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Sendungsinhalt: Geschichte Südafrikas - Folge 3

  • Ein Schild mit dem Text "Tickets Whites Only / Kaartjies Slegs Blankes". "Whites Only" – Schilder regeln die Rassentrennung während der Apartheid; Rechte: WDR
  • Auf einem Wellblechdach stehen ANC-Anhänger und schwenken ANC-Fahnen. Mit Mandelas Freilassung wird das ANC-Verbot aufgehoben; Rechte: WDR

Anfang der 20. Jahrhunderts entwickelt sich das rohstoffreiche Südafrika schnell zur Industrienation. Eine neue Gesellschaftsschicht entsteht: die Arbeiter. Unterschiede gibt es auch dort. Die weißen Arbeiter profitieren von besseren Arbeitsbedingungen als ihre schwarzen Kollegen. 1948 gewinnt die burische Nationale Partei die Wahlen. Sie bleibt bis 1994 an der Macht. Die Apartheid wird Gesetz und regelt die strikte Trennung von Schwarzen, Farbigen und Weißen in allen Lebensbereichen. Schwarzafrikaner müssen einen Pass tragen und werden aus den Großstädten in Townships vertrieben. Als die Polizei 1961 eine Demonstration von Schwarzen im Township Sharpeville brutal auflöst, kommt es zu Unruhen im ganzen Land.

Im Juli 1963 lässt die Regierung die Führung der Partei ANC (African National Congress) verhaften und verurteilt sie zu jahrzehntelanger Haft auf Robben Island. Unter ihnen Nelson Mandela. Südafrika isoliert sich international zunehmend, das Apartheidregime gerät in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Erst 1990 wird Mandela freigelassen und vier Jahre später bei den ersten freien Wahlen zum Präsidenten Südafrikas gewählt. Ein schmerzhafter Prozess der Aufarbeitung der Vergangenheit und der Versöhnung beginnt.