zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Hintergrund Bali: Religion und Wirtschaft

Religion

  • Blumen, Früchte, Räucherstäbchen, ein Geldschein (Quelle: SWR) Opfergaben

Die indonesische Verfassung schreibt vor, dass sich jeder Bürger des Landes zu einer der fünf Weltreligionen bekennen muss. Er muss also entweder Muslim, Katholik, Protestant, Buddhist oder Hindu sein. 88% der Indonesier bekennen sich zum Islam, 9% sind Christen, 1% sind Anhänger des Buddhismus, und 1,8% gehören dem Hinduismus an. Die Letzteren leben fast ausschließlich auf Bali, wo der Hinduismus seit ungefähr 1200 Jahren beheimatet ist. Das ist eine Besonderheit, denn ansonsten gibt es ihn weltweit nur in Indien und Nepal als Hauptreligion. Bali trägt die Beinamen „Insel der Götter“ und „Insel der tausend Tempel“. Viele Dörfer haben davon drei. Während es sich bei manchen Tempeln nur um einfache Steinbauten handelt, gibt es doch viele, die prachtvoll ausgestattet sind und zu touristischen Sehenswürdigkeiten geworden sind, z.B. die Tempelanlage Besakih.Großfamilien besitzen einen eigenen Haustempel, in dem mehrmals am Tag Opfer dargebracht werden.Die Religion bestimmt einen großen Teil des Alltags des Balinesen, sei es die Herstellung der kunstvoll angerichteten täglichen Opfergaben, die Beschaffung des Wassers aus einer heiligen Quelle, die Metatah oder die aufwendigen Zeremonien zum Einäschern der Verstorbenen. Wie im Hinduismus üblich gibt as auch auf Bali das Kastenwesen. Die Angehörigen der drei Adelskasten machen ca. 10% der Inselbevölkerung aus, während die übrigen 90% zu Kaste der Handwerker und Bauern gehören. Die Kaste der Unberührbaren existiert auf Bali nicht.

Wirtschaftliches Leben

  • In einer kleinen Manufakturen werden Korbmöbel produziert. (Quelle: SWR) Handwerk

Das Wohl der balinesischen Bevölkerung steht auf zwei Säulen. Zum einen leben die Menschen von der Landwirtschaft und dem Kleinhandwerk, zum anderen ist in den letzten Jahrzehnten der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden.

Landwirtschaft

Fruchtbarer Vulkanboden und feuchtwarmes tropisches Klima ermöglichen den Anbau von Feldfrüchten das ganze Jahr über. Hauptsächlich wird Reis angepflanzt, wozu man an den Berghängen bewässerte Terrassen angelegt hat. Aber auch Obst und Gemüse, Tabak und Kaffee, Zuckerrohr und Kokosnüsse werden angebaut. Außerdem züchtet man Schweine und Rinder. Die Mehrheit der Balinesen ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Produziert wird hauptsächlich für den Eigenbedarf.

Kleinhandwerk

Der zunehmende Tourismus hat das Kunsthandwerk begünstigt. Kunstgegenstände aus Holz, Schildkrötenpanzern, Gold und Silber werden in Kleinbetrieben angefertigt, ebenso Webstoffe aus Gold- und Silberfäden und Seiden- und Baumwollstickerei.

Tourismus

Bali ist die Touristeninsel Indonesiens schlechthin. Ungefähr ein Fünftel aller Arbeitsplätze hängt vom Fremdenverkehr ab.

  • Reisterrassen an den Hängen des Vulkans Agung (Quelle: SWR)

    Reisterrassen an den Hängen des Vulkans Agung

  • Blonde Touristin im Liegestuhl am Meer. (Quelle: SWR)

    Tourismus