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Einsatz im Unterricht

Der Wunsch vieler Musiklehrer, dass sich Schülerinnen und Schüler mit klassischer Musik auseinandersetzen, ist bekanntlich ein nicht ganz einfach zu realisierender. Aus unserer Erfahrung heraus hat sich jedoch gezeigt, dass man mit einer Mischung aus medialen Elementen, einer hohen Schüleraktivität und den notwendigen Hintergrundinformationen die Schülerinnen und Schüler zu diesem Ziel motivieren kann. Der nachfolgende Navigator gibt einen kurzen Überblick über einen möglichen Einsatz der Materialien im Unterricht:

Stundenumfang 2-4 / Klassenstufe 7-10
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Musizieren
Musik hören
Musikalische Gundkenntnisse
Komponistenportrait
Schulinstrumentarium
Medieneinsatz
Fächerverbindung

Bildungsplan, Bildungsstandards, Kompetenzerwerb

Die nachfolgenden Leitgedanken zum Kompetenzerwerb sind dem Bildungsplan 2004 für Baden-Württemberg (Realschule) entnommen und für die angrenzenden Bundesländer inhaltlich vergleichbar:

  • Musik hören: Schüler/innen begegnen Musik vergangener Epochen, Kulturen und Stilrichtungen über Medien, Schule, Elternhaus, Konzerte oder über örtliche Musikgruppen …
  • Sich über Musik verständigen: Die Schülerinnen und Schüler erleben Musik im praktischen Handeln, sie hören Musik aufmerksam und differenziert, sie erfassen ihre charakteristischen Merkmale, sie erleben ihre spezifische Wirkung ...
  • Musik machen: Singen, Musizieren, … sind die zentralen Bereiche einer aktiven Musikausübung

Hinweise zu den Arbeitsblättern (Ziele und Einsatz)

  • Arbeitsblatt 1 thematisiert die relative Unbekanntheit von Max Bruch. Gerade aber in dieser Tatsache liegt eine Chance begründet, die die Schülerinnen und Schüler näher zum Komponisten führen kann. In der Regel befassen sich die Schülerinnen und Schüler im Musikunterricht mit den größten Genies der Komponistenzunft wie Bach oder Mozart. Max Bruch hingegen litt unter seiner wenig ausgeprägten Popularität und stand stets im Schatten seiner berühmten Kollegen. Über diesen persönlichen Wunsch, der von den Schülerinnen und Schülern durchaus nachvollzogen werden kann, ist ein weiterer Zugang zu der Auseinandersetzung mit Max Bruch zu finden.
  • Arbeitsblatt 2 bezieht sich auf den Konzertmitschnitt des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg unter der Leitung von Christoph Wyneken. Der Film bietet gegenüber einer bloßen CD-Aufnahme unter anderem den Vorteil, zumindest in Ansätzen den Charakter einer Konzertatmosphäre wiederzugeben. Das Arbeitsblatt wurde aus der Sicht des Konzertbesuchers (dessen Rolle die Schülerinnen und Schüler ja beim Betrachten des Films einnehmen) gestaltet: Der Besucher erhält ein Programmblatt mit allerlei Fachbegriffen (Name des Werkes, Satzbezeichnungen), die aber für den ungeübten Konzertgänger oftmals eher zur weiteren Verwirrung statt Erhellung beitragen. Ziel ist es, exemplarisch am Beispiel der „Schottischen Fantasie“ die musikalischen Begriffe und Angaben zu klären und die Schülerinnen und Schüler dadurch zu „mündigen“ Konzertbesuchern zu machen. Auch die Rolle des Publikums als Teil eines Konzerts wird thematisiert.
  • Arbeitsblatt 4 hat zum Ziel, den Schülerinnen und Schülern einen Abriss über das Leben von Max Bruch zu geben. Im Sinne des vernetzten Lernens sollen sie dabei auch außermusikalische Ereignisse finden, die der Komponist seinerzeit erlebte. Dadurch fällt eine Gesamteinordnung und die Identifikation mit Max Bruch leichter.

Ausblicke zur Weiterarbeit:

Weitere gängige Satzbezeichnungen in italienischer Sprache den deutschen Übersetzungen und entsprechenden Hörbeispielen zuordnen lassen. Auch die Umkehrung der Vorgehensweise ist sinnvoll: Die Schüler hören Beispiele, beschreiben die Musik, suchen sich die italienischen Vortragsbezeichnungen heraus und vergleichen sie dann mit den Vorgaben durch den Komponisten.

Arbeitsblätter

  • Arbeitsblatt "Max Bruch - ein unbekannter Komonist"
  • Arbeitsblatt "Max Bruch: Violinkonzert Schottische Fantasie op. 46"
  • Arbeitsblatt "Spielt mit dem Orchester!"
  • Arbeitsblatt "Biographie / Geschehnisse im Leben"

Lösungen

Arbeitsblatt 1
1.„Sehr geehrter Herr Wyneken, liebes Landesjugendorchester Baden-Württemberg. Endlich einmal jemand mit Verstand und Weitblick, der meine Werke spielt. Schon lange hatte ich den Wunsch…“
2. Wyneken wollte etwas „Neues“ ausprobieren und nicht immer die gleichen Werke spielen, die das Publikum eh schon kennt.
Die solistischen Violinpassagen passen gut zu der Solistin Maria-Elisabeth Lott.
Das Werk ist einfach nur unbekannter als andere, aber von seiner Qualität genauso gut.
3. Max Bruch steht im Schatten anderer großer Komponisten.
Bruch war ein konservativer Komponist, der seine Auffassung von Musik als die einzig wahre verteidigte. Er ging deshalb nicht auf musikalische Neuerungen ein und hatte dadurch Erfolgseinbußen.
Er kritisierte seine Kollegen Richard Strauss und Max Reger sehr heftig und geriet dabei selbst ins Abseits.

Arbeitsblatt 2
1. Die solistischen Stellen der Violine wirken frei, spontan und virtuos. Beispiel: 3. und 5. Satz.
2. Die hohl klingenden Quinten erinnern an den Dudelsack, die Melodie der Violine an schottische Volkslieder.
3. die Harfe
4. Das Publikum verhält sich in der Pause nach dem 2. Satz ruhig. Nach dem 5. Satz ist auch das gesamte Werk zu Ende. Erst dann wird applaudiert. Einige Konzertbesucher begehen manchmal den Fehler, auch zwischen den Sätzen zu applaudieren. Diesist der falsche Ort und stört die Musiker in ihrer Konzentration.