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Entscheide Dich: Hinweise für den Unterricht

  • Verschiedene Anabolika-Präparate in Ampullen und Fläschchen sowie in Tablettenform; Rechte: ddp
  • Schülerinnen und Schüler arbeiten konzentriert; Rechte: dpa, Franz-Peter Tschauner
  • Der Schriftzug "Hartz IV" aus einzelnen Buchstaben zusammengesetzt liegt auf einer Deutschlandfahne; Rechte: dpa, Jens Büttner

Die Schulstunde als Talkshow

Themen

  • Identität und Lebensgestaltung
  • Politische und gesellschaftliche Aspekte verschiedener Alltagsprobleme von Jugendlichen
  • Konfliktlösungsstrategien und verständigungsorientierter Diskurs

Fach

  • Politik
  • Gesellschaftslehre, Sozialwissenschaften
  • Deutsch

Klassenstufen

ab Jahrgangsstufe 7 und für berufliche Schulen

Methodik und Didaktik

Die Unterrichtsreihe "Entscheide dich" orientiert sich an der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen im Alter von 16 bis 22 Jahren. In jedem Film steht ein Fallbeispiel im Mittelpunkt. Die Schüler diskutieren den realen Fall und lernen dabei seine gesellschaftspolitischen Dimensionen kennen. Dabei gibt es keine einfachen, moralisierenden Antworten, sondern es geht um die Erörterung von Pro- und Kontra-Argumenten. So können die Schüler aktiv mitdiskutieren und eine eigene Haltung entwickeln. Die Lehrerin bzw. der Lehrer hat dabei eine moderierende Rolle.

Die Protagonisten in den Filmen stehen jeweils vor einer wichtigen Entscheidung. Soll Eileen ihrem alkoholsüchtigen Vater helfen oder lieber ihr eigenes Leben führen? Kann Engin den Anabolikakonsum seines Freundes ignorieren oder versuchen, ihn davon abzubringen? Soll Jenni die Schule abbrechen und eine Ausbildung beginnen, um zu Hause ausziehen zu können, oder lieber ihr Abitur machen?

Die Unterrichtsfilme bestehen aus mehreren Modulen:

  • Der Hauptfilm gliedert sich in Problem- und einen Lösungsfilm.
  • Drei kurze Infomodulen von jeweils knapp zwei Minuten beleuchten unterschiedliche Aspekte des Themas.

Die in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelten Unterrichtseinheiten gliedern sich in je eine Doppelstunde, die sich dem im Problemfilm geschilderten Einzelfall widmet, und mehreren Folgestunden. In der ersten Doppelstunde steht der im Film gezeigte Fall im Mittelpunkt: Zunächst wird das Problem im Film geschildert und der Protagonist oder die Protagonistin vor eine Entscheidungsfrage gestellt. Die Klasse diskutiert, wie sie sich anstelle der Person entscheiden würde. Wenn die Diskussion stockt, können die Infomodule eingespielt werden. Schließlich zeigt der "Lösungsfilm", wie der Protagonist oder die Protagonistin sich tatsächlich entschieden hat. Auch dieser Teil bietet Stoff für weitere Diskussionen in der Klasse.

Die Schüler sind nun motiviert, sich mit den Themen näher zu beschäftigen. Drei Folgestunden vertiefen verschiedene gesellschaftliche Aspekte mit Hilfe der Infomodule und Arbeitsblätter. Durch den modularen Einsatz der Filme und Arbeitsmaterialien können Lehrende den Unterricht flexibel gestalten.

Angesprochene Themen und Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich intensiv mit den in den Filmen angesprochenen Themen unter verschiedenen Gesichtspunkten. Sie betrachten ein Problem aus unterschiedlichen Perspektiven und stärken so ihre Urteils- und Handlungsfähigkeit.

Die Filme thematisieren die gesellschaftliche und politische Dimension des jeweiligen Themas. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass ihre Probleme eine politische Relevanz besitzen und eng mit gesellschaftlichen Fragen verbunden sind. Sie erfahren, wie der Staat und seine Institutionen regulierend und vorbeugend eingreifen. Gleichzeitig lernen sie, dass ihre Entscheidungen Konsequenzen haben und verantwortungsvoll getroffen werden müssen. Sie lernen, Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen und Lösungsvorschläge auf ihre Güte zu prüfen.