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Filminhalt: Schwarzwald

Lena Ganschow und Sven Plöger sind auf ihrer geologischen Reise durch den Schwarzwald aus gutem Grund mit der Bahn unterwegs. Denn die spektakuläre Schwarzwaldbahn und die Höllentalbahn sind die schönsten Bahnstrecken im Südwesten. Italienische und deutsche Arbeiter gruben und sprengten im 19. Jahrhundert unzählige Tunnel durch das Grundgebirge aus Granit und Gneis. Gelegenheit, einen Blick in die Tunnel und auf den Granit zu werfen, der für den Schwarzwald wichtiger Rohstoff war und ist. Ebenso wie der sogenannte Bleiglanz, aus dem schon vor Jahrhunderten Silber gewonnen wurde. Sven Plöger steigt tief hinab in die dunklen und engen Stollen eines mittelalterlichen Bergwerks und begibt sich im Münstertal auf die Suche nach einer sagenumwobenen Silbermünze – dem Elefantenpfennig. Im Atomzeitalter begehrter als Silber: Uran. Die Relikte des Uran-Bergbaus in Menzenschwand erzählen von einer aufgegebenen Suche nach steinernen Schätzen. Von den vielen Gruben im Schwarzwald hat eine überlebt: die Grube „Clara“ bei Wolfach. Sie fördert erfolgreich große Mengen Feld- und Schwerspat, ein begehrter Rohstoff in vielen Industrien.

Schwarzwald

Kapitelübersicht:

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Die Höllentalbahn – ein harter Brocken für Tunnelbauer

00:00 – 05:43

Das Grundgebirge des Schwarzwalds besteht aus den harten Gesteinen Granit und Gneis. Im Norden und Osten wird das Grundgebirge von weicherem Sandstein und Muschelkalk überlagert. Quer durch den Schwarzwald, von Freiburg bis nach Donaueschingen, kann man während einer Fahrt mit der Höllentalbahn die spannende Geologie dieser Gegend bewundern. Bereits 1887 wurde die Teilstrecke von Freiburg nach Neustadt eröffnet. Für die Ingenieure war das harte Grundgestein beim Tunnelbau eine große Herausforderung und ist es auch heute noch, wenn das Gleisniveau im Tunnel wegen neuer Oberleitungen abgesenkt werden muss. Schweres Gerät kommt bei den Bauarbeiten zum Einsatz und sogar der Sprengmeister muss ran.

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Mit der Höllentalbahn durchs Grund- und Deckgebirge

05:43 – 10:20

Die Höllentalbahn verläuft durch alle Gesteinsschichten des Schwarzwalds. Die Geologin und Deutsche Bahn Mitarbeiterin Mira Domdey erklärt anhand einer geologischen Karte die Streckenführung durch die unterschiedlichen Gesteinsarten. Meistens folgen die Schienen dem Verlauf der Täler. Nur wenn es unbedingt sein musste, wurden beim Bau der Strecke Tunnel durch das harte Grundgestein getrieben. Feldspat, Quarz und Glimmer – daraus besteht das Schwarzwälder Granitgestein. Seine beeindruckende Entstehungsgeschichte nahm ihren Anfang bei der Bildung des Variszischen Gebirges vor etwa 400 Millionen Jahren.

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Silber aus dem Münstertal

10:20 – 17:00

Markus Herbener erkundet schon seit seiner Jugend die Stollen eines mittelalterlichen Silbererzbergwerks im Münstertal im Südschwarzwald. Zur Neugierde und Begeisterung kamen im Laufe der Jahre viel Erfahrung und wissenschaftliches Fachwissen dazu. Er bewundert die Ausdauer, mit der sich die Bergleute vor hunderten von Jahren Zentimeter für Zentimeter mit einfachsten Werkzeugen durch das harte Felsgestein meißelten. Eine anstrengende und gefährliche Arbeit in den feuchten und kalten Stollen. Auch Kinderarbeit war damals keine Seltenheit. Im Bergwerk wurde Bleiglanz abgebaut. Darin steckt Silber, das der Region wirtschaftlichen Aufschwung brachte. Heute gibt der so genannte „Elefantenpfennig“ noch Zeugnis dieser mittelalterlichen Bergbauepoche: Eine Silbermünze, in die ein Elefantensymbol eingeprägt wurde.

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Uranabbau im Schwarzwald

17:00 – 21:21

1961 wurden in der Nähe des Luftkurorts Menzenschwand Probeschürfungen von einer Bergbaugesellschaft vorgenommen. Man vermutete dort Gesteinsschichten mit Erzen, die einen sehr hohen Urangehalt aufwiesen. Uran ist ein vor allem in der Atomindustrie begehrter Rohstoff. 30 Jahre lang wurde dann in der Grube Uranerz abgebaut. Peter Kaltenbach, einer von 19 Bergarbeitern, die damals in der Grube beschäftigt waren, erzählt von den damaligen Arbeitsbedingungen unter Tage. 1991 war dann Schluss. Der Widerstand von Menzenschwander Bürgern und Anti-Atomkraftverbänden führte dazu, dass die Grube geschlossen wurde. Heute ist von den einstigen Stollen nichts mehr zu sehen. Um die Strahlung abzuschirmen wurde über der Grube ein bis zu 2 Meter hoher Erdwall aufgeschüttet.

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Fluss- und Schwerspat aus dem Schwarzwald

21:21 – Ende

Die Grube Clara der Firma Sachtleben ist der einzige noch aktive Bergbaubetrieb im Schwarzwald. Hier werden Flussspat und Schwerspat abgebaut. Die schmalen Gesteinsschichten, in denen die Minerale eingebettet sind, werden aus dem Gneis herausgesprengt. Schwerspat, auch Baryt genannt, wird zum Beispiel in der Medizin zur Herstellung von Röntgenkontrastmitteln verwendet. Auch in der Farben- und Lackindustrie oder als Schallschutz in Kunststoffen für die Automobilbranche wird das Mineral eingesetzt. Schwerspat als Bestandteil von Betonwänden erhöht den Strahlenschutz. Flussspat wird in der Glas- und Stahlherstellung und in der Schweißtechnik gebraucht.