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Hintergrund: Jugoslawien

Junge trägt Foto eines Kämpfers (Quelle: Imago)

Pristina, Kosovo 2015. Bei einer Trauerfeier trägt ein Junge das Foto eines Kämpfers der inzwischen verbotenen Befreiungsarmee UÇK. (Quelle: Imago)

Ein brüchiger Frieden im ehemaligen Jugoslawien

Im Mai 2015 werden im mazedonischen Grenzort Kumanovo bei Gefechten zwischen Polizei und kosovarischen Kämpfern 22 Menschen getötet. Einige der Angreifer trugen Uniformen der aufgelösten Kosovo-Befreiungsarmee UÇK. In Pristina werden die Terroranschläge der UÇK von Tausenden Menschen verherrlicht und die getöteten UÇK-Kämpfer als „Märtyrer“ beigesetzt.

14 Jahre nach den Bürgerkriegen in Jugoslawien zeigt dieser Vorfall, wie instabil die Lage in den Nachfolgestaaten noch ist. Immer wieder kommt es zu blutigen Konflikten zwischen den Minderheiten. Die Region wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts von Eroberungszügen und machtpolitischen Konflikten heimgesucht.