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Sendungsinhalt: Das Saarland - Vom Zankapfel zum Bundesland

Das von Bergbau und Stahlindustrie geprägte Saargebiet war jahrhundertelang ein Zankapfel zwischen Frankreich und Deutschland: mal französische Provinz, mal im Besitz deutscher Landesherren, 1920 dem Völkerbund unterstellt, dann 1935 Teil des Deutschen Reiches. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte es als Saarstaat mit eigener Staatsbürgerschaft dauerhaft an Frankreich gebunden werden. Nach langen Verhandlungen wurde das Saarland 1957 schließlich in die Bundesrepublik eingegliedert.

Filmskript: Das Saarland - Vom Zankapfel zum Bundesland

Das Saarland

Kapitelübersicht:

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Zankapfel seit Jahrhunderten

00:00 – 02:12

Das Saarland ist eine Gegend, die seit Jahrhunderten von Bergbau und Stahlindustrie geprägt ist. Die Nähe zu Frankreich hat die Geschichte des Saarlands stark beeinflusst. Jahrhunderte lang war die Region ein Zankapfel zwischen Frankreich und Deutschland. 1680 macht Ludwig XIV das Saargebiet zu seiner Provinz, verliert es aber bald wieder an deutsche Fürsten. Als nach der französischen Revolution französische Truppen das Land westlich des Rheins besetzen, begrüßen dies Teile der Bevölkerung an der Saar. Doch die französischen Truppen werden wieder zurückgeschlagen, und 1815 wird das Saargebiet unter Preußen, Oldenburg, SachsenCoburg-Saalfeld und Bayern aufgeteilt.

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Der Erste Weltkrieg, Völkerbund und Saar-Abstimmung

02:12 – 04:03

1918: Im Ersten Weltkrieg sterben Millionen Menschen. Weite Teile Frankreichs werden verwüstet. Dafür soll Deutschland bezahlen: Das Saarland soll zu Frankreich kommen. Stattdessen wird es dem Völkerbund unterstellt. 1935 soll die Bevölkerung dann selbst abstimmen und entscheidet sich mehrheitlich für Deutschland – Nazideutschland.

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Der Zweite Weltkrieg, französische Besatzung und Anbindung an Frankreich

04:03 – 07:16

Im zweiten Weltkrieg wird das Saargebiet verwüstet. 1945 wird es Teil der französischen Besatzungszone. General De Gaulle will das Saarland dauerhaft an Frankreich binden. 1946 wird eine Zollgrenze zwischen dem Saarland und Deutschland gezogen. Bei der ersten Landtagswahl 1947 wird Johannes Hoffmann Ministerpräsident. Das Saarland wird zum „Saarstaat“ mit eigener Staatsangehörigkeit und französischem Franc. Zwar geht es den Saarländern in dieser Zeit materiell besser als vielen Deutschen, doch sind ihre Freiheiten eingeschränkt.

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Pariser Konventionen, Widerstand und Lösungsversuche

07:16 – 10:06

1947: Während Johannes Hofmann durch Konventionen die Bindung an Frankreich weiter verstärkt – wollen viele Saarländer sich von Frankreich lösen. Der Widerstand wächst. Bundeskanzler Adenauer verhandelt mit den drei Siegermächten USA, Großbritannien und Frankreich. Sein Ziel ist die Souveränität der Bundesrepublik und die Rückkehr des Saarlands. Im Gegenzug bietet er an, eine Armee aufzubauen, die sich auf die Seite der drei Siegermächte stellen soll.

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Pariser Verträge und Saarstatut

10:06 – 12:03

1954: Nach langen Verhandlungen kommt es zum Vertragsabschluss: Die Bundesrepublik tritt der NATO bei, die Bundesrepublik erlangt die Souveränität, und es wird ein Saarstatut unterzeichnet: Das Saarland soll ein Kleinstaat in Abhängigkeit von Frankreich bleiben. Aber die Saarländer sollen über dieses Statut abstimmen. Nach einem heftigen Wahlkampf stimmen 2/3 der Saarländer gegen das Statut und damit für eine Rückkehr zu Deutschland.

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Eingliederung des Saarlands in die Bundesrepublik – Heute

12:03 – Ende

1957: Abermalige Verhandlungen führen zur Eingliederung des Saargebietes in die Bundesrepublik Deutschland. Zwanzig Jahre später äußern sich Menschen positiv über diese Rückgliederung. Die Nähe von Frankreich ist jedoch bis heute von Bedeutung. Das Saarland ist das europäischste der deutschen Bundesländer. 90.000 Menschen pendeln täglich über die gemeinsame Grenze.