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Beispielhafter Unterrichtsverlauf (Filme)

  • Gnom (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

Die Zauberwelt des kleinen Gnom

Kinder im Grundschulalter lieben Märchen und Fantasiegestalten und sind bereit, sich in ihre Welt einzufühlen. Jérôme, der kleine Gnom, und die sprechenden Tiere sind Schlüssel zu dieser Zauberwelt. Sie bieten einen Anreiz, die Fantasiewelt Frankreichs, Deutschlands und weiterer Länder, zum Beispiel die der Herkunftsländer heutiger Grundschüler, zu betrachten. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene traditionelle Welten der Märchen und Sagen kennen, Gemeinsamkeiten zu finden und Unterschiede zu akzeptieren. Diese Zauberwelt bietet eine Fülle von Anregungen für die musischen Fächer, zu fächerverbindenden Themen, Projekten oder zum Beispiel zu Schulfesten.

Um die Sendereihe erfolgreich einzusetzen, werden einige formale und medienpädagogische Gesichtspunkte berücksichtigt.

Formale Schritte

  • Die Sendungen stehen den Lehrkräften der Schule online oder als DVDs zur Verfügung (selbst aufgenommen oder beim Landesmedienzentrum erworben)
  • Terminabsprache im Kollegium um die Verfügbarkeit des Fernsehgerätes zu bestimmten Zeiten zu garantieren, sei es im Medienraum oder in der Klasse.
  • Die Handhabung der Technik sollte geläufig sein.
  • Planung von ausreichend Zeit
  • Genaue Kenntnis der ausgewählten Episode
  • Auswahl von Redemitteln und Wortschatz zur näheren Bearbeitung

Betrachten des Films

  • Die Klasse sieht den ganzen Film gemeinsam an. Die erste Begegnung mit einem Abenteuer wirkt als abgerundete Geschichte auf die Kinder. Das Sprachbad des Films wird durch die szenische Darstellung unterstützt. Die Kinder konzentrieren sich auf die Handlung und berichten im Anschluss, was sie gesehen haben. Dies geschieht in der Regel in der Muttersprache.
  • Die Lehrkraft bestätigt die kindlichen Beobachtungen, wiederholt sie auf Französisch / bzw. Deutsch und setzt zum besseren Verständnis parasprachliche Elemente wie Mimik und Gestik ein.

Festigung

  • Bild des Handlungsortes Wohnwagen oder der Gegend zum Anmalen, als Suchbild, als Anmaldiktat ... Durch diese Fixierung behalten die Kinder den Handlungsablauf nachhaltig.

Aufgreifen und Wiederholung der Handlung

  • Die Lehrkraft merkt, wo die Kinder den größten Erinnerungsschwerpunkt legen, diese Stelle wird noch einmal angesehen.
  • Die Kinder berichten, welche Ausdrücke sie verstanden haben.

Einsatz von Schrift

  • Die bekannten Redewendungen werden schriftlich fixiert, eventuell in Form von Sprechblasen, als Dialog, als "Purzelsatz", im Wörtersack etc.
  • Die Kinder bekommen die korrekte Vorlage durch den Lehrer. Sie arbeiten anschließend mit dem schriftlichen Material durch Richtigstellen, Einfügen, Zuordnen, Lesen.
  • Die Lehrkraft überprüft den richtigen Umgang mit dem Schriftbild.

Auswahl einer Szene mit Handlung und Dialog

  • Die Kinder schauen und hören besonders aufmerksam, denn anschließend dürfen sie in die Rolle der Filmfiguren schlüpfen und die Rollen spielen und dazu reden.
  • Ein passender Gegenstand hilft bei der Identifikation mit einer der Filmfiguren. Nachspielen einer oder mehrerer Szenen.
  • Einige Kinder sprechen frei nach, andere brauchen Unterstützung durch die Lehrkraft oder ein Kind als "Souffleur".
  • Auch nonverbale Kommunikationsmittel werden eingesetzt.

Alternativen oder Ergänzungen

  • "Synchronisation" - Schüler übernehmen Teile der Sprechrolle einer Filmfigur, während der Film ohne Ton läuft.
  • Schüler spielen eine ausgewählte Szene mit Plüschtieren und einer Puppe als "Jerôme".
  • Transfer einer Szene in eine Alltagssituation.

Vertiefende Arbeit

  • Frage- und Antwortspiel zur Handlung oder zum Schauplatz, innerhalb oder außerhalb des Wohnwagens, zum Beispiel:
    Suchspiel: Im Wohnwagen: Où est ... sous ... sur ... dans ... / Wo ist ... unter ... auf ... in ...
  • Kennen lernen der Gegend durch kindgerechtes Bildmaterial, zum Beispiel einer Landkarte mit Bildern der neuen Freunde und typischen Symbolen
  • Einsatz weiterer Arbeitsblätter
  • Einsatz der CD-ROM
  • Alle Formen der Freiarbeit

Neuer Wortschatz

  • Die Kinder der Grundschule werden ganzheitlich durch das Sprachbad des Films, Spiel, Rätsel, CD- ROM, Arbeitsblätter, Schreib- und Lesematerial an die neuen Strukturen herangeführt und gehen im Rahmen der Verstehensmethode mit dem neu erworbenen Wortschatz um. Ein analytischer Lehrgang ist nicht altersgemäß.
  • Erst Schüler der weiterführenden Schulen bekommen einen systematischen Zugang zur Sprache.

Zusammenfassung

  • Die Klasse schaut den Film noch einmal als Ganzes an. Wer möchte darf mitsprechen.
  • Die Schüler sehen sich den Film mit einer vorher formulierten Aufgabenstellung an.
  • Die Lösung dieser Aufgabe kann ggf. allein, als Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen.

Ziel

  • Die einzelnen Arbeitsschritte liegen zeitnah zusammen, müssen aber nicht nahtlos aufeinander folgen.
  • Die einzelnen Arbeitsschritte sind variabel, in jedem Fall soll aber die erste Präsentation der Sendung als Ganzes erfolgen.