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Sendungsinhalt: Bangen und Hoffen

  • Eine Strasse gesäumt von Schuttbergen. Im Hintergrund einige Hausruinen. Wuppertal wurde 1943 durch Luftangriffe zerstört; Rechte: akg
  • Das Schwarzweiß-Foto zeigt US-Soldaten, die mit den Aufräumarbeiten in der Aachener Innenstadt beginnen. Hinter ihnen ein durchlöchertes Haus. Amerikanische Soldaten räumen auf in Aachen; Rechte: National Archive

Am 21. Oktober 1944 kapituliert Aachen. Die Amerikaner richten die erste Militärregierung in einer deutschen Stadt ein. Im Februar 1945 gelangen US-Truppen in die Rheinebene. Städte wie Düren oder Jülich sind zerstört und längst menschenleer. Viele Frauen und Kinder aus Aachen, dem Ruhrgebiet und Münster fliehen nach Ostwestfalen.

Währenddessen sollen im Ruhrgebiet Kinder und Alte lernen, mit Gewehr und Panzerfaust zu kämpfen. Das Ruhrgebiet ist das letzte im NS-Staat verbliebene Kohle- und Stahlrevier, das Herz der deutschen Wirtschaft und Waffenschmiede des Reiches. Wenn es fällt, ist der Krieg zu Ende. Jetzt holen die Alliierten zum tödlichen Schlag aus: Ruhrgebietsabriegelungsprogramm.

Das Leben der Ruhrgebietsbevölkerung spielt sich nur noch in den Bunkern ab. Anfang März 1945 sind oft an die 3500 Flugzeuge gleichzeitig über dem Ruhrgebiet. Sturmreif soll es gebombt werden. Rüstungsfabriken und Verkehrsanlagen, aber auch die Wohnviertel der Städte sind die Ziele. Am 12. März gehen allein auf Dortmund 4800 Tonnen Bomben nieder, das Stadtzentrum Dortmunds wird buchstäblich pulverisiert.