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Unterricht: Musik

Thema

  • Wirkung von Musik im Film
  • Sprecherkommentar für einen Filmausschnitt schreiben und aufnehmen

Film, aus dem Ausschnitte gezeigt werden

Kamera, Cut und Klappe – Filmbegriffe für Einsteiger

Lernziele

Welche Musik im Film eingesetzt wird, ist eine wichtige und oft schwierige Entscheidung für die Filmemacherin oder den Filmemacher. Denn: Die Musik kann die Wirkung von Bildern oder einer Szene stark beeinflussen: Ob zum Beispiel ein Spaziergang im Wald heiter, spannend oder gruselig "rüberkommt", hängt nicht zuletzt von der Musik ab.

Musik im Film einzusetzen, ist also eine sehr bewusste Entscheidung von Filmemachern. In dokumentarischen Formaten wird Musik meist sparsamer und dezenter eingesetzt. Trotzdem beeinflusst sie auch hier die Stimmung eines Filmes.

Zum Ton im Film gehören neben der Musik die Sprache – Originaltöne (O-Töne) und Sprecherkommentare – Geräusche (Atmo) und sogar Stille.

Die Schülerinnen und Schüler lernen die Wirkung der Musik an einem kurzen Filmausschnitt mit zwei Musikversionen kennen. Sie erfinden eine Geschichte und schreiben einen passenden Sprechertext für die Szene. Der Sprechertext wird am Computer aufgenommen.

Arbeitsblatt 1 enthält eine tabellarische Übersicht über die Unterrichtseinheit.

Einstieg: Filmausschnitt ohne Ton

  • Ralf Caspers läuft über das Gelände eines alten Stahlwerks; Rechte: WDR Krimi oder Kindergeburtstag – die Musik beeinflusst die Wirkung von Filmen stark.

Die Wirkung von Musik erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler an einem praktischen Beispiel. Ein acht Sekunden langer Ausschnitt aus dem Glossarfilm "Kamera, Cut und Klappe" liegt mit zwei verschiedenen Musikversionen vor: eine dramatische Musik erzeugt eine Krimi-Atmosphäre und eine lustige Musik erinnert an einen Kinderfilm. In dem Ausschnitt läuft Ralph Caspers suchend über das Gelände eines alten Stahlwerks. Die Schülerinnen und Schüler erfinden arbeitsteilig eine Geschichte für die Szene: Warum läuft Ralph Caspers über das Gelände und schaut sich dabei immer wieder um?

Szene mit zwei Musikversionen vertonen

Zu Beginn sehen alle Schüler den Ausschnitt ganz ohne Ton, also auch ohne die Musik. Sie äußern sich spontan – was sehen sie, wo spielt der Ausschnitt?

Wie wirkt die Szene auf die Schüler ganz ohne Ton? Was fehlt ihnen vor allem? Die Schülerinnen und Schüler nennen die Elemente des Tons, die sie kennen.

Anschließend erklärt die Lehrerin bzw. der Lehrer die Aufgabe: In Gruppen denken sich die Schülerinnen und Schüler die Geschichte zu der Szene aus und schreiben sie in Form eines Sprecherkommentars (Off-Ton) auf, der zu dem Film live vorgelesen wird.

Was ein Sprecherkommentar ist, wird in einem Ausschnitt des Films "Kamera, Cut und Klappe" erklärt (Timecode 11:39 bis 12:00 Min.).

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen und sehen jeweils nur die Version, die sie bearbeiten. Damit sie sich gegenseitig nicht stören, ist es am günstigsten, wenn sie im Computerraum die Szene mit Kopfhörern ansehen. Alternativ kann die Klasse in zwei Gruppen geteilt werden und den Ausschnitte in zwei verschiedenen Räumen am Beamer oder einer interaktiven Tafel ansehen. Auf Arbeitsblatt 2 "Musik erzählt Geschichten" sind Bilder aus der Szene abgedruckt, zu denen die Schüler den passenden Text finden müssen. Der Ausschnitt ist insgesamt nur acht Sekunden lang, der Text muss also entsprechend kurz sein. Die Schülerinnen und Schüler sollten den Text deshalb immer wieder vorlesen und dabei die Zeit stoppen.

Die Ergebnisse tragen die Schüler in der Klasse live vor. Sie lesen ihren Text parallel zum laufenden Film vor. Dabei hören die Kinder zum ersten Mal die Version mit der Musik, die sie nicht bearbeitet haben.

Anschließend werden die Ergebnisse in der Klasse besprochen. Wie beeinflusst Musik die Wirkung des Films?

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Praktische Übung am Computer: Sprecherkommentar aufnehmen

  • Drei Schüler sitzen vor einem Computerbildschirm mit einem Schnittprogramm; Rechte: WDR Am Computer kann der Sprechertext für den Film aufgenommen werden.

Im Anschluss können die Texte der Gruppen am Computer als Tonspur für die Szene aufgenommen werden. Dazu ist ein Schnittprogramm und ein Mikrofon nötig. Häufig haben Computer auch interne Mikrofone.

Auf den Rechnern müssen Schnittprogramme wie Moviemaker (Windows) oder iMovie (Mac) installiert sein. Diese Programme gehören in der Regel zu der Software, die mit dem Betriebssystem geliefert wird. Die beiden Filmausschnitte mit den Musikversionen sollten vorher in das Schnittprogramm importiert werden. Den Sprechertext aufzunehmen ist einfach, man muss im Schnittprogramm nur die Aufnahmefunktion aktivieren. Die Tonaufnahme kann immer wieder verworfen und neu aufgenommen werden.

Auf der Seite von Edmond NRW gibt es ein kurzes Tutorial, wie man Filme am Computer nachvertonen kann:

  • Externer LinkTutorial für MovieMaker

    Wer sich näher über Schnittprogramme informieren möchte, findet auf der Seite der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg ein kurzes Tutorial für MovieMaker.

Die fertigen Filme werden anschließend in der Klasse angesehen und gewürdigt. Als Abschluss zeigt der Lehrer den gesamten Ausschnitt aus dem Film "Kamera, Cut und Klappe" über Ton im Film (Timecode 10:35 - 13:24 Min.). Darin lernen die Schüler auch noch Geräusche und Atmo sowie den Unterschied zwischen Originalton (O-Ton), Sprecherkommentar aus dem Off kennen.