Tiere und Pflanzen" mit heimischen Arten beschäftigen. Der Biologieunterricht der Sekundarstufe I hat Säugetiere als Thema. Die Schülerinnen und Schüler lernen Schweine als Beispiel für Huftiere kennen und sie sollen sich mit dem Wildschwein auseinandersetzen, weil es die Stammform des "Fleischlieferanten Nr. 1" ist.

Das Wildschwein kennen alle, aber wer hatte schon Gelegenheit zu einer Begegnung mit den scheuen Tieren? Ort der Begegnung mit ihnen sind vermutlich für einige Kinder Wildgehege in Naturparks oder im Zoo. Auf jeden Fall wird diese Großwildart auf das natürliche Interesse der Schülerinnen und Schüler stoßen.

Zwei denkbare Unterrichtseinstiege:

1. Die Klasse spielt mit einem Schüler / einer Schülerin "Was bin ich". Die Klasse stellt Fragen, die "das Wildschwein" nur mit Ja oder Nein beantworten darf. Durch das Frage-Antwort-Spiel muss die Gruppe das Unterrichtsthema erraten 2. Ein bzw. mehrere Schüler erhalten den Auftrag, pantomimisch ein Wildschwein darzustellen. Die Klasse muss erraten, wer dargestellt wird.

Im weiteren Unterrichtsgang wird der Film gezeigt mit gezielten Beobachtungsaufträgen. Die beeindruckenden Einblicke in das Schweineleben bieten die Möglichkeit das Verhalten im natürlichen Lebensraum zu untersuchen. Die Beobachtungen können mit den Arbeitsmaterialien aufgearbeitet werden. Darüber hinaus sollten im Unterricht die Übereinstimmungen zwischen Hausschwein und Wildschwein diskutiert werden z.B. in Nahrung und Körperpflege. Vor diesem Hintergrund können Überlegungen zur artgerechten Tierhaltung angestellt werden.

Wenig Information bietet der Film über die Mensch-Wildschwein-Problematik. Diese kann - in einem weiteren Unterrichtsschritt - anhand des Arbeitsmateriales hierzu aufgearbeitet werden. Besonders in Wildschwein-Gegenden, in denen auch gelegentlich in der Tagespresse Berichte über schwere Schäden in der Landwirtschaft zu lesen sind, bietet sich die Vergabe eines Referates zu diesem Thema an. Allgemeine Informationen bietet das Internet, Wissenswertes aus der Region kann z.B. bei Forstämtern erfragt werden.

Folgende Lernziele sollten beim Zeigen und Besprechen des Filmes im Vordergrund stehen:

  • Das Wecken von Interesse an Naturbeobachtungen.
  • Das Erlangen von Wissen über die Ernährung und das Verhalten der Wildschweine.
  • Das Erkennen von Übereinstimmungen zwischen Wild- und Hausschweinen.

  • Arbeitsblatt 1: Körperbau des Wildschweins

    Anpassung des Wildschweins an seine Lebensweise beschreiben. Merkmale von Wildschweinen und Hausschweinen tabellarisch vergleichen.

  • Arbeitsblatt 2: Wildschweine: Fortpflanzung und Entwicklung

    Fragen zur Fortpflanzung und Entwicklung der Wildschweine beantworten. Multiple Choice: Richtige Aussagen zu Frischlingen ankreuzen.

  • Arbeitsblatt 3: Wildschweine: Nahrung und Körperpflege

    Wortgitter zur Nahrung der Wildschweine lösen. Frage zur Trüffel-Suche beantworten. Anhand von zwei Bildern erklären, wie sich Wildschweine säubern.

  • Arbeitsblatt 4: Mensch und Wildschwein

    Mithilfe der Statistik erklären, wie sich die Wildschweinbestände von 1954 bis 2000 in Baden-Württemberg entwickelt haben. Fragen zu Schäden durch Wildschweine und zu Abwehrmaßnahmen beantworten.

  • Arbeitsblatt: Wildschweine: Verhalten und Nachwuchs

    Tierspuren anhand der Abbildung erkennen. Multiple Choice-Aussagen zum Verhalten von Wildschweinen. Lückentext zum Wildschwein-Nachwuchs vervollständigen. Stichworte: Rotte, Bache, Frischlinge.

  • Lösungen

    Lösungen der Arbeitsblätter 1-4 zum Film "Wildschweine".