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Sendungsinhalt: Mittelmeer am Oberrhein - Naturparadies zwischen Kaiserstuhl und Vogesen

Vögel in den Farben des Regenbogens graben Bruthöhlen, Echsen in leuchtendem Grün machen Jagd auf Insekten und exotisch anmutende Orchideen entfalten ihre ganze Pracht - doch dieser Naturfilm spielt nicht in den Tropen sondern direkt vor unserer Haustür am südlichen Oberrhein. Auf dieser Wärmeinsel hat sich mediterranes Leben erhalten, eine offene Kulturlandschaft mit Trockenrasen, Weinbergen und Hohlwegen. Diese einmaligen Lebensgemeinschaften sind gefährdet, Veränderungen in der Landwirtschaft bedrohen ihre Existenz. Doch es gibt auch positive Ansätze, die das Miteinander von Natur und Menschen ermöglichen.

Mittelmeer am Oberrhein

Kapitelübersicht:

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Der Kaiserstuhl - eine vielfältige Kulturlandschaft

00:00 – 04:40

Direkt vor unserer Haustüre liegt eine mediterran anmutende Landschaft voller exotischer Blumen und Tiere: Der Kaiserstuhl mit seinen Küchenschellen, Schlüsselblumen und Orchideen. Eine Kulturlandschaft, deren typische Terrassen für den Weinbau angelegt wurden. Mauereidechsen finden ein Zuhause zwischen den Steinen eines Walls. Und sogar die Smaragdeidechse, die vor 8000 Jahren in einer Warmzeit vom Mittelmeer her einwanderte, konnte hier wegen des günstigen Klimas überleben, als es wieder kälter wurde.

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Lebensraum Hohlweg

04:40 – 08:14

Zum Landschaftsbild des Kaiserstuhls gehören auch die Hohlwege. Das sind tiefe Schneisen im Löss - Flugstaub, den Winde vor Jahrmillionen hierher wehten. Kalk verfestigte diesen Staub zu lockerem Gestein. Wo Mensch und Vieh Karren zogen, entstanden Hohlwege. Die Lösssteilwände bieten Windröschen, Brennnessel, Löwenzahn und Kohlmeisen einen Lebensraum. Wenn der Mensch nicht eingreift, erobert Gebüsch und schließlich der Wald diesen Standort.

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Füchse

08:14 – 10:27

In einem verlassenen Dachsbau hat eine Fähe ihre Jungen zur Welt gebracht. Im Spiel lernen die jungen Füchse was sie zum Überleben brauchen. Füchse leben oft in der Nähe des Menschen, und bleiben doch meist unbemerkt. Weil sie Tollwut und Fuchsbandwurm übertragen können werden sie vom Menschen gejagt.

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Trockenrasen

10:27 – 13:58

Der Trockenrasen ist der Lebensraum einer einzigartigen Lebensgemeinschaft von Tieren und Pflanzen aus dem Mittelmeerraum, den Steppen des Ostens, und mitteleuropäischen Arten. So findet man dort zum Beispiel viele Orchideenarten, wie das Affenknabenkraut. Ihren Namen haben diese Blumen erhalten, weil ihre Blüten die Gestalt kleiner, hüpfender Affen haben.

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Baumeister im Hohlweg

13:58 – 17:54

Bienenfresser brüten eigentlich am Mittelmeer, doch auch am Kaiserstuhl kann man sie finden. Ihr Federkleid ist so farbenfroh, dass man sie für tropische Vögel halten könnte. Ihre Bruthöhle besteht aus einem 2 Meter tiefen Gang, den die Weibchen in den Löss graben. Auch die Schornsteinwespen bauen ihre Nester im Löss. Gebogene Röhren an geschützter Stelle unter dem Lössüberhang sind die Eingänge zu ihrer Stadt.

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Sommer und Naturschutz in den Trockenrasen

17:54 – 22:02

Im Sommer wird es heiß im Trockenrasen. Auf bis zu 70 Grad wärmt die Sonne den Boden auf. Deshalb flüchten sich die Zebraschnecken an Halmen nach oben und verschließen ihre Häuser mit einem Häutchen aus Schleim. Die Wärme hat auch das Gelege einer Smaragdeidechse ausgebrütet und der Nachwuchs schlüpft nun. Die Landschaft zwischen Kaiserstuhl und Vogesen wäre bewaldet, würde der Mensch nicht regulierend eingreifen. An biologisch wertvollen Flächen mähen Naturschützer die Wiesen, um die Kulturlandschaft zu erhalten.

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Die Gottesanbeterin

22:02 – 26:09

Am Oberrhein leben auch Gottesanbeterinnen - ein Relikt der Warmzeit. Sie lauern auf Beute und greifen sie mit ihren Fangbeinen. Das Opfer wird bei lebendigem Leib gefressen. Bei der Paarung müssen die Männchen, die kleiner und dünner als die Weibchen sind, vorsichtig zu Werke gehen, damit sie nicht gefressen werden. Erst wenn sie ihm den Rücken zudreht, ist er als Partner akzeptiert.

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Zeit des Abschieds

26:09 – Ende

Im Spätsommer ist die Zeit des Abschieds: Die Jungen der Bienenfresser sind fast flügge und die Vögel ziehen weiter nach Afrika. Auch die Schmetterlinge werden bald ihren Lebenszyklus vollendet haben und sterben. Aber im nächsten Frühling blüht es wieder auf – das mediterrane Leben am südlichen Oberrhein.