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Sendungsinhalt: Ruhrkessel

  • Die Schwarzweiß-Aufnahme zeigt zwei amerikanische Soldaten, die als Scherz auf zwei kleine Sprengköpfe "Easter Eggs for Hitler" schreiben. "Ostereier für Hitler"-Geschützgranaten; Rechte: National Archive
  • Das Schwarzweiß-Foto zeigt Militärtransporter, die auf einer britischen Pontonbrücke den Rhein überqueren. Auf Behelfsbrücken über den Rhein; Rechte: National Archive

Im März 1945 stoßen Briten und Amerikaner in Richtung Rhein vor. Rees und Wesel werden zur Kampfzone. Von hier aus wollen die Alliierten den Norden des Ruhrgebiets abriegeln. Die Betriebe dort sind noch weitgehend erhalten. Doch Hitler befiehlt die Vernichtung aller Industrieanlagen, ohne Rücksicht auf die Zukunft.

Links des Rheins, in Bonn, Köln, Neuss und Krefeld versucht die amerikanische Militärregierung, Herr der Lage zu werden. Im Rheinland fallen die Nazi-Symbole. Von Remagen und Wesel aus beginnt der Vormarsch der Alliierten – die Einkesselung des Ruhrgebiets. Ostern 1945 ist das Revier fast vollständig umzingelt. 320.000 deutsche Soldaten und fünf Millionen Zivilisten sind eingeschlossen.

Mehr als 300.000 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter aus dem Ruhrgebiet sollen den Alliierten nicht in die Hände fallen. Russen, Ukrainer, Polen, Italiener, Franzosen und Niederländer werden vor der herannahenden Front hergetrieben. Wer nicht weiter kann, wird erschossen oder erschlagen. Die Alliierten geben den Befreiten die offizielle Bezeichnung "Displaced Persons": Verschleppte. Von Hunger geplagt plündern sie jetzt die eroberten Städte.