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Filminhalt: Grundwasser – Leben aus der Tiefe

Im Oberrheintal gibt es einen unbekannten Schatz: das größte Grundwasserreservoir Europas. Wie ein unsichtbarer Fluss bewegt es sich langsam nordwärts, an manchen Stellen nur einen Meter unter der Oberfläche. Dieser Grundwasserstrom speist und vernetzt Feuchtgebiete von einzigartiger Schönheit, voller seltener Pflanzen und Tiere.

Der preisgekrönte Unterwasserkameramann Serge Dumont zeigt diese unbekannte Welt in atemberaubenden Bildern. Er kommt den Bewohnern dieser Biotope so nah wie kein Tierfilmer vor ihm. Hechte und Haubentaucher gehen direkt vor seiner Kamera auf die Jagd. Bislang nie beobachtete Verhaltensweisen von Fischen wie Vögeln konnte er festhalten.

Alle Feuchtgebiete im Oberrheintal verdanken ihre Existenz dem Zufluss an schadstofffreiem Grundwasser. Doch der übermäßige Einsatz von Düngemitteln belastet es zunehmend. „Grundwasser – Leben aus der Tiefe“ zeigt, welche Artenvielfalt sauberem Grundwasser zu verdanken ist. Und wie wichtig es ist, es zu schützen.

Filmskript: Grundwasser – Leben aus der Tiefe

Lebensquelle Grundwasser

Kapitelübersicht:

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Ein Donnerloch im Oberrheintal

00:00 – 05:07

Grundwasser schafft ganz besondere Lebensräume und verbindet sie miteinander. Im Oberrheintal befinden sich „Donnerlöcher“: Hier sprudelt Grundwasser aus der Erde und füllt Weiher, deren Wasser konstant 11° C warm ist. Im Frühjahr umtanzen dort Hechtmännchen ein Hechtweibchen. Wenn das Weibchen die Eier entlässt, geben die Männchen ihre Samen dazu.

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Vom Regenwasser zum Grundwasser

05:07 – 08:58

Das Oberrheintal ist auf beiden Seiten von Bergen umgeben, dem Schwarzwald und den Vogesen. In den Bergen sammelt sich Regenwasser in kleinen Bächen. Sie sind so sauber, dass sogar Steinkrebse, Elritzen und Forellen in ihnen leben. Aus Bächen werden Flüsse, die in den Rhein münden. Doch ein Teil des Regenwassers versickert und fließt unterirdisch ins Rheintal, wo sich das größte Grundwasserreservoir Europas gebildet hat. An Stellen, an denen der darüber liegende Boden locker ist, drängt das Grundwasser nach oben und bildet Weiher.

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Stichlinge, Döbel und Hechte

08:58 – 11:17

Stichlinge brüten neben den Unterwasserquellen. Ein Döbel schwimmt zur Quelle und hält dort ganz still um nicht von den Hechten entdeckt zu werden.

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Die intensive Landwirtschaft gefährdet das Grundwasser

11:17 – 12:50

Um den Grundwasser-Weiher herum entsteht ein kleines Stückchen artenreicher Wildnis inmitten von Feldern. Deren Bewirtschaftung mit Unkraut-Vernichtern, Insektiziden und Dünger bedroht das Grundwasser und ist auch eine Gefahr für das Trinkwasser, das aus dem Grundwasser gewonnen wird. Schadstoffe, die ins Grundwasser gelangen verbreiten sich weiter und belasten die Feuchtgebiete. In der Folge bilden sich Algen.

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Leben im Ried

12:50 – 16:06

In nicht bewirtschafteten feuchten Senken bildet sich das Ried mit Seen, Schilfgürteln und Feuchtwiesen. Dort nisten Brachvögel. Bei Nacht werden Frösche und Unken aktiv und versuchen durch Quaken eine Partnerin anzulocken. Dabei passiert es auch, dass ein Frosch von einer Ringelnatter verschlungen wird.

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Auf dem Grund der Baggerseen

16:06 – 19:11

Baggerseen füllen sich mit Grundwasser und lassen neue Feuchtgebiete entstehen. Im Grundwasserstrom wachsen Pflanzen und Tiere. Auf dem Grund ernähren sich Zersetzer - Zuckmücken-Larven, Plattwürmer, Tubifex-Würmer und Flohkrebse - von abgestorbenen Pflanzen und toten Tieren. Dabei verbrauchen sie Sauerstoff. Ist der Sauerstoff verbraucht, gibt das Wasser Eisenverbindungen frei, die den Grund orange färben, und es entstehen weiße Bakterienrasen. Ab dem Herbst gelangt wieder sauerstoffreiches Wasser in die Tiefe, und Krebse und Fische kehren zurück.

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Ein Haubentaucher lernt das Jagen

19:11 – 22:23

In den flacheren Zonen des Baggersees lernt ein Haubentaucher Fische zu jagen. Er kann eine Minute unter Wasser bleiben.

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Der Rhein als Schifffahrtsstraße und die alten Rheinarme

22:23 – 25:11

Der Rhein wurde im 19. Jahrhundert zum Schifffahrtskanal umgebaut. An der Stelle der früheren Fluss-Schleifen sind heute Felder und Städte. In der Unterwassersteppe des Rheins gibt es nur wenige Pflanzen und Fischarten. Welse werden bis zu 3 Meter lang. Grundeln sind über Kanäle aus Osteuropa eingewandert. Die wenigen übriggebliebenen Rheinarme werden durch Grundwasser erhalten. In den Strömungen paaren sich Bachneunaugen.

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Libellen können tauchen

25:11 – Ende

An der Oberflächen der Rheinarme leben Libellen, die sauberes Wasser brauchen um sich fortzupflanzen. Je nach Libellenart werden die Eier ins Wasser geworfen, an Pflanzen befestigt oder sogar in Pflanzenstängel unter Wasser eingelagert. Dazu taucht das Becherjungfer-Weibchen bis zu zwei Meter tief. Danach wird das nasse Weibchen von einem Männchen von der Wasseroberfläche gerettet. All dieses Leben wird durch das Grundwasser möglich, das im Rheintal an manchen Stellen ans Tageslicht tritt.