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Sendungsinhalt: Auschwitz war auch meine Stadt

Auschwitz war auch meine Stadt

Kapitelübersicht:

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Beste Freunde

00:00 – 01:45

Karol Parcer lebt in der kleinen polnischen Stadt Oswiecim - zu deutsch: Auschwitz. Heute bekommt er Besuch von seinem Freund Josef Jakubowicz aus Deuschland. Die beiden sind früher zusammen in dem nahe liegenden Dorf Birkenau zur Schule gegangen. Karols Familie ist christlich und Josefs jüdisch, aber Religion spielt zwischen den beiden keine Rolle. Ihre Kindheit endet am 1. September 1939.

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Aus Oswiecim wird Auschwitz

01:45 – 03:45

Deutsche Truppen überschreiten die polnische Grenze und greifen die Stadt aus der Luft an. Am 4. September 1939 ist Oswiecim von den deutschen Truppen eingenommen. Die Stadt heißt jetzt Auschwitz, und der Marktplatz wird in "Adolf-Hitler-Platz" umbenannt. Der neu eingesetzte deutsche Bürgermeister lässt ein jüdisches Warenlager plündern - was viele Nachahmer findet. Alle Juden werden aufgefordert ihre Wertsachen abzugeben.

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Vorbereitungen für das Konzentrationslager

03:45 – 05:49

Im April 1940 befiehlt Reichsführer SS Heinrich Himmler in Auschwitz ein neues Konzentrationslager zu errichten: Alte Kasernen sollen umgebaut werden, um dort polnische politische Häftlinge unterzubringen. Karol kann mit seinen Eltern in eine Stadtwohnung flüchten, während viele Anwohner auf Lastern aus der Stadt gebracht werden. Josef wird mit anderen jüdischen Familien in der Altstadt eingeschlossen, sein Elternhaus abgerissen. Die SS-Offiziere, wie der Lagerkommandant Rudolf Höss, beziehen die besten Häuser der Gegend, die jetzt leer stehen.

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Eine Reise ins Unbekannte

05:49 – 07:22

Mit jüdischen Zwangsarbeitern baut die SS die Kasernen zu einem Konzentrationslager um. Unter ihnen der 14-jährige Josef. Als im Juni 1940 die ersten polnischen politischen Häftlinge eintreffen, werden die jüdischen Zwangsarbeiter in andere Arbeitslager verschleppt. Josef wird direkt von der Arbeit in einem Viehwagon abtransportiert - er darf sich vor seiner Abreise noch nicht einmal von seinen Eltern verabschieden.

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Vergast mit Zyklon B

07:22 – 10:09

In Auschwitz soll ein neues Chemiewerk für synthetischen Kautschuk und Kraftstoff entstehen - beides braucht die Kriegswirtschaft des Deutschen Reiches. Im Februar 1941 werden Tausende Häftlinge des Konzentrationlagers als Arbeitskräfte zum Bau der Fabrik abgestellt. Zu der Zeit werden alle Juden aus Auschwitz in Ghettos deportiert. Im September wird eine erste Probevergasung mit Zyklon B im Konzentrationslager durchgeführt und fast 850 Gefangene ermordet.

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Der Umbau der Stadt

10:09 – 13:21

Aus dem Dorf, in dem beide Jungen zur Schule gegangen sind, soll jetzt das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau werden und aus Oswiecim eine deutsche Musterstadt. Hans Stosberg, der die Umbaumaßnahmen leitet, wird nach dem Krieg einer der Hauptplaner beim Wiederaufbau Hannovers. Die Gefangenen werden unter furchtbaren Bedingungen zu harter Arbeit gezwungen. Mitleid zu zeigen oder den Opfern zu helfen, ist gefährlich: Die Gestapo verhört Menschen, die Gefangenen Essen gegeben oder zur Flucht verholfen haben, mit grausamen Methoden. Viele Verhöre enden mit einem Todesurteil.

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Ein hoher Preis

13:21 – 16:43

Die kaufmännische Angestellte Johanna Scherzberg ist eine der ersten Frauen, die zum Aufbau der neuen Fabrik nach Auschwitz kommt. Sie erinnert sich noch genau an den Tag ihrer Ankunft. Der Bau der neuen Fabrik kostet den IG Farben-Konzern eine halbe Milliarde Reichsmark und Tausenden Zwangsarbeitern das Leben, weil sie bis zur vollkommenen Erschöpfung arbeiten mussten. Im Oktober 1942 wird für die Zwangsarbeiter der IG Farben ein eigenes KZ auf dem Werksgelände eingerichtet.

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Liquidierung der Ghettos

16:43 – 20:00

Das Dorf Birkenau ist inzwischen ein Vernichtungslager geworden. Auf der Wannseekonferenz am 20.Januar 1942 wird die Vernichtung aller Juden in Europa organisiert. In der ersten Augustwoche 1943 werden die Ghettos Sosnowicz und Bensburg liquidiert. Die noch arbeitsfähigen Auschwitzer Juden werden aussortiert - die meisten allerdings im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Den SS-Angestellten bietet man Theater- und Tanzveranstaltungen. Die Stadt Auschwitz wächst in dieser Zeit. Bis 1943 ziehen rund 7000 Deutsche nach Polen, um für die I. Farben zu arbeiten.

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Leichengeruch in der Luft

20:00 – 25:24

Johanna Scherzberg erinnert sich noch gut an 1943: Wie viele Angestellte lebte sie in der neu errichteten Siedlung der IG Farben. Die jungen Leute genießen das Leben. Im selben Jahr bringen 174 Todeszüge über 200.000 Juden nach Birkenau. Nicht nur Juden, sondern auch nicht mehr arbeitsfähige Zwangsarbeiter des Konzerns werden hier getötet. Die polnischen Anwohner können sich noch heute genau an den Geruch der verbrennenden Leichen in Birkenau erinnern. Johanna Scherzberg nicht.

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Abschied nehmen am Ort des Grauens

25:24 – 26:47

Josef will heute das ehemalige Gelände von Auschwitz-Birkenau besuchen und Abschied nehmen: Abschied nehmen von dem Ort, an dem seine Eltern, seine Schwester, Nichten und Neffen ermordet wurden.

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Die Befreiung

26:47 – Ende

Im letzten Kriegsjahr bombadieren die Alliierten Auschwitz und die IG Farben-Fabrik. Die Deutschen verlassen Auschwitz, darunter auch Johanna Scherzberg, die noch heute sagt, dass dies die schönste Zeit ihres Lebens gewesen sei. Am 27. Januar 1945 befreien sowjetische Truppen das Lager. Auch Josef wird von englischen Soldaten aus Bergen-Belsen befreit. Er hat sich nie vorstellen können, jemals in seine Heimat Auschwitz zurück zu kehren. Heute ist er zu Besuch und verabschiedet sich von seinem alten Freund Karol.