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Die Revolution von 1848

Die Kluft zwischen Arm und Reich blieb auch nach dem Mittelalter sehr groß. Viele Menschen hungerten. Wer krank war, konnte sich meistens keinen Arzt leisten, und die Kinder mussten von klein auf mithelfen, die Familie zu ernähren. Die Fürsten und Könige regierten wie es ihnen gefiel und trafen willkürlich ihre Entscheidungen. Was ihr Volk wollte, interessierte sie meist nicht so sehr.

Immer mehr Menschen beschlossen, sich gegen diese Missstände zu wehren. Man nannte sie Revolutionäre. Sie wollten Demokratie, das heißt einen Staat, in dem alle Bürger mitbestimmen können. Außerdem forderten sie ein geeintes deutsches Land, das nicht mehr in viele kleine Fürstentümer zersplittert war.

Im Mai 1848 traf sich eine Versammlung der Revolutionäre in Frankfurt. Hier überlegten sie gemeinsam wie der neue Staat aussehen sollte. Sie gründeten das erste deutsche Parlament: die Vertretung des Volkes.

Den mächtigen Fürsten gefiel all das ganz und gar nicht, weil sie nichts von ihrer Macht abgeben wollten. Sie schlugen den anfangs friedlichen Aufstand blutig nieder. Viele der Revolutionäre wurden getötet oder flüchteten nach Amerika.

Aber trotz der gescheiterten Revolution, ließen sich die demokratischen Ideen nicht mehr ganz aus der Welt schaffen. Zögernd begannen die Herrscher, zumindest einige Bürger an der Regierung zu beteiligen. 1871 wurden die deutschen Fürstentümer unter dem Namen "Deutsches Reich" zu einem Kaiserreich geeint. Allerdings wollten die Herrscher auf keinen Fall eine Demokratie zulassen, in der alle mitbestimmen konnten.

  • Nachempfundenes Plakat"Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" forderten die Revolutionäre.
  • Frankfurter PaulskircheIn der Frankfurter Paulskirche trafen sich die Revolutionäre.
  • ParlamentsversammlungVolksversammlung in der Paulskirche
  • Die 48er RevolutionMenschenmassen mit Deutschlandflaggen vor der Frankfurter Paulskirche.