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Filminhalt: Das Allgäu

Wohin führte die erste Fahrt ins Blaue? Was macht eigentlich ein Käseschmierer? Was hat ein Fingernagel mit den Alpengipfeln gemeinsam? All das hat mit der Geologie des Allgäus zu tun. Die Landschaft zwischen dem Alpenhauptkamm und den Seen, Mooren und Hügeln des Alpenvorlands ist geprägt von zwei geologischen Großereignissen: Der Alpenauffaltung im Zuge des Aufeinandertreffens von zwei tektonischen Platten und von der Kraft der Gletscher während der letzten Eiszeit vor über 10.000 Jahren. Heute grasen auf den grünen Bergwiesen im Sommer die Kühe und von ihrer Milch wird würziger Bergkäse gemacht. Was das mit dem Boden unter den Hufen der Kühe zu tun hat und was die Allgäuer sonst noch der Geologie zu verdanken haben – dem geht dieser Film auf den Grund.

Das Allgäu

Kapitelübersicht:

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Märchenschloss und Gipfelstürmer

00:00 – 07:58

Neuschwanstein, das „Märchenschloss“ König Ludwigs II., strahlt ganz in weiß von den Allgäuer Bergen. Als Baumaterial wurde Kalkstein aus einem nahe gelegenen Steinbruch bei Füssen verwendet. Die Allgäuer Alpen mit ihren fantastischen Gesteinsfaltungen ziehen seit jeher Bergbegeisterte an. Hermann von Barth, ein Pionier des Alpinismus, erkundete sie in zahlreichen Erstbesteigungen. Ihn interessierte nicht nur die Gipfelstürmerei, sondern das „Phänomen Alpen“ ganz allgemein.

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Von der Milch zum würzigen Käse

07:58 – 13:23

Die Allgäuer Kühe sind das Markenzeichen der Region. Aus ihrer Milch wird der berühmte Allgäuer Bergkäse hergestellt. Zum Beispiel auf der Alpe Oberberg. Inmitten saftiger Wiesen steht die Berghütte mit Stall. Dort werden die Kühe gemolken und die Milch dann auf traditionelle Art zu Käse weiterverarbeitet. Der frisch geformte Käselaib muss sehr lange reifen, bis er sein volles Aroma entwickelt. Dabei muss er kühl, feucht und dunkel gelagert und immer wieder mit einer Lake aus Salz und Wein eingerieben werden.

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Römer und Steinzeitmenschen im Allgäu

13:23 – 19:44

„Cambodunum“ – das heutige Kempten - gilt als älteste schriftliche Erwähnung einer römischen Stadt in Deutschland. Sie wurde im Jahr 15 vor Christus gegründet. In Kempten sind bis heute noch die Grundmauern erhalten. Der Steinbruch, aus dem die Steine für die Gebäude der Stadt stammten, befand sich ganz in der Nähe der Baustelle. Die Gesteinsrippe, die den Römern den begehrten Baustoff lieferte, ist ein sichtbares Zeugnis der Alpenauffaltung. Auch Steinzeitmenschen waren bereits im Allgäu unterwegs. Darauf weisen Funde hin, die bis zu 10000 Jahre alt sind.

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Schutzprogramm für den Steinadler

19:44 – 25:59

Ende des 19. Jahrhunderts galt der Steinadler als Konkurrent für adlige Jagdgesellschaften und wurde deshalb fast ausgerottet. Ein strenges Naturschutzgesetz und ein Steinadler-Schutzprogramm konnten das zum Glück verhindern. Heute hat der Steinadler ein anderes Problem: Bleikugeln in angeschossenem Wild, die er beim Fressen aufnimmt. Das Schwermetall reichert sich in seinem Körper an. Bleivergiftungen sind heute bei diesen Vögeln die häufigste Todesursache.

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Gletscher als Landschaftsgestalter

25:59 – Ende

Als sich vor 20000 Jahren Alpengletscher in Richtung Norden schoben, hinterließen sie Spuren, die heute noch die Allgäuer Landschaft prägen. An einer Felsrippe kann man zum Beispiel noch Gletscher-Schleifspuren erkennen. Geröll, das vor dem Gletscher hergeschoben und seitlich abgelagert wurde, bildet charakteristische Hügelketten: die End- und Seitenmoränen. Bei einem sagenumwobenen riesigen Gesteinsbrocken mitten im Wald handelt es sich um einen „Findling“, der einst auf dem Rücken des Illergletschers aus den Bergen ins Alpenvorland wanderte.