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Unterricht: Familie

Familie ist da, wo Kinder leben – in den 50er Jahren hieß das Vater, Mutter, Kinder. Der Vater war der Ernährer und die Mutter übernahm Haushalt und Kindererziehung. Heute gibt es ganz unterschiedliche Familienformen. Auch Erziehung läuft heute längst nicht mehr so ab wie zu den Zeiten des Wirtschaftswunders.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mithilfe des Films damit auseinander, inwieweit familiäre Erziehung von der jeweiligen Zeit und den gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst ist. Die Beschäftigung damit lädt auch zur Reflexion über die eigene Familie und die dort ablaufenden Erziehungsprozesse ein.

Familienmodelle

  • Mutter, zwei Kinder und Vater halten sich an den Händen und gehen über eine Straße; Rechte: WDR Die typische Kleinfamilie in den 50er Jahren bestand aus Vater, Mutter und Kinder.

Insgesamt neun verschiedene Familienmodelle aus unterschiedlichen Jahrzehnten werden im Film vorgestellt. Die Modelle haben jeweils einen Bezug zu einem oder mehreren Zeitabschnitten und haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert. Die Kleinfamilie aus Vater, Mutter und Kindern organisiert sich heute anders als in den 50er Jahren, Groß- und kinderreiche Familien sind heute selten geworden, dafür gibt es neue Formen, die früher undenkbar waren, wie Patchwork- oder Regenbogenfamilien.

Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten den Film arbeitsteilig. Jede und jeder nimmt sich eins der neun Familienmodelle vor und bearbeitet die auf Arbeitsblatt 1 bis 9 "Familienmodelle" beschriebenen Arbeitsaufträge. Ziel ist es, zu beschreiben, wie die jeweiligen Formen von der Zeit und den gesellschaftlichen Bedingungen beeinflusst wurden und werden. Dazu nutzen sie nicht nur den Film, sondern recherchieren im Internet Hintergrundinformationen. Einige nützliche Informationsquellen finden sie in der Linkliste in diesem Wissenspool.

Im Anschluss treffen sie sich in drei Gruppen, um ihre jeweiligen Modelle und jeweiligen gesellschaftlichen Bedingungen zu vergleichen:

  • Gruppe 1: 50er Jahre-Kleinfamilie, heutige Kleinfamilie und Kleinfamilie mit Hausmann
  • Gruppe 2: Alleinerziehend, Patchworkfamilie und Regenbogenfamilie
  • Gruppe 3: Kinderreiche Familie, 68er-Wohngemeinschaft und Mehrgenerationen-Familie (Großfamilie)

Sie stellen die Ergebnisse ihres Vergleichs im Plenum vor. Im anschließenden Unterrichtsgespräch diskutieren die Schülerinnen und Schüler, welche gesellschaftlichen Veränderungen besonderen Einfluss auf Familienformen ausgeübt haben. Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie sich eine Veränderung der gesellschaftlichen Grundhaltung, äußere Rahmenbedingungen, politische Entscheidungen und die Akzeptanz von Veränderung innerhalb der Gesellschaft wechselseitig bedingen und schließlich zu einer Veränderung gesellschaftlicher und familiärer Strukturen führen.

  • Arbeitsblatt 1a - "Familienmodelle 1950er Jahre"
  • Arbeitsblatt 1b - "Familienmodelle 1950er Jahre Kontrollblatt"
  • Arbeitsblatt 2a - "Familienmodelle - Familie mit Hausmann"
  • Arbeitsblatt 2b - "Familienmodelle - Familie mit Hausmann Kontrollblatt"
  • Arbeitsblatt 3a - "Familienmodelle - Moderne Kleinfamilie"
  • Arbeitsblatt 3b - "Familienmodelle - Moderne Kleinfamilie Kontrollblatt"
  • Arbeitsblatt 4a - "Familienmodelle - Alleinerziehende"
  • Arbeitsblatt 4b - "Familienmodelle - Alleinerziehende Kontrollblatt"
  • Arbeitsblatt 5a - "Familienmodelle - Pachtwork-Familie"
  • Arbeitsblatt 5b - "Familienmodelle - Pachtwork-Familie Kontrollblatt"
  • Arbeitsblatt 6a - "Familienmodelle - Regenbogenfamilie"
  • Arbeitsblatt 6b - "Familienmodelle - Regenbogenfamilie Kontrollblatt"
  • Arbeitsblatt 7a - "Familienmodelle - Kinderreiche Familie"
  • Arbeitsblatt 7b - "Familienmodelle - Kinderreiche Familie Kontrollblatt"
  • Arbeitsblatt 8a - "Familienmodelle - 68er WG"
  • Arbeitsblatt 8b - "Familienmodelle - 68er WG Kontrollblatt"
  • Arbeitsblatt 9a - "Familienmodelle - Großfamilie"
  • Arbeitsblatt 9b - "Familienmodelle - Großfamilie Kontrollblatt"

Erziehung - Institutionalisierung und Erziehungsstile

  • Kinder springen in einem Raum auf einem Brett herum. Antiautoritäre Kinderläden setzten sich in Westdeutschland nicht durch.

Der Film thematisiert auch, wie sich die Erziehung im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. In Deutschland gibt es bis heute eine ideologisch aufgeladene Debatte über institutionalisierte Kindererziehung in Kindertagesstätten. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren dazu zunächst in Einzelarbeit aktuelle wissenschaftliche Positionen, angeleitet von AB 10 "Institutionalisierung von Erziehung". Anschließend diskutieren sie auf der Grundlage ihrer Recherche die These "Nur Rabeneltern geben ihr Kind schon im Alter von einem Jahr in die Kita". Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Position dazu im Unterrichtsgespräch erziehungswissenschaftlich begründen.

  • Arbeitsblatt 10a - "Institutionalisierung von Erziehung"
  • Arbeitsblatt 10b - "Institutionalisierung von Erziehung Kontrollblatt"

Im Anschluss lernen sie verschiedene wissenschaftliche Theorien zu familiären Erziehungsstilen kennen. Mehr Information darüber finden sie im Hintergrundtext in diesem Wissenspool. Um diese theoretischen Erkenntnisse zu festigen, skizzieren die Schülerinnen und Schüler schriftlich den Verlauf einer Beispielsituation in verschiedenen Erziehungsstilen. Im anschließenden Unterrichtsgespräch bietet es sich an, das Erziehungsverhalten in den eigenen Familien zu reflektieren. Welcher Stil herrscht vor? Was mag prägend für ihre Eltern gewesen sein?