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Sendungsinhalt: Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?

Wölfe breiten sich in Deutschland immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies heraus zu bekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer.

Mit Hilfe seiner Aufnahmen und einer Vielzahl von versteckten, automatisch filmenden Videofallen gelang erstmalig ein hautnaher Einblick in das Privatleben bei "Familie Wolf" im Herzen Deutschlands. Alle Aufnahmen stammen ausnahmslos aus der freien Natur. Kein Bild für diese Dokumentation wurde in einem Gehege oder mit zahmen Wölfen gedreht.

So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort. Das porträtierte Rudel um den Rüden ‚Leo’ hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich ungewöhnlich nah Autos und Spaziergängern näherten, wurden sie zu "Problemwölfen" erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland.

Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen? Der Film begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren.

Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt "Familie Wolf" eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schieflaufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?

Kapitelübersicht:

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Wolfsrudel in Deutschland

00:00 – 08:02

Mitten im Herzen von Deutschland leben wieder Wölfe. Rudelführer Leo ist aus der ostdeutschen Lausitz nach Niedersachsen weitergezogen. Zusammen mit Wölfin Clea gründet er hier 2012 eine Familie. Der Tierfilmer Sebastian Koerner schafft es mit viel Geduld, das Rudel über Jahre zu begleiten.

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Ständiger Kontakt zu den Menschen

08:02 – 11:26

Das Wolfsrudel hat sich ein ungewöhnliches Zuhause ausgesucht: den Truppenübungsplatz Munster. Hier kommen die Tiere fast täglich in Kontakt mit Menschen, mit deren Geräten und Fahrzeugen. So viel Unruhe herrscht nur selten an den Treffpunkten von Wölfen. Die jungen Welpen gewöhnen sich dadurch schon früh an die Nähe zu Menschen.

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Die Sprache der Wölfe

11:26 – 15:10

Oft passen die älteren Geschwister auf die jüngeren Welpen auf. Dabei akzeptiert der Nachwuchs die Autorität der Alttiere bedingungslos und zeigt dies auch mit der Körpersprache. Den größten Respekt genießt der Leitwolf. Kämpfe um die Rangordnung gibt es in Freiheit nicht.

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Die "Problemwölfe" Punkti und Kurti

15:10 – 21:45

Zwei Wölfe aus dem Rudel sorgen ab 2015 dafür, dass die ganze Sippschaft in Verruf gerät: "Punkti" und "Kurti" nähern sich mehrfach den Menschen, treiben sich in Wohnvierteln herum und stoppen Spaziergänger und Autos. Von nun an gelten sie als "Problemwölfe" und als Gefahr für den Menschen. Punkti kommt bei einem Autounfall ums Leben, Kurti wird von einem Scharfschützen der Polizei gezielt getötet.

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Ursachenforschung und Lösungsversuche

21:45 – Ende

Doch warum wurden die beiden auffällig? Zum einen war es sicher die dauerhafte Nähe zum Truppenübungsplatz, durch die die Wölfe ihre Scheu verloren. Zum zweiten deutet einiges darauf hin, dass die Welpen aus Punktis und Kurtis Jahrgang von Menschen gefüttert wurden. Erst dadurch wurden die Menschen offenbar für sie interessant. Mit den anderen Wölfen aus dem Rudel von Munster gab es bis heute nie Probleme.