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Hintergrund Appenzell: Erwerbsquellen und Leben

Erwerbsquellen

  • Milch wird von einer Kanne in eine andere umgegossen (Quelle: SWR) Milch von der Alpe Soll
  • Runde Käselaibe im Holzregal (Quelle: SWR) Käseherstellung auf der Alpe

Dienstleistung

Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in Innerrhoden arbeitet im Bereich der Dienstleistung, nämlich 52,6%. Einen nicht unerheblichen Beitrag dazu liefert die Tourismusbranche, denn im Firmenregister des Kantons werden viele Hotels und Gastronomiebetriebe aufgeführt.

Industrie

Ungefähr ein Drittel der Erwerbstätigen findet in der Industrie ihr Auskommen, derzeit 31,2%. Es handelt sich hier um kleine bis mittelständische Betriebe.

Landwirtschaft

In der Landwirtschaft sind 16,2% der arbeitenden Bevölkerung beschäftigt. Landwirtschaft in Innerrhoden heißt Milchwirtschaft. In bäuerlichen Betrieben werden Kühe und Ziegen gehalten und gezüchtet, die Milch wird vermarktet und in der Appenzeller Milch AG weiterverarbeitet. Dazu ein Hinweis zum Film: Auf der Lieferantenliste der Appenzeller Milch AG steht auch die Alpe Soll. Nur wenige Betriebe verarbeiten ihre Milch noch selbst, wie z. B. der Senn im Film, der in Eigenproduktion Appenzeller Käse herstellt.

Zukunftsorientierung

Auf der offiziellen Homepage des Appenzellerlandes bietet sich der Kanton Appenzell Innerrhoden als „attraktiver Unternehmensstandort und Wohnort mit vielfältigen Vorteilen“ an. Man möchte den kleinen Kanton wirtschaftlich aufwerten und neue Unternehmen anlocken.

Das Leben der Almbauern

  • Senn betrachtet Rinder (Quelle: SWR) Viehschau

Viehtrieb

Im Mai/Juni ziehen die Sennen mit ihrem Vieh auf die Alp. Dort verbringen sie mit den Tieren den Sommer, um im September wieder auf den Hof im Tal zurückzukehren. Die Alpfahrt, wie der Auftrieb im Appenzellerland genannt wird, ist immer ein großes Ereignis. Früh am Morgen setzt sich der Zug in Bewegung. Angeführt wird er von einem Jungen in Sennentracht, der eine Schar weißer Appenzeller Ziegen führt. Hinter den Ziegen geht ein Mädchen, das die Tiere antreibt. Dahinter schreitet der Senn mit dem hölzernen Fahreimer über der linken Schulter, hinter ihm folgen drei Kühe mit den großen, wohlklingenden Senntumsschellen. Anschließend kommen vier Sennen – drei in Sonntagstracht, einer in Volltracht – und führen die Herde an. Hinter der Herde geht der Besitzer der Tiere. Den klassischen Appenzeller Alpaufzug beschließt die „Lede“, ein Pferdefuhrwerk, auf dem alle über den Sommer benötigten Gerätschaften transportiert werden.

Früher und heute

Während früher der Senn des beschwerlichen Weges wegen den ganzen Sommer über auf der Alp gelebt hat, kann er heute auf komfortablen Fahrstraßen seine Milch täglich mit dem Auto zu Tal in die Molkerei bringen. Deshalb ist es auch nicht mehr unbedingt erforderlich, die verderbliche Milch an Ort und Stelle zu Butter und Käse zu verarbeiten, um sie zu konservieren. Nur wenige traditionelle Betriebe stellen ihren Käse noch direkt auf der Alp her. Obwohl auch auf den Alpen die Technik Einzug gehalten hat, so wird dennoch das Brauchtum gepflegt, und alte Traditionen werden erhalten und weitergegeben.

Viehschau

Nach der Alpabfahrt im Spätjahr werden in Oberegg und in Appenzell die kantonalen Viehschauen abgehalten. Die Bauern treiben ihr Vieh auf den Brauereiplatz, wo im Rahmen eines Volksfestes die besten Tiere prämiert werden. In allen Veranstaltungskalender wird die Viehschau als eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres ausgewiesen.

  • Sennen in Trachten  führen ihre Rinder auf die Alm (Quelle: SWR)

    Alpauftrieb im Juni

  • Sennen in Trachten  führen ihre Rinder zur Viehschau (Quelle: SWR)

    Alpabtrieb im September