zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Unterricht: Voll daneben! – Cybermobbing

  • Hassmessage Handy(Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Elli kann den Hassbotschaften aus dem Netz nicht entkommen.(Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Hassposting (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Elli wird im Forum gemobbt. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Elli deprimiert (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Mobbing hat gravierende Folgen für die Opfer – auch Elli ist zutiefst deprimiert. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Cybermobbing, ein aktuelles Thema. Oder besser gesagt, ein aktuelles Problem. Hänseleien, Beleidigungen oder gar Bedrohungen finden mittlerweile nicht nur auf dem Schulhof statt sondern auch im Internet. Immer mehr Schülerinnen und Schüler kommen mit Cybermobbing in Berührung. Laut der JIM Studie aus dem Jahre 2014 kannten 38 Prozent der befragten Jugendlichen jemanden, der im Internet fertig gemacht wurde. 17 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen gaben an, dass im letzten Jahr über sie Falsches oder Beleidigendes im Netz verbreitet wurde. Leider steigt die Tendenz von Jahr zu Jahr. Die Kommunikation über soziale Netzwerke, Websites, Videoportale oder WhatsApp nimmt immer mehr zu. Im Internet ist es besonders leicht andere zu mobben, da sich viele Täter in der scheinbaren Anonymität des Internets sicher fühlen. So werden peinliche oder „gefakte“ Fotos hochgeladen, Profile gefälscht oder Lügen und Hetze verbreitet. Die Hemmschwelle Menschen zu beleidigen oder bloßzustellen ist in der virtuellen Welt niedriger. Im Gegensatz zum „traditionellen“ Mobbing, können die Opfer nur schwer entkommen oder sich gegen das Cybermobbing wehren. Die Täter können potentiell jederzeit aktiv werden, ein direkter Kontakt zum Opfer ist gar nicht nötig. Das Internet ist überall und vergisst nie.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung ist es für Eltern wie auch für Lehrer wichtiger denn je, Aufklärungsarbeit bei den Kindern zu betreiben. So sind die Folgen von Cybermobbing oft gravierender als beim „traditionellen“ Mobbing. Wie bei anderen psychischen Belastungen, kann es zu Schlafstörungen, Lernstörungen, Schulangst, Depressionen, Selbstverletzung und körperlichen Erkrankungen kommen. Schüler, die über das Internet gemobbt werden, sollten sich schnellstmöglich Freunden, Eltern oder Lehrern anvertrauen. Mit Mobbing wird man nicht alleine fertig, sondern man braucht Hilfe. Anderen von dem erlittenen Mobbing zu erzählen, fällt vielen Jugendlichen aber sehr schwer. Darum ist es wichtig, im Elternhaus und in der Schule häufig über dieses Problem zu sprechen und den Kindern zu vermitteln, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. So erfahren sie, dass es wichtig ist, sich mitzuteilen und sich zur Wehr zu setzen.

Die Täter wiederum müssen auf ihr Tun angesprochen werden und sie müssen lernen, dass Mobbing kein Spaß ist und keinesfalls geduldet wird. Eine Aussprache zwischen Tätern und Opfern kann manchmal hilfreich sein. Um das Mobbing beweisen zu können, ist es wichtig Nachweise zu sammeln. So sollten Bilder oder Nachrichten unbedingt gespeichert und per Screenshots gesichert werden. In schwerwiegenden Fällen reicht es nicht aus, nur die Schule zu informieren. Auch die Polizei bietet Hilfestellungen und Beratungen an, speziell geschulte Jugendsachbearbeiter können konsultiert werden.

Auch eine Anzeige der Täter ist möglich und sollte geprüft werden. Beleidigungen, Drohungen oder die illegale Verbreitung privater Bilder und Videos können durchaus strafrechtliche Konsequenzen haben für die Täter.

Elli und Cosmo zeigen in ihrem Film, wie schnell es passieren kann, über das Internet gemobbt zu werden und was man dagegen tun kann.

Arbeitsmaterialien:

Die Materialien können von der Grundschule bis zur Orientierungsstufe (Klasse 1-6) eingesetzt werden. In den Klassenstufen 1 und 2 empfiehlt es sich, die Arbeitsblätter im Klassenverband zu erarbeiten. In den höheren Klassen kann dies jeweils in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit geschehen. Einige Arbeitsblätter eignen sich auch sehr gut für den Einsatz an einem interaktiven Whiteboard (AB 1, 4 und 5).

Auf dem ersten Arbeitsblatt nähern sich die Schüler Ellis Situation an. Angeregt durch die Fragen, gehen sie den Film noch einmal durch. Dieses Arbeitsblatt gibt es in zwei Varianten. Auf dem zweiten Arbeitsblatt sollen die Schüler Filmszenen ordnen und beschreiben. Arbeitsblatt 3 geht über den Film hinaus und fordert die Schüler auf, über Handlungsmöglichkeiten im Falle eines Mobbings nachzudenken und diese aufzuschreiben. Auf dem vierten Arbeitsblatt geht es um falsche und wahre Aussagen. Das letzte Arbeitsblatt (Buchstabensalat) ist zur Differenzierung und als Puffer gedacht.