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Sendungsinhalt: Das Tier in Dir (2/3)

Vom Fisch zum Lurch

Der Mensch ist ein Wasserwesen. Denn in den Urozeanen der Erdgeschichte liegen unsere tierischen Wurzeln. Dies zeigt Teil 2 der Dokumentation „Das Tier in Dir“ aus der Reihe „Experiment Verwandtschaft“ mit ungewöhnlichen Einblicken in den menschlichen Körper und in dessen Vergangenheit. Noch heute werden beim Embryo zwischen den Fingern Schwimmhäute angelegt, die sich erst später zurückbilden. Ebenso wurden unser Kopf und das Baupatent der Wirbelsäule im Urmeer angelegt. Und auch Lungen bildeten sich - wie bei jedem menschlichen Embryo - einst als Darmaussackungen von Wasserlebewesen, ähnlich dem noch heute lebenden Lungenfisch. Mit ungewöhnlichen Studiogästen, besonderen Kameratechniken und aus Computertomografien generierte 3D-Animationen zeigen Aart Gisolf, Oliver Sandrock und Axel Wagner, wie viel Fisch im Menschen zu finden ist. Auch medizinische Aspekte des tierischen Erbes werden beleuchtet. So zeigen sich bei manchen Patienten im Halsbereich Vertiefungen, die Halsfisteln. Ein Rücksprung der Evolution und eine anatomische Erinnerung an die Kiemen unserer Fischverwandten.

Das Tier in Dir (2/3)

Kapitelübersicht:

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Der Stammbaum des Lebens

00:00 – 05:02

Die Suche nach dem "Tier in Dir" geht weiter. Der Paläontologe Oliver Sandrock, der Mediziner Aart Gisolf und Axel Wagner, Wissenschaftsjournalist und Biologe, untersuchen gemeinsam den Stammbaum des Lebens. Ein kurzer Rückblick auf die erste Folge zeigt, welche evolutionäre Bedeutung Einzeller haben, wieso im Menschen ein wichtiges Baupatent der Qualle steckt und wie erst durch die Entwicklung der Muskulatur Lebensweisen außerhalb des Wassers möglich wurden.

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Die Segmentierung des Körpers

05:02 – 06:35

Das Skelett des Menschen zeigt deutlich die Verwandtschaft zu anderen Wirbeltieren. Die Segmente aus Wirbeln und Rippen, aus Armen und Beinen sind ein Universalpatent der Natur. Am besten sieht man die Segmentierung an den Muskeln, die bei durchtrainierten Athleten als Six Pack hervortreten. Es ist eigentlich nichts anderes als die Betonung der Segmentierung, wie sie schon unsere frühen Vorfahren hatten. Aus Sicht der Evolution spiegelt dies die Verwandtschaft Mensch Ringelwurm wider.

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Silur - vor 440 Millionen Jahren: Begegung mit den Kieferlosen

06:35 – 10:10

Während die ersten Tiere bereits das Land besiedelten, lebten die Vorfahren des Menschen noch im Wasser. Es handelte sich um kieferlose Fische. Im Lauf der Evolution wurden sie zu einer Randerscheinung, aber als lebendes Fossil hat das Neunauge bis in unsere Gegenwart überlebt. Es gibt den Wissenschaftlern Einblick in die Lebensweise dieser urtümlichen Fische, die für die Entwicklung des Menschen so bedeutend waren.

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Panzerfische und Haie

10:10 – 12:35

Im Urmeer entstanden vielfältige Arten. Der Anpassungsdruck an die Lebensbedingungen ihrer Umwelt war enorm. Aus den kieferlosen Fischen entwickelten sich die Panzerfische und auch ein gefährlicher Raubfisch: der Hai. Als "Studiogast" kommt er von der Decke geschwebt: ein beeindruckender Überlebender der Erdgeschichte mit messerscharfen Zähnen.

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Der Fisch in uns

12:35 – 18:01

Viele evolutionäre Bausteine des Fisches finden sich auch im menschlichen Körper. Der Vergleich von Haihirn und menschlichem Hirnstamm zeigt beeindruckende Parallelen. Auch Aufbau und Funktion unseres Innenohrs sind stark vom Fischerbe beeinflusst. Gelegentlich vorkommende Halsfisteln beim Menschen verweisen direkt auf unsere Vergangenheit als Kiementräger. Ebenso ist der Vergleich mit dem Knochenfisch aufschlussreich. Bei ihm finden sich bereits Skelett, Wirbelsäule und ein knöcherner Schädel. Seine Flosse ist der Vorläufer unserer Hand. Auch der menschliche Embryo bildet zuerst eine Art Flosse mit Schwimmhäuten, bevor daraus eine Hand entsteht.

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Devon - vor 420 Millionen Jahren: der lange Weg auf das Land

18:01 – 24:48

Gegen Ende des Devonzeitalters bildeten sich Flachwassergebiete. Durch Anpassung an die warmen, sauerstoffarmen Gewässer entwickelten sich Arten, die über Lungenatmung verfügten. Deutlich wird das Prinzip am Lungenfisch. Lungen, gebildet aus Darmausstülpungen, erlauben diesem Fisch Luft von der Wasseroberfläche zu atmen. Auch der menschliche Embryo nutzt Darmausstülpungen zur Lungenbildung. Die Entwicklung zu Landbewohnern machte einen Umbau des Fischkörpers notwendig. Standfeste Knochen und tragfähige Extremitäten waren erforderlich. Der "Studiogast" Schlammspringer, Grenzgänger zwischen Wasser und Land, zeigt noch heute, welche evolutionären Merkmale für die allmähliche Eroberung des Landes bedeutend waren.

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Amphibien

24:48 – Ende

Das Leben an Land verlangte einen stabilen Körperbau und hohe Beweglichkeit. Der Bewegungsapparat der Amphibien erfüllt diese Voraussetzungen. Der Körperbau der Amphibien ist dem des Menschen schon sehr ähnlich. Der Studiogast "Feuersalamander" zeigt das im direkten Vergleich. Aber das Element Wasser blieb auch für die Landlebewesen von großer Bedeutung. So ist auch der Mensch zu Beginn seines Lebens noch immer ein Wasserwesen; er entwickelt sich im Fruchtwasser. Auch die Salz- und Mineralkonzentration des Blutes ähnelt der des Meerwassers. Eine kurze Vorschau auf "Das Tier in Dir", Folge 3, zeigt, welche evolutionären Herausforderungen das Landleben bereit hält.