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Sendungsinhalt: Rassismus

„Es ist nicht so, dass ich rausgehe und denke, ich bin anders. Andere geben mir das Gefühl: Du bist anders.“ Celestino ist 23 Jahre alt, Finanzberater, Torwart und Schwarz. Seit der Grundschule wird er rassistisch beleidigt. Er hat schon früh beschlossen, sich das nicht mehr gefallen zu lassen. In seinem Fußballverein bringt der selbstbewusste junge Mann Kindern bei, gegen Diskriminierung zu kämpfen.Auch die gleichaltrige Perla, Jurastudentin und Black-Lives-Matter-Aktivistin, ist Schwarz. Sie organisiert Demonstrationen gegen Rassismus und fordert die Solidarität der Gesellschaft. „Ich brauche niemanden, der mich in Schutz nimmt, ich bin kein Opfer, ich brauche jemanden, der Gerechtigkeit fordert.“ Perla macht klar, dass Rassismus ein Thema ist, das alle betrifft.Amina ist 17 Jahre alt und Muslima. Ihre Eltern stammen aus Bosnien. Sie beobachtet, dass der Alltagsrassismus stärker wird. Seit dem Terroranschlag in Hanau hat sie Angst vor rechtsextremen Gewalttätern. Dort ermordete ein Rassist am 19. Februar 2020 neun Menschen. Einer der Getöteten stammte aus dem Heimatdorf von Aminas Familie. Ihre Welt hat sich dadurch verändert, die Sorge, Opfer rassistischer Gewalt zu werden, ist konkreter geworden. Sie engagiert sich in einer Anti-Rassismus-AG und versucht, über die Gefahr von Vorurteilen aufzuklären. „Man muss nicht die ganze Welt verändern, schon kleine Dinge können etwas bewirken“, sagt sie. Der Film begleitet die drei jungen Menschen bei ihrem Kampf gegen Rassismus und ihrem Engagement für eine solidarische Gesellschaft.

Filmskript

  • Celestino: Es ist nicht so, dass ich rausgehe und mir andere anschauen und denke, ich bin anders, sondern andere geben mir das Gefühl, du bist anders. "Der pflückt ja die Bälle aus der Luft wie die Kokosnüsse von den Bäumen." Aber dann gibt es andere Sprüche wie zum Beispiel: "Holt den Affen vom Platz. Scheiß Neger." Und wenn man mir dann sagt: "Beruhige dich", ja, das ist so einfach daher gesagt. Wenn ich verstehe, dass ich als Weißer grundsätzlich erst mal bessergestellt bin, anerkannter bin in der Gesellschaft. Dann kann ich es verstehen, dass ein Schwarzer sich dadurch diskriminiert fühlt.

Rassismus

Kapitelübersicht:

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Einleitung

00:00 – 01:39

Celestino, Perla und Amina sind immer wieder Rassismus und rassistischen Strukturen ausgesetzt. Sie erzählen von Beleidigungen, der wachsenden Intoleranz in der Gesellschaft und der daraus resultierenden Angst und Wut. Alle drei sprechen offen über ihre Erfahrungen und Wünsche für die Zukunft.

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Rassismus und Fußball

01:39 – 03:27

Seit Jahren spielt Celestino leidenschaftlich Fußball, er ist ein guter Spieler, der besonders die Fairness und das Mannschaftsgefühl schätzt. Leider ist er dort häufig rassistischen Beleidigungen und Übergriffen ausgesetzt. Es kam vor, dass die Anfeindungen sogar von einem Trainer befürwortet und gefördert wurden. In Situationen wie diesen fühlt sich Celestino allein gelassen; nach dem Spiel komme keiner, um nachzufragen, wie es ihm damit gehe.

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Ausgrenzung, Anfeindung und Diskriminierung

03:27 – 08:37

Als Perla aufwächst, hat sie in der weißen Mehrheitsgesellschaft Schwierigkeiten sich als Schwarz zu akzeptieren. Sie hat das Gefühl mit ihrer dunklen Hautfarbe nicht dazuzugehören. Erst gegen Ende der Schulzeit lernt sie ihre Identität zu leben. Heute ist die Jurastudentin Aktivistin, um auf Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen und gegen Rassismus vorzugehen. Amina ist Muslima und beobachtet mit Besorgnis die wachsende Feindlichkeit gegenüber muslimischen Menschen in Deutschland, negative Kommentare oder Intoleranz erlebt sie immer wieder. Celestino erzählt, dass er während der Schulzeit von Lehrenden und Kindern manchmal in eine Ecke geschoben wurde. Eine Lehrerin habe ihn sogar als asozial beschimpft und ihm eine schlimme Zukunft prophezeit. Celestino ist heute Finanzberater, begegnet aber immer noch rassistischen Vorurteilen.

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Rassismus an der Schule

08:37 – 13:31

Perla und Amina engagieren sich gegen Rassismus. Perla ist als Influencerin auf Instagram aktiv und will Jugendliche für das Thema sensibilisieren. Ihre eigenen Erfahrungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Über Social Media erreicht sie besonders in Zusammenhang mit der Black Lives Matter-Bewegung viele Menschen. Amina engagiert sich in der Rassismus-AG ihrer Schule, um einen Dialog anzuregen und gegen rassistische Strukturen vorzugehen.

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Austausch und Empowerment

13:31 – 22:38

Der Austausch untereinander und die Kommunikation über Rassismus ist für Betroffene besonders wichtig. Mit Freund*innen und Familienmitgliedern sprechen Perla, Amina und Celestino dabei auch über Themen wie Empowerment, kulturelle Aneignung und Rassismus. Anfeindungen gehören für Schwarze Menschen zum Alltag. „Ab und zu muss man sich davon erholen, durch das Zusammensein mit Menschen in der gleichen Situation, erklärt ein Freund von Perla. Schwarze Menschen sind auch oft genervt von Klischees, Vorurteilen, und verfestigten Stereotypen, wie dass sie angeblich besonders gut tanzen oder rappen könnten.

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Engagement und Aufklärungsarbeit

22:38 – Ende

Perla engagiert sich in einem Verein, der unter anderem Projekte an Schulen umsetzt. Amina plant in der Rassismus-AG eine Ausstellung zum Thema, damit auch andere Schüler*innen sich mit der Thematik auseinandersetzen können. Genau wie Perla nimmt auch Celestino an Black Lives Matter Demonstrationen teil, wo er vor vielen Menschen über seine Erfahrungen spricht. Celestino, Perla und Amina hoffen auf eine bessere Zukunft. Sie wünschen sich ein solidarisches Vorgehen gegen Rassismus und gesellschaftliche Veränderungen.