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Sendungsinhalt: Die Kinder der Villa Emma

Von der Familie getrennt, in steter Angst entdeckt zu werden und weit vom ersehnten Palästina entfernt: Zwei Gruppen jüdischer Kinder aus Deutschland und Jugoslawien haben bei der Ankunft in der norditalienischen Provinz bereits einen langen Leidensweg hinter sich.

Umso beglückender ist für die jungen Flüchtlinge ihre Integration in das Dorfleben Nonantolas, vom bislang erlittenen Antisemitismus ist hier nichts zu spüren. Die Kinder sind - von den Behörden toleriert und den Bewohnern akzeptiert - in einer leeren Villa untergebracht. Schnell wecken sie das Interesse ihrer italienischen Altersgenossen; in den Interviews der Zeitzeugen ist von viel Zuneigung die Rede.

Fehlende Lebensmittel und Tuberkulose, vor allem aber die Besetzung Nord- und Mittelitaliens durch die Wehrmacht zeigen, wie zerbrechlich dieses Glück ist. Nahende SS-und Gestapo-Einheiten zwingen die Verantwortlichen zur Räumung der Villa. Nun springen Kirche und Dorfgemeinschaft ein. Die Zeitzeugen berichten, wie den Suchtrupps beherzt der Zugriff auf die versteckten Kinder verweigert wurde.

Schließlich beschafft die Gemeinde der Gruppe Papiere, die eine Flucht in die Schweiz ermöglichen. Bis auf Salomon, der von der Krankenstation deportiert wird, überleben alle Kinder der Villa Emma.

  • Eine Gruppe von Frauen und Kinder stehen dicht gedrängt beieinander.Die Deportation - hier nach Auschwitz-Birkenau - blieb den Kindern der Villa Emma erspart; Rechte: akg