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Unterricht: Jugendschutz und Jugendrechte

  • Ein Mann hält seine Visitenkarte mit einem großen W vors Gesicht. Wolfman, der Problembeseitiger, hilft Jugendlichen in der Krise.

Konflikte innerhalb der Familie sind bei vielen Jugendlichen an der Tagesordnung. Doch kaum ein Pubertierender weiß, dass es auch eine rechtliche Seite bei diesen Konflikten gibt. Wie lange darf man abends ausgehen? In welchem Alter kann man sich ein Tattoo stechen lassen? Was dürfen Eltern eigentlich alles verbieten? Und was und wie viel darf der neue Freund der Mutter bestimmen? Die Unterrichtsvorschläge für diese Lerneinheit richten sich vorwiegend an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 9/10 und eignen sich unter anderem gut für den Politikunterricht. Thematisiert werden nicht nur das Jugendschutzgesetz, sondern auch die Aufgaben und Pflichten, die der Gesetzgeber den Erziehungsberechtigten zugedacht hat, sowie Fragen des Sorgerechtes.

Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die vorliegende Unterrichtseinheit dazu befähigt werden, sich sachlich mit Konflikten auseinanderzusetzen, sich in die Position anderer hineinzuversetzen und eine konstruktive Lösung anzustreben. Die Schüler sollen erkennen, dass es in der Argumentation für sie selbst hilfreich sein kann, ihre rechtliche Lage einschätzen zu können. Dies erfolgt vorwiegend durch Rollenspiele.

Rechte und Pflichten von Jugendlichen und Eltern

In einem Brainstorming wird die Klasse auf den Themenbereich "Konflikte in der Familie" eingestimmt. Wie es ablaufen kann, wird in einem Blatt mit Didaktik-Tipps erläutert (AB 1 "Brainstorming"). Danach kann mit den Rollenspielen auf Basis von Filmausschnitten begonnen werden.

Ein fester Bestandteil der Sendereihe "Du bist kein Werwolf" sind Beiträge mit einer fiktiven Helferfigur, dem sogenannten Wolfman. In Spielszenen stellen Jugendliche Alltagskonflikte dar. Wenn sie bei Konflikten nicht mehr weiterwissen, kommt Wolfman ins Spiel. Er klärt auf über die gesetzlichen Grundlagen, die der Konflikt berührt, und gibt mal mehr, mal weniger ernst gemeinte Ratschläge zur Lösung.

Zunächst wird die Klasse in Gruppen aufgeteilt, die jeweils einen Konflikt bearbeiten. Jede Gruppe schaut sich einen Wolfman-Clip an und setzt sich intensiv mit der angesprochenen rechtlichen Situation auseinander. Danach bereitet die Gruppe zu dem Konflikt ein Rollenspiel vor. Um eigene Überlegungen der Schüler nicht vorweg zu nehmen, sollte der Beitrag jeweils nur so weit gezeigt werden, bis der Grundkonflikt deutlich geworden ist. Genaue Timecode-Angaben hierzu finden Sie auf den Arbeitsblättern. Erst nach dem Rollenspiel wird auch die jeweilige Schlussszene des Clips angesehen. Bevor die Gruppen das Rollenspiel in der Klasse vorführen, muss zunächst der erste Teil des Werwolf-Beitrags in der Klasse gezeigt werden.

Mehr zum Thema auf Planet Schule

  • Externer LinkEntscheide Dich!

    Die Reihe "Entscheide Dich!" begleitet Jugendliche in Konfliktsituationen und unterstützt sie bei der Lösung. Eine Moderatorin fungiert als externe Helferin. Es geht um Themen wie "Schule oder Ausbildung?", Jugendgewalt, Homosexualität und Coming-Out oder Anabolika. Die Filme regen im Unterricht Diskussionen unter den Schülern an und fördern die eigene Meinungsbildung.

  • Externer LinkEugens Welt

    Ein heruntergekommenes Mietshaus: Hier wohnt Eugen mit seiner Mutter Gitta und einer Reihe anderer Mieter. Auf ein gemeinschaftliches Miteinander können sie sich allerdings nur sehr allmählich und nur dank Eugens Initiative besinnen. Und erst gemeinsam gelingt es ihnen, sich gegen die Machenschaften des Bauspekulanten und Hausbesitzers Klotz zur Wehr zu setzen. Bestimmendes dramaturgisches Element des szenischen Vierteilers ist die Überzeichnung scheinbar alltäglicher Situationen. Die Sendereihe thematisiert damit Grundlagen sozialen Handelns und Strategien zur Konfliktlösung und regt zum Nachspielen sozialer Organisationsformen an.