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Filminhalt: Bodensee

Die Moderatoren Lena Ganschow und Sven Plöger untersuchen die geologischen Geheimnisse, die die Bodenseeregion so vielfältig und interessant machen. Zusammen mit Protagonisten vor Ort begeben sie sich auf Spurensuche und finden auf ihre Fragen verblüffende Antworten. Was macht ein Nashorn am Bodensee? Wie sieht eigentlich ein Stein des Anstoßes aus? Wie fängt man mit Steinen Fische? Warum kann man Bodenseewasser trinken? Und warum und wann verschwindet der Bodensee? Alle Antworten haben mit der Geologie des Bodenseeraums zu tun. Die Landschaft zwischen den Alpen und den Hügeln des Alpenvorlandes ist geprägt von zwei geologischen Großereignissen: der Alpenauffaltung im Zuge des Aufeinandertreffens von zwei tektonischen Platten und der landschaftsbildenden Kraft der Gletscher während der letzten Eiszeit.

Bodensee

Kapitelübersicht:

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Spannende Geo-Geschichte

00:00 – 06:41

In einer Kiesgrube bei Ravensburg sammelt ein Team der Pädagogischen Hochschule Weingarten Daten und Bilder, um die erdgeschichtlichen Ereignisse dieser Region möglichst anschaulich darzustellen. Die spannende Geo-Geschichte begann vor 40 Millionen Jahren, als die afrikanische und die europäische Kontinentalplatte aufeinanderprallten. Als Folge des „Crashs“ entstanden die Alpen. Später bildeten sich große Gewässersysteme in der Vorlandsenke und hinterließen mächtige Sedimentschichten. Manchmal kann man darin Haifischzähne finden oder sogar die Knochen eines Nashorns. Später folgten viele Gletschervorstöße und -rückzüge, deren Spuren die Landschaft bis heute prägen.

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Gletscherwasser mit Gesteinsfracht

06:41 – 10:54

Während der Alpenauffaltung bildete sich nördlich des Gebirges ein Vorlandbecken. Es füllte sich mit Wasser. Vor 14000 Jahren erstreckte sich das Gewässer über das ganze Alpenrheintal bis dort, wo sich heute die Schweizer Stadt Chur befindet. Heute ist davon noch der Bodensee „übrig“. Sein Wasser stammt vor allem von den Alpengletschern. Viel Kies und Sand wird mit dem Gletscherwasser ins Tal verfrachtet und gelangt schließlich über die Mündung des Alpenrheins in den Bodensee. Der Flusskies ist ein begehrter Rohstoff für die Bauwirtschaft und wird kurz vor der Mündung aus dem Flussbett gebaggert.

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Provokantes aus Beton

10:54 – 17:19

Beton ist für den Künstler Peter Lenk, der in Bodman lebt und arbeitet, Werkstoff der Wahl. Sein wohl bekanntestes Werk ist die etwa 10 Meter hohe Skulptur „Imperia“, die man am Konstanzer Hafen bewundern kann. Provokant weist die Statue auf die Ausschweifungen des Konstanzer Konzils hin. Ab 1414 versammelten sich dazu Päpste, Könige Fürsten und Bischöfe aus ganz Europa am Bodensee. Auch was aktuelle Ereignisse aus Kunst und Politik betrifft: Peter Lenk hält der Gesellschaft mit seinen Beton-Skulpturen mit deftigem Humor den Spiegel vor.

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Häuser auf Stelzen und Fischfang mit Steinen

17:19 – 22:29

Beim Besuch des Pfahlbaumuseums Unteruhldingen kann man sich ein Bild davon machen, wie die Menschen der Jungsteinzeit vor gut 5000 Jahren am Bodensee gelebt haben. Nach den Forschungserkenntnissen von Unterwasserarchäologen wurde eine Pfahlbausiedlung rekonstruiert und als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der experimentelle Archäologe Peter Walter erklärt, warum die Pfahlbauweise für die Steinzeitmenschen eine gute Strategie für das Leben am See war.

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Ein bisschen Donau im Bodensee

22:29 – Ende

Der Aachtopf ist die wasserreichste Karstquelle Deutschlands. Von dort fließt das Aachwasser in den 32 Kilometer entfernten Bodensee. Das Besondere: Im Aachwasser steckt auch ein bisschen Donauwasser von der Schwäbischen Alb. Dort versickert die Donau an manchen Tagen im Jahr im Karstgestein und taucht dann wieder im Aachtopf auf. Mit einem ungewöhnlichen wissenschaftlichen Experiment hat das der Geologe Adolf Knop 1877 nachgewiesen. An der Stelle der Donauversickerung auf der Schwäbischen Alb gab er ein Farbstoff-Salz-Öl-Gemisch ins Wasser. Als er Spuren dieses Gemisch dann später am Aachtopf nachweisen konnte, war klar, dass auch ein bisschen Donau mit in Richtung Bodensee fließt.