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Filminhalt: Johannes Kepler und die moderne Astronomie

Vor 400 Jahren machte er sich auf, die Geheimnisse des Universums zu entschlüsseln und war seiner Zeit weit voraus: der Astronom Johannes Kepler. Der Film erzählt, wie sich Kepler in Zeiten von Krieg, Verfolgung, Chaos und Aberglaube der Wissenschaft verschrieb und das Weltbild revolutionierte.

Keplers Weg zum Erfolg war steinig. Im Jahr 1600 wurde der Protestant aus dem katholischen Graz vertrieben, wo er Mathematik unterrichtete. Schutz fand er in Prag am Hof von Kaiser Rudolf II.; der dänische Astronom und kaiserliche Hofmathematiker Tycho Brahe nahm Kepler dort in sein Forschungsteam auf. Brahe war der bedeutendste Astronom seiner Zeit, doch Kepler begnügte sich nicht damit, Brahe zuzuarbeiten: Er konfrontierte Brahe mit seinen eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen und zog den Zorn seines Mentors auf sich. Als Brahe überraschend starb, wurde Kepler sein Nachfolger als „kaiserlicher Hofastronom“. Kepler wollte seine Forschungsergebnisse und neuen Erkenntnisse mit den damals gängigen Vorstellungen vom Kosmos in Einklang bringen. Dabei musste er jahrhundertealte Dogmen über Bord werfen, vor allem die Vorstellung von der Erde als Mittelpunkt des Universums. Nach und nach entwickelte er eine völlig neue Kosmologie, die Planeten erstmals als Körper beschrieb, die nach universellen Gesetzen um die Sonne kreisen. Ein jahrelanger Erkenntnisprozess in einer Zeit sozialer und politischer Umwälzungen...

Filmskript: Johannes Kepler und die moderne Astronomie

Johannes Kepler und die moderne Astronomie

Kapitelübersicht:

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Verschiedene Weltbilder: Brahe und Kepler

00:00 – 07:54

Im Jahr 1600 muss der Astronom und Protestant Johannes Kepler mit seiner Frau aus dem katholischen Graz fliehen - in einer Zeit, in der Kriege, die Pest und Hungersnöte in Europa wüten und der Alltag von Hexenverfolgungen und Religionskriegen geprägt ist. Es ist aber auch eine Zeit, in der die Menschen die Wissenschaft entdecken. Daher ruft der berühmte Astronom und Mathematiker Tycho Brahe Johannes Kepler an den Hof des römisch-deutschen Kaisers Rudolf II. in Prag. Dort soll der junge Mathematiker zusammen mit Brahe das „Tychonische Weltbild“ beweisen. Doch Kepler hat anderes im Sinn: Im Gegensatz zu Brahe sieht er nicht die Erde im Zentrum, sondern unterstützt die Theorie von Nikolaus Kopernikus. Der ging davon aus, dass alle Planeten nur um die Sonne kreisen.

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Keplers Chance: Hofmathematiker des Kaisers

07:54 – 16:51

Mit der Berufung von Johannes Kepler an den Prager Hof entstehen Rivalitäten zwischen den Wissenschaftlern, die für Tycho Brahe arbeiten. Keplers ärgster Widersacher ist der Astronom Frans Tengnagel, der das „Tychonische Weltbild“ verteidigt. In seinem Assistenten Matthias Seiffart findet Kepler jedoch einen engen Vertrauten, der seine Leidenschaft für die Astronomie und seine Zweifel teilt. Obwohl Brahe Kepler misstraut, hofft er, dass Kepler mit seinen mathematischen Fähigkeiten seine eigene - Tychonische - Theorie beweisen wird. Von Kaiser Rudolf II. erhalten sie den Auftrag ein Astronomisches Tafelwerk zu erstellen, die „Rudolfinischen Tafeln“. Doch dann stirbt Tycho Brahe überraschend.

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Das Erste und Zweite Keplersche Gesetz

16:51 – 22:36

Kepler wird Brahes Nachfolger am Prager Hof. Die Laufbahn des Mars gibt ihm und seinem Assistenten Seiffart immer wieder Rätsel auf. Die Berechnungen der Umlaufbahn des roten Planeten passen so gar nicht zu dem Weltbild von Tycho Brahe. Nach Jahren des Forschens findet Kepler endlich die Lösung: Die Marsbahn ist eine Ellipse! Aus dieser Erkenntnis heraus formuliert Kepler das „Erste Keplersche Gesetz“ (früher zweites Gesetz): Alle Planeten bewegen sich auf elliptischen Bahnen, die Sonne steht im Zentrum, nicht die Erde. Zuvor hatte Kepler das heute so genannte „Zweite Keplersche Gesetz“ entdeckt. Es findet Anwendung bei der Berechnung von Umlaufzeiten und Umlaufbahnen von Satelliten. Nach seiner Entdeckung wähnt sich Kepler in Hochstimmung. Doch es kommt wieder anders.

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Das Dritte Keplersche Gesetz

22:36 – Ende

Als Kepler dem Kaiser sein Werk die „Neue Astronomie“ vorstellen will, schwächelt dieser bereits. Sein Bruder Matthias will ihn entmachten und rückt mit seinen Truppen in Prag ein. Während in Prag die Kämpfe toben, stirbt Keplers Frau Barbara und ein Jahr später auch der entmachtete Kaiser Rudolf. Ohne Aussicht auf Arbeit beschließt Kepler mit seinem Assistenten und den Kindern nach Linz zu ziehen. Aber auch dort findet er kein dauerhaftes Glück. Die Wirren des Dreißigjährigen Kriegs zwingen ihn, immer wieder den Ort zu wechseln. Trotzdem arbeitet Kepler unbeirrt weiter und veröffentlicht kurz vor seinem Tod das Werk „Die Weltharmonik“, die das „Dritte Keplersche Gesetz“ enthält. Der Ruhm für seine wissenschaftlich bis heute relevanten Theorien bleibt ihm zu Lebzeiten verwehrt.