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Chronik: Nahost

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

(Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)


Zeit vor Christus

2. Jh.
Nomaden aus dem Zweistromland und seefahrende Völker aus dem Mittelmeer wandern in das Land westlich des Jordan (Kanaan) ein und lassen sich hier nieder.

12. - 11. Jh.
Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den eingewanderten Hebräern/Israelitenund den Philistern.

1000 - 970
Königreich Davids mit Jerusalem als Hauptstadt.

965 - 926
König Salomon, der Sohn Davids, führt das israelitische Großreich zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte, lässt Jerusalem ausbauen und befestigen und den Jerusalemer Tempel errichten. Nach seinem Tod zerfällt das Großreich.

587
Eroberung Jerusalems durch babylonische Truppen. Zerstörung des Tempels. Verschleppung der jüdischen Oberschicht in die "Babylonische Gefangenschaft".

seit 538
Rückkehr der Juden nach Jerusalem und Wiederaufbau des Tempels.

6. - 2. Jh.
Herrschaft der Perser und Griechen. Verwaltung Jerusalems durch den Ältestenrat mit dem Hohepriester als höchster Autorität. Der Tempel wird zur jüdischen Pilgerstätte.

63
Besetzung durch die Römer: Palästina wird römische Provinz.


Zeit nach Christus

70 - 73
Jüdischer Aufstand gegen die Römer: Erneute Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch den römischen Feldherren Titus. Die westliche Stützmauer am Tempelberg gilt als Überrest des Tempels und wird von den Juden als Klagemauer verehrt.

135
Nach der Niederschlagung eines erneuten jüdischen Aufstands vertreiben die Römer die Juden und verbieten ihnen, Jerusalem zu betreten. Beginn des jüdischen Lebens in der Fremde (große Diaspora). Palästina wird offizieller Name der römischen Provinz, Jerusalem erhält den Namen Aelia Capitolina und wird eine heidnische Stadt.

ab 2. Jh.
Kleine Gruppen von Juden kehren nach Jerusalem und in sein Umland zurück.

313
Toleranzedikt Kaiser Konstantins ermöglicht offenes Praktizieren des christlichen Glaubens.

335
Bau der christlichen Grabes- bzw. Auferstehungskirche in Jerusalem. Das Christentum wird bestimmende Religion in Jerusalem.

634
Besiedlung Palästinas durch Araber moslemischen Glaubens.

638
Unblutige Eroberung Jerusalems durch den arabischen Kalifen Omar. Bau der Al-Aqsa-Moschee und des Felsendoms auf dem Tempelberg. Unter arabischer Herrschaft ist es Juden wieder erlaubt, in Jerusalem zu wohnen.

1099
Eroberung Jerusalems durch christliche Kreuzfahrer. Massaker an den jüdischen und moslemischen Einwohnern. Jerusalem wird königliche Hauptstadt. Der Felsendom wird zur christlichen Kirche, die Al-Aqsa-Moschee zum Palast.

1187
Der Feldherr Saladin erobert Jerusalem für den Islam zurück. Die heiligen Stätten auf dem Haram al-Scharif (Ehrwürdiges Heiligtum) werden wieder moslemisch.

1517 - 1918
Palästina steht unter osmanischer (türkischer) Herrschaft.

19. Jh.
Die europäischen Mächte, christlichen Kirchen und Konfessionen verstricken sich in KonkurrenzKämpfe um die Vorherrschaft in Jerusalem.

1882
Beginn der jüdischen Einwanderung nach Palästina.

29. - 31. Aug. 1897
Theodor Herzl, der Verfasser des Buches "Der Judenstaat. Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage", gründet auf dem ersten Zionistenkongress in Basel die zionistische Bewegung. Ihr Ziel ist die Errichtung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina.

1904
Zweite Einwanderungswelle nach Palästina mit dem Ziel, dort eine "jüdische Heimstatt" zu errichten.

1909
Gründung von Tel Aviv, der ersten rein jüdischen Stadt in Palästina.

1918
Britische Truppen besetzen Palästina.

1920 - 1948
Großbritannien ist im Auftrag des Völkerbunds Mandatsmacht für Palästina.

1929
Landesweite blutige Auseinandersetzungen zwischen Juden und Arabern, die durch Streit um Ansprüche an der Klagemauer ausgelöst werden. 249 Tote.

1936 - 1939
Arabischer Aufstand gegen britische Mandatsherren und jüdisch-zionistische Einwanderer. Großbritannien schlägt den Aufstand mit Hilfe der Zionisten nieder.

1933 - 1945
Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland: Neue Einwanderungswelle nach Palästina.

1946 - 1948
Gewaltsamer Kampf der zionistischen Untergrundarmee Haganah gegen die britische Mandatsmacht.

22. Juli 1946
Sprengstoffanschlag zionistischer Extremisten auf das King David-Hotel in Jerusalem, dem Sitz der britischen Mandatsverwaltung. 90 Tote.

2. April 1947
Großbritannien übergibt das Palästina-Problem den Vereinten Nationen (UNO).

29. Nov. 1947
Die UNO beschließt einen Plan zur Teilung Palästinas. Jerusalem soll international verwaltet werden.

1. Dez. 1947
Beginn von Kämpfen zwischen Juden und Palästinensern.

9. April 1948
Massaker der zionistisch-extremistischen Untergrundorganisationen Irgun und Lehi in dem palästinensischen Dorf Deir Yassin. Beginn einer Massenflucht von Palästinensern.

14. Mai 1948
Israelische Unabhängigkeitserklärung.

15. Mai 1948
Beginn des ersten Nahostkriegs. Bis zum Ende des Krieges: 726.000 palästinensische Flüchtlinge (Schätzung der UNO).

20. Juli 1949
Waffenstillstand: Westjordanland und Ost-Jerusalem fallen an Jordanien, der Gazastreifen fällt an Ägypten.

29. Juli – 6. Nov. 1956
Zweiter Nahostkrieg (Suezkrieg) zwischen Israel (verbündet mit Frankreich und Großbritannien) und Ägypten um die Kontrolle des Suezkanals: Die USA und die Sowjetunion erzwingen den Rückzug Israels und der Kolonialmächte.

1964
Gründung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).

5. - 11. Juni 1967
Dritter Nahostkrieg (Sechstagekrieg): Israel besetzt Gazastreifen, Sinai, Golanhöhen, Westjordanland, Ost-Jerusalem. Ost-Jerusalem wird von Israel erweitert und annektiert.

22. Nov. 1967
Der UN-Sicherheitsrat fordert in der Resolution 242 Israel auf, seine Truppen aus den besetzten Gebieten wieder abzuziehen. Israel lehnt dies ab und beginnt mit der Besiedlung der besetzten Gebiete.

1969
Jassir Arafat wird Vorsitzender der PLO und bleibt in diesem Amt bis zu seinem Tod im Jahre 2004.

6. – 24. Okt. 1973
Vierter Nahostkrieg (Yom Kippur-Krieg) um die besetzten Gebiete.

1979
Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten: Rückgabe des Sinai an Ägypten.

1980
Die Knesset erklärt Jerusalem zur ewigen ungeteilten Hauptstadt Israels. Die Staatengemeinschaft (UNO) erkennt Jerusalem als israelische Hauptstadt nicht an.

1982
Libanonfeldzug (Operation "Frieden für Galiläa") Israels unter Verteidigungsminister Ariel Scharon mit dem Ziel, die PLO zu zerschlagen. Israel hält den Süden des Libanon bis zum Jahr 2000 besetzt. Arafat und die PLO, die hier ihr Hauptquartier hatten, fliehen ins Exil nach Tunis.

1985
Israel bombardiert das PLO-Hauptquartier in Tunis.

1987 - 1993
Beginn eines palästinensischen Aufstands gegen die israelische Besatzung. Der Aufstand wird Intifada genannt. Gründung der palästinensischen islamischen Widerstandsbewegung Hama. In der ersten Intifada sterben 1214 Menschen: 1124 Palästinenser und 90 Israelis.

1988
Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) unter Führung von Jassir Arafat erklärt aus dem Exil auf den besetzten Gebieten den unabhängigen Staat Palästina mit Al-Quds (= Die Heilige, Ost-Jerusalem) als Hauptstadt.

1991
Nach Drohungen des Irak gegen Israel, der den Nachbarstaat Kuwait überfallen hat und besetzt hält, verfügt die israelische Regierung, dass Palästinenser Ost-Jerusalem nur noch mit einer Sondergenehmigung betreten dürfen.

13. Sept. 1993
Vertreter der PLO und Israels unterzeichnen in Washington die Prinzipienerklärung über vorübergehende Selbstverwaltung (Oslo I), die eine zukünftige Selbstverwaltung der Palästinenser beinhaltet, und vereinbaren Verhandlungen zur endgültigen Beilegung des Konfliktes.

25. Feb. 1994
Der Arzt Baruch Goldstein aus der jüdischen Siedlung Kiryat Arba erschießt in einer Moschee in Hebron 29 Palästinenser bei der Verrichtung ihres Gebetes. Bei den nachfolgenden Unruhen erschießt die Armee weitere 20 Palästinenser. Palästinensische Untergrundorganisationen kündigen Rache an.

6. / 13. April 1994
Bei Selbstmordanschlägen in Israel sterben 13 Menschen. Die Hamas übernimmt die Verantwortung für die Anschläge. Israel riegelt die besetzten Gebiete ab.

17. Mai 1994
Beginn der palästinensischen Selbstverwaltung in Teilen des Gazastreifens und des Westjordanlands sowie Gründung der Palästinensischen Autonomiebehörde.

14. Okt. 1994
Das Nobelpreiskomitee in Oslo gibt die Verleihung des Friedensnobelpreises an Israels Ministerpräsidenten Itzhak Rabin und Außenminister Schimon Peres sowie den PLO-Vorsitzenden Jassir Arafat bekannt.

19. Okt. 1994
Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus in Tel Aviv sterben 21 Israelis und ein Holländer. Die Hamas übernimmt die Verantwortung für den Anschlag. Israel riegelt das Westjordanland und den Gazastreifen erneut ab. Die PLO, die USA und die EU protestieren gegen die Abriegelung.

23. Jan. 1995
Ein Mitglied des palästinensischen Dschihad Islamiya verübt einen Sprengstoffanschlag in der Nähe der israelischen Stadt Netanja, bei dem der Attentäter und 19 Israelis sterben. Der israelische Regierungschef Rabin legt einen Plan zur Errichtung eines bewachten Sicherheitsstreifens zwischen Israel und den palästinensischen Territorien vor.

26. Okt. 1995
Der Begründer des Dschihad Islamiya, Fathi Schikaki, wird vom israelischen Geheimdienst auf Malta erschossen. Die Organisation droht mit Vergeltung.

4. Nov. 1995
Yigal Amir, ein fanatisch-religiöser jüdischer Student, ermordet den israelischen Ministerpräsidenten Itzhak Rabin. Der Täter sagt, er habe auf Geheiß Gottes gehandelt, um den Friedensprozess zu zerstören. Dem Mord war eine Kampagne extremistischer rechter Kreise gegen den "Verrat" der Regierung am jüdischen Volk vorausgegangen. Schimon Peres übernimmt die Amtsgeschäfte.

20. Jan. 1996
Palästinensische Wahlen: Der PLO-Vorsitzende Jassir Arafat wird mit 87 Prozent der Stimmen zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt.

5. Jan. 1996
Der palästinensische Terrorist Yahya Ayyash stirbt in Gaza durch ein Attentat des israelischen Geheimdienstes. Ayyash gilt als Bombenspezialist der Hamas und wird von Israel für mehrere Selbstmordanschläge verantwortlich gemacht, bei denen über 60 Menschen starben. Die Hamas schwört Rache. An der Beerdigung in Gaza nehmen über 200.000 Menschen teil.

25. Feb. - 4. März 1996
Bei vier Selbstmordanschlägen in Israel sterben 59 Menschen. Die Terrororganisationen Hamas und Dschihad Islamiya übernehmen die Verantwortung für die Anschläge.

29. Mai 1996
Bei den israelischen Wahlen siegt der Likud-Kandidat Benjamin Netanyahu über Schimon Peres und wird neuer israelischer Ministerpräsident. Der Friedensprozess kommt ins Stocken.

14. Mai 1999
Bei den israelischen Wahlen siegt der Kandidat der Arbeitspartei Ehud Barak. Bei seinem Antrittsbesuch in Washington verspricht er, innerhalb von 15 Monaten den Weg zum Frieden im Nahen Osten zu ebnen.

14. Sept. 1999
Beginn der Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern über einen Friedensvertrag, der den Konflikt beenden soll. Dabei werden erstmalig die bisher ausgeklammerten Probleme zu Fragen der Sicherheit, des Verlaufs der Grenzen, der Zukunft der Siedlungen, des Status von Jerusalem und der Rechte der Flüchtlinge angesprochen.

Juli 2000
Gipfeltreffen in Camp David: Verhandlungen unter Vermittlung von US-Präsident Bill Clinton scheitern.

28. Sept. 2000
Der Vorsitzende der israelischen Likud-Partei Ariel Scharon besucht unter massivem Polizeischutz den Tempelberg/Haram al-Scharif in der Altstadt von Jerusalem. Der Besuch wird weltweit als ein Akt der Provokation kritisiert.

29. Sept. 2000
Beginn der Al-Aqsa Intifada. Bis zum 31. Januar 2005 sterben 4.401 Menschen, unter ihnen 954 Israelis. Die meisten der getöteten Israelis verlieren ihr Leben bei Terroranschlägen von Palästinensern auf dem Territorium des Staates Israel.

6. Feb. 2001
Wahl Ariel Scharons zum israelischen Ministerpräsidenten.

1. Juni 2001
Vor einer Diskothek in Tel Aviv sprengt sich ein Attentäter der Hamas in die Luft. Außer ihm sterben 20 Menschen, 120 weitere werden verletzt.

13. März 2002
Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet eine von den USA eingebrachte Resolution, in der er erstmals einen palästinensischen Staat fordert.

27. März 2002
Bei einer Feier des jüdischen Passah-Festes, mit dem des Auszugs der Israeliten aus Ägypten gedacht wird, tötet ein Selbstmordattentäter der Hamas in der israelischen Stadt Netanja 30 Menschen. 140 erleiden Verletzungen.

29. März 2002
"Operation Schutzwall": Israelische Streitkräfte rücken erneut in die Autonomiegebiete ein.

16. Juni 2002
Israel beginnt mit der Errichtung einer Sperranlage, um sein Territorium vor palästinensischen Terroristen aus dem Westjordanland zu schützen. Viele Abschnitte der Anlage verlaufen nicht auf der Grünen Linie, sondern östlich davon auf palästinensischem Gebiet. Hunderttausende von Palästinensern verlieren dadurch den Zugang zu ihrem Land.

30. April 2003
Veröffentlichung der Road Map, eines Friedensfahrplans des Nahostquartetts (USA/Russland/EU/UNO) zur Beilegung des Palästina-Konflikts und Gründung eines palästinensischen Staates bis 2005.

21. Okt. 2003
Die UN-Vollversammlung verurteilt den Bau der Sperranlage als völkerrechtswidrige Landnahme und fordert Israel auf, die schon errichteten Teile wieder abzureißen.

22. März 2004
Ein israelischer Raketenangriff tötet den Hamas-Führer Scheich Yassin. Die Hamas droht mit Vergeltung.

6. Juni 2004
Israelischer Trennungsplan: Die Regierung beschließt, im Gazastreifen alle Siedlungen aufzulösen und das Militär abzuziehen. Weitere vier Siedlungen sollen im nördlichen Westjordanland geräumt werden.

9. Juli 2004
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag gibt ein Rechtsgutachten zur Sperranlage ab. Sie verstößt nach Meinung der Richter gegen das Völkerrecht.

11. Nov. 2004
Jassir Arafat stirbt in Paris.

9. Jan. 2005
Wahl von Mahmoud Abbas (Abu Mazen) zum palästinensischen Präsidenten.

8. Feb. 2005
Waffenstillstandsvereinbarung zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten und dem palästinensischen Präsidenten.

17. Aug. 2005
Israel räumt die jüdischen Siedlungen im Gazastreifen und weitere vier Siedlungen im Westjordanland. Die Räumung erfolgt gegen den Widerstand radikaler religiöser Siedler.

4. / 5. Jan. 2006
Israels Ministerpräsident Ariel Scharon erleidet einen Schlaganfall und fällt ins Koma. Sein Stellvertreter in der Kadima-Partei, Ehud Olmert, übernimmt die Regierungsgeschäfte.

25. Jan. 2006
Parlamentswahlen zum palästinensischen Autonomierat: Die Hamas erringt die absolute Mehrheit. Palästinenserpräsident Abbas beauftragt die Hamas mit der Regierungsbildung.

28. März 2006
Wahlen in Israel: Kadima wird stärkste Partei.

April 2006
Die EU, die USA und die Vereinten Nationen verweigern die Zusammenarbeit mit der Hamas-Regierung, die das Existenzrecht Israels und die bisherigen Nahost-Vereinbarungen nicht anerkennt. Sämtliche internationalen Finanzhilfen für Palästina werden eingefroren.

12. Juli 2006 – 14.08.2006
Libanon-Krieg. Die libanesische Hisbollah-Miliz tötet in Nordisrael israelische Soldaten. Israels Armee schlägt massiv zurück. Zugleich werden auf Israel 4.000 Raketen abgefeuert. Durch die Kampfhandlungen sind bald 700.000 Libanesen und 200.000 Israelis auf der Flucht. Weite Teile der libanesischen Infrastruktur werden zerstört. Durch UNO-Vermittlung kommt es am 14.08.2006 zum Waffenstillstand, der durch UNO-Truppen (15.000 Mann) abgesichert wird.

29. Jan. 2007
29.01.2007 Raleb Majadele zieht als erster muslimischer Minister in der israelischen Geschichte in die Regierung ein, zunächst ohne Geschäftsbereich, dann als Minister für Wissenschaft, Kultur und Sport.

Jan. 2007
Blutiger Machtkampf zwischen den palästinensischen Gruppen Hamas und Fatah.

März 2007
Bildung einer „Einheitsregierung“ der palästinensischen Autonomiebehörde, die Hamas und Fatah umfasst. Diese zerbricht jedoch bald darauf. Die Fatah übernimmt die Macht im Westjordanland.

Juni 2007
Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen.

18. Jan. 2008
Nach anhaltendem Raketenbeschuss durch die Hamas blockiert Israel den Gazastreifen, die Versorgung bricht zusammen.

23. Jan. 2008
Um sich mit Lebensmitteln zu versorgen, durchbrechen Zehntausende Palästinenser die Blockade des Gazastreifens und strömen nach Ägypten.

6. März 2008
Hamas-Terroristen verüben einen Bombenanschlag auf eine Thora-Schule in Jerusalem, acht Studenten werden getötet.

14. Mai 2008
Israel feiert den 60. Jahrestag der Staatsgründung.

27. Dez. 2008
Der erste Gazakrieg: Nach Raketenbeschuss Israels durch die Hamas vom Gazastreifen aus beginnt Israel Luftangriffe. Anfang

2009
kommt eine Bodenoffensive hinzu.

18. Jan. 2009
Ende des Gazakrieges. Israel hat 13 Soldaten verloren, die Palästinenser haben nach Schätzungen 1417 Todesopfer, davon 960 Zivilisten. Im Gazastreifen sind u.a. 5000 Häuser zerstört und 20.000 beschädigt.

18. Mai 2009
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wird von US-Präsident Barack Obama empfangen. Obama verlangt den Stopp des israelischen Siedlungsbaus. Dieser Forderung wird in der Folgezeit nicht entsprochen.

28. Mai 2009
Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas wird von US-Präsident Barack Obama in Washington empfangen. Obama verlangt von Israel, den Bau der Siedlungen zu stoppen, zudem spricht er sich für eine Zwei-Staaten-Lösung aus.

15. Sept. 2009
Ein Bericht im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats stellt für den Gazakrieg von Ende 2008/Anfang 2009 Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen fest, die demnach sowohl von der Hamas als auch von der israelischen Armee verübt wurden.

31. Mai 2010
Israelischer Militäreinsatz gegen eine internationale Hilfsflotte von sechs Schiffen, die Güter zum Gazastreifen bringen wollten. 9 türkische Aktivisten werden getötet, 24 verletzt.

1. Sept. 2010
In Washington beginnen Nahostgespräche mit US-Präsident Obama, Israels Premier Netanjahu, Palästinenserpräsident Abbas und Ägyptens Präsident Mubarak. Es gibt aber keine konkreten Ergebnisse zur Lösung des Konflikts.

4. Mai 2011
Fatah und Hamas unterzeichnen in Kairo ein Abkommen, um ihren Konflikt zu beenden, können sich aber nicht auf Details der Machtteilung einigen.

18. Okt. 2011
Nach fünf Jahren lässt die Hamas den israelischen Soldaten Gilad Shalit frei. Im Gegenzug lässt Israel 1.000 palästinensische Gefangene frei.

14. Nov. 2012
Der zweite Gazakrieg beginnt mit massiven Luftangriffen Israels auf den Gazastreifen. Bis zum Ende der Angriffe am 21. November sterben nach Schätzungen mehr als 100 palästinensische Zivilisten.

29. Nov. 2012
Die UN-Vollversammlung beschließt, dass Palästina einen Beobachterstatus bei der UNO erhält.

20. März 2013
US-Präsident Barack Obama besucht erstmals Israel.

19. Juli 2013
US-Außenminister John Kerry vermittelt eine Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zwischen Palästinensern und Israelis.

9. Dez. 2013
In Washington unterzeichnen Israel, die Palästinensische Autonomiebehörde und Jordanien ein Abkommen: Sie wollen gemeinsam die Austrocknung des Toten Meeres durch den Bau einer Leitung, die Wasser aus dem Roten Meer bringt, verhindern.

12. Juni 2014
Palästinenser entführen drei israelische Religionsstudenten, die zwei Wochen später ermordet aufgefunden werden.

8. Juli 2014
Beginn des dritten Gazakrieges: Nachdem die Hamas mehrere Tage Raketen auf Israel abgefeuert hat, startet die israelische Armee eine Offensive. 50 Tage dauern die Kämpfe, nach UNO-Angaben sterben ca. 2000 Palästinenser und 70 Israelis.

31. Dez. 2014
Im UN-Sicherheitsrat scheitert eine Resolution, die die Palästinensische Autonomiebehörde mit Hilfe Jordaniens eingebracht hatte. Die Palästinenser forderten darin den Abzug der israelischen Armee aus den Palästinensergebieten bis 2017.

Sept. 2015
In Jerusalem kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen hunderten palästinensischen Demonstranten und der israelischen Polizei. Die Palästinenser fürchten, dass Israel ihren Zugang zum Tempelberg und zu ihren dortigen heiligen Stätten Felsendom und Al- Aqsa-Moschee einschränken will. Sie fürchten auch, dass radikale Israelis auf dem Tempelberg ihre Gebete verrichten. Darum gibt es seit Jahren Konflikte, da der Tempelberg auch für die Juden ein Heiligtum ist.

Okt. 2015
Zahlreiche, auch tödliche Messerattacken von Palästinensern auf israelische Zivilisten. Zudem kommt es an der Grenze des Gazastreifens zu schweren Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten mit zahlreichen Toten.

8. Jan. 2016
Im Westjordanland werden vier Palästinenser nach versuchten Messerangriffen auf israelische Soldaten von diesen erschossen. Bei ähnlichen Auseinandersetzungen wurden seit Oktober 2015 21 Israelis und ein US-Bürger getötet, auf palästinensischer Seite starben nach Schätzungen 137 Menschen, 87 sollen Attentäter gewesen sein.