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Einsatz im Unterricht


Themen
• Ausgrenzung
• Diskriminierung
• Mobbing
• Herkunft
• Muslime, Kopftuch
• Vorurteile
• Respekt
• Hatespeech
• Shitstorm

Fächer
• Religion/Ethik
• Politik
• Gemeinschaftskunde
• Medienerziehung
• Geschichte
• Deutsch
• Englisch, Bilingualer Unterricht

Klassenstufen
• ab Klasse 7, alle Schularten

  • Porträtbild Ami – daneben zwei weiße Erwachsene. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Ami erlebt schon früh rassistische Beschimpfungen – in der Schule und auf der Straße (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Porträtbild Celine (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Celine erlebt anti-asiatischen Rassismus in der Schule (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Shazmeen, die Haare zu einem langen Zopf gebunden. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Shazmeen wird von antimuslimischen Mitschüler*innen gemobbt (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Bezug zu den Bildungsplänen

Das Thema „Rassismus“ ist seit jeher Bestandteil unserer Geschichte und bis heute tief in unserem Alltag verwurzelt. Dabei fängt Rassismus schon im Kleinen an. Beispielsweise mit einem Indianer-Kostüm zu Fasching. Es bedient Stereotype und nimmt keine Rücksicht darauf, dass die Vermittlung solcher Klischees für andere verletzend sein kann. Rassismus kann aber auch große Ausmaße entwickeln, wie der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA im Jahr 2020 gezeigt hat. Doch wieso muss es überhaupt so weit kommen? Was treibt die Menschen dazu an, sich über die Werte anderer zu stellen und grundlegende Pfeiler unserer Gesellschaft, wie Menschenwürde und Gerechtigkeit, zu ignorieren?

In den Filmen „Die Farbe meiner Haut“ erzählen sechs Personen, wie sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit Rassismus in Berührung gekommen sind. Sie bieten einen emotionalen und tiefgründigen Einblick in ihr Inneres, beschreiben, wie es ist, neben einer Gesellschaft zu stehen, anstatt an ihr teilzuhaben und wie sie persönlich mit dieser Situation umgegangen sind. In Anlehnung an diese sechs Filme beschäftigt sich dieses Unterrichtsmodul mit vier Schwerpunkten:

1. Rassismus in sozialen Medien (Film: Tyrek)
2. Personal Positivity: Ich bin einzigartig! (Film: Tapiwa, Jack)
3. Rassismus in Worte fassen (Film: Shazmeen)
4. Auswirkungen von Rassismus (Film: Ami, Celine)

Inhalte dieses Moduls können im Basiskurs Medienbildung eingesetzt werden, beispielsweise zum Thema „Kommunikation und Kooperation im Umgang mit digitalen Medien“. Wieso braucht es eine Netiquette? Darf jede/r schreiben, was er/sie denkt? Und warum braucht es Respekt und Akzeptanz in unserer medialen Landschaft (siehe auch Bildungsplan Baden-Württemberg 2016, Basiskurs Medienbildung, Seite 4)?

Auch das Fach Ethik, das sehr viele Schwerpunkte auf Pluralismus und Toleranz legt, bietet sich zur Umsetzung dieses Unterrichtsmoduls an. So geht es mitunter darum „ethisch-moralische Probleme des Zusammenlebens in einer pluralistischen Gesellschaft [zu] erfassen, Handlungsmöglichkeiten auf der Grundlage von freiheits- und gerechtigkeitsorientierten Normen [zu] entwerfen und sich damit auseinander[zu]setzen“ (Bildungsplan Baden-Württemberg 2016, Fach Ethik, Seite 38). Gleichzeitig werden religiös bedingte Konflikte im Alltag dargestellt, die ebenfalls Auslöser von und für Rassismus sein können.

Weitere Fächer, die für die Umsetzung des Moduls in Frage kommen, sind Gemeinschaftskunde, in Anlehnung an gesellschaftliche Themen, den gesellschaftlichen Wandel und den Bezug zu Politik und staatlichem Verhalten, ebenso wie das Fach Geschichte, wenn der Fokus auf historische Ereignisse rund um Rassismus in unserer Zeitgeschichte gelegt werden soll.

Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, die Schüler*innen hinsichtlich Rassismus zu sensibilisieren. Es geht einerseits darum, selbstbewusster zu werden und für sich und seine Rechte einzustehen. Es geht aber auch darum, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, gegen Diskriminierung aktiv zu werden und Rassismus keine Chance zu geben. Alle Menschen verdienen Anerkennung, Gerechtigkeit und Respekt.

In insgesamt acht Bausteinen, die unterschiedlich intensiv bearbeitet werden können, beschäftigen sich die Schüler*innen mit Rassismus. In der ersten Phase (Einstieg, Film- und Erarbeitungsphase 1) geht es darum, Rassismus in all seinen Facetten aufzugliedern. Mit Übungen und Diskussionsanlässen werden diese in den Erarbeitungsphasen 2 bis 5 (bezogen auf die oben genannten Schwerpunkte) vertieft.
Ein Abschluss rundet das Thema Rassismus auf kreative und individuelle Weise ab.

  • Tapiwa in der Schule an ihrem Platz. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Tapiwa bekommt in der Schule Vorwürfe, dass ihre Haare zu auffällig seien (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Unterrichtsverlauf

Einstieg

Noch ehe der Film eingesetzt wird, sollen sich die Schüler*innen spielerisch dem Thema nähern. Zu Beginn setzt die Lehrkraft daher die Einstiegsmethoden des Methodenblatts um. Das erste Spiel „Alle, die...“ bildet einen allgemeineren Zugang zu „Diversität“, „Rassismus“ oder „Ausgrenzung“, während die Methode „Kein Platz frei!“ die Gefühlsebene anspricht. Die Übungen sensibilisieren die Schüler*innen für Ungerechtigkeiten „an sich selbst“ und regen zur ersten Auseinandersetzung und Reflektion mit dem Thema Rassismus an.
Gerne kann nach Abschluss der beiden Übungen eine kurze Diskussion erfolgen, um offene Fragen und mögliche Verständnisprobleme zu klären.

  • Tyrek vor Größentabelle bei der Polizei. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Tyrek erlebt schon als Achtjähriger Rassismus durch die Polizei (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

In einem weiteren Schritt teilt die Lehrkraft das Arbeitsblatt 1 – „Was ist Rassismus für dich?“ aus, das die Schüler*innen in Einzelarbeit ausfüllen. Ziel ist es, sich individuell mit dem sehr breiten und vielfältig interpretierbaren Begriff „Rassismus“ auseinanderzusetzen und ihn anschließend in der Klassengemeinschaft zu konkretisieren. Die gesammelten Definitionen werden stichpunktartig auf einem Plakat gesammelt. Dieses wird bis zum Abschluss des Unterrichtsmoduls aufgehoben und im Laufe dessen schrittweise ergänzt.


Rassismus: Gespräch
Zudem sollte anschließend ein Gespräch erfolgen, das sich grundlegend mit Rassismus auseinandersetzt. Folgende Fragen können dabei hilfreich sein:

- Wo stoßen wir in der Geschichte auf Rassismus? Wie sieht es heute aus?
- Wie gehen wir mit Rassismus um?
- Wie handeln die USA, wenn es um Rassismus geht? Wie Deutschland?
- Welche Arten von Rassismus kennt ihr?
- Wo fängt Rassismus eigentlich an und wie weit kann es gehen?
- Was bedeutet für euch Pluralismus? Wie steht ihr zum Thema Diversität und Interkulturalität?
- Wie würdet ihr Pluralismus versus Rassismus beschreiben?
- Was würde passieren, wenn tatsächlich alle Menschen gleich wären? Gäbe es dann noch Rassismus?
- Wieso ist Rassismus ein Thema, das uns heute immer noch so sehr bewegt? - Was müsste getan werden, um ein für alle Mal Rassismus aus der Welt zu verbannen? Ist das überhaupt möglich?

Erst nachdem die Schüler*innen sich grundlegend mit dem Thema Rassismus auseinandergesetzt haben, werden im Klassenverband die einzelnen Filme angesehen. Die sechs angebotenen Kurzfilme können sowohl einzeln als auch im Gesamten behandelt werden.

  • Celine bei der Polizei – „Ermittlungen eingestellt“ steht auf dem Bildschirm. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Umgang mit Rassismus: Nur selten werden die Täter*innen bestraft (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Zu jedem Film wird auf Arbeitsblatt 2 – „Die Farbe meiner Haut“ ein Infoblatt angeboten, das beim oder nach dem Ansehen des jeweiligen Films ausgefüllt werden kann. Dabei vertiefen die Schüler*innen noch einmal das Gesehene und fassen es auf das Wesentliche zusammen. Im Anschluss an alle Filme kennen sie die einzelnen Schicksale der Personen. Kommen den Schüler*innen beim Ausfüllen des Arbeitsblatts bereits weitere Aspekte für das (in der Einstiegsphase begonnene) Plakat in den Sinn, die ihnen zu der Vielfalt und den Motiven von Rassismus bislang noch nicht gekommen sind? Falls ja, können diese mit einer anderen Eddingfarbe auf dem Plakat festgehalten werden.

  • Tapiwa von oben – mehrere Hände greifen in ihre Haare. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Ein klassischer Fall von Alltagsrassismus: Fremde Menschen greifen Tapiwa in ihre üppigen, krausen Haare (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Tyrek zwischen Symbolen für Hatespeech. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Von wegen „soziale“ Medien: Tyrek wird im Internet rassistisch beschimpft (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Erarbeitungsphase 1 – Rassismus in all seinen Facetten

In der darauf folgenden Erarbeitungsphase wird der Fokus auf die verschiedenen Facetten von Rassismus gelegt. Dabei werden sowohl „Opfer-“ als auch „Täter*innen“-Seite näher untersucht.

Die Klasse bildet Kleingruppen von je circa drei Personen und setzt ein Szenen-Theater um. Dazu wählt jede Gruppe eine Szene aus einem der Filme (oder eine eigene Situation), in der jemand rassistisch bedroht wird und eine Situation eskaliert. Die Kleingruppen üben ihre Szenen kurz ein und spielen diese anschließend der Klasse vor. Nach jeder Szene wird die Situation kurz besprochen, der Inhalt nochmal zusammengefasst und gegebenenfalls Inhaltsfragen gestellt.

Im nächsten Schritt wird die gleiche Szene noch einmal vorgespielt. Diesmal besteht jedoch die Möglichkeit einzugreifen. Immer, wenn die Zuschauer*innen das Gefühl haben, dass das „Opfer“ oder der/die „Täter*in“ andere Handlungsmöglichkeiten haben, um die Situation friedlich oder auf andere Weise zu lösen, klatschen sie in die Hände und stellen spielerisch ihre Idee vor. Auf diese Weise können Alternativen gefunden und besprochen werden, um brenzlige Situationen zu entschärfen und rassistische Äußerungen oder Ausgrenzungen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Diskussion: Handlungsmöglichkeiten
Folgende Fragen können die Methode und den Effekt des Umdenkens auf Seiten der Schüler*innen im Rahmen einer nachträglichen Diskussion unterstützen:

- Welche Vor- und Nachteile hatten die Handlungsalternativen?
- Brachte die Alternative eine Deeskalation des Geschehens?
- Wie ist es überhaupt zu der angespannten Situation gekommen? Gab es Handlungsalternativen?
- Was können Außenstehende tun, um das beobachtete Geschehen nicht eskalieren zu lassen?

Das im Einstieg entwickelte und in der Filmphase weitergeführte Plakat zu den Facetten von Rassismus kann als Basis für die Folgeübung dienen. Natürlich können die Schüler*innen aber auch unabhängig von einer konkreten Vorarbeit, wie dem Plakat, tätig werden. Um sich mit beiden Seiten von Rassismus vertraut zu machen, entwickeln die Schüler*innen in Kleingruppen eine interaktive Geschichte. Dabei sollen sie sich eine Geschichte zum Thema Rassismus ausdenken und sowohl die „Opfer“- als auch die „Täter*innen“-Seite näher beleuchten. Das Arbeitsblatt 3 – „Meine interaktive Geschichte zu Rassismus“ leitet die Schüler*innen dabei Schritt für Schritt durch die Entwicklung. Das Besondere an interaktiven Geschichten ist das aktive Einbeziehen des Publikums in den Ablauf der Handlung, denn das Publikum entscheidet, wie die Geschichte tatsächlich endet.
Hinweis: Die Konzeption und Entwicklung einer interaktiven Geschichte ist zeitaufwändig und sollte daher mit ausreichend zeitlichen Ressourcen eingeplant werden.

  • Shazmeen mit Kopftuch – neben ihr ein blondes, geschminktes Mädchen (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Shazmeen wollte so sein wie die anderen Mädchen – doch sie wird immer wieder ausgegrenzt (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Sowohl die Entwickler*innen als auch das Publikum werden im Rahmen der interaktiven Geschichte für die Inhalte sensibilisiert und gegebenenfalls zum Umdenken angeregt. Durch die Entscheidungsmöglichkeiten verfolgen sie die Geschichte nicht linear und entsprechend passiv, sondern haben direkten Einfluss auf den weiteren Verlauf. Gleichzeitig lernen sie Konsequenzen, Probleme und gegebenenfalls die Gefühle und Gedanken der (in der Geschichte) Mitwirkenden kennen.

Sind alle Geschichten fertig, können die einzelnen Kleingruppen gegenseitig jeweils (maximal) zwei interaktive Geschichten der anderen Gruppen austesten und stichpunktartig in den beiden Reflexionsbögen (siehe Arbeitsblatt 3b) festhalten, was sie zum Beispiel besonders geprägt, schockiert oder nachdenklich gestimmt hat und wie sie die Geschichte einschätzen.

Interaktive Geschichten – Besprechung
In einem abschließenden Schritt werden die einzelnen Geschichten kurz diskutiert und mögliche Lehr-Lern-Effekte besprochen. Folgende Fragen können bei dieser Abschlussbesprechung gegebenenfalls unterstützen:

- Wie hat sich die Arbeit in der Gruppe angefühlt? Waren alle gleichermaßen beteiligt?
- Nicht immer gibt es die Zeit und die Möglichkeit, eine bestimmte Situation aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln zu beleuchten. Wie habt ihr euch bei den Recherchen beziehungsweise der Entwicklung der Geschichte gefühlt?
- Haben die Geschichten dazu geführt, dass ihr das Thema Rassismus aus einem neuen Blickwinkel betrachten konntet? Oder ist das Ziel nicht aufgegangen? Wie steht ihr dazu?
- Was hat euch bei der Umsetzung der Aufgabe gefehlt? Woran könnte das gelegen haben?
- Wie könnte der Effekt der Sensibilisierung und des Umdenkens mithilfe von interaktiven Geschichten noch weiter verstärkt werden?
- Welche Quintessenzen nehmt ihr daraus für euren Alltag mit?

  • Schattenriss eines Mädchens, das mit dem Fuß aufstampft. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Ami wurde als Kind Opfer rassistischer Gewalt und reagierte aggressiv (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Die Familie gibt vielen Kindern und Jugendlichen wie Tyrek Halt (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Erarbeitungsphase 2 – Rassismus in sozialen Medien

Nachdem in der Einstiegs- und Erarbeitungsphase 1 ein grundlegendes Verständnis von Rassismus geschaffen und dessen verschiedene Dimensionen und Facetten konkreter beleuchtet wurden, beschäftigt sich Erarbeitungsphase 2 mit dem Bereich der sozialen Medien, in denen Rassismus stark repräsentiert ist. Die Tatsache, dass man sich hinter der Anonymität verbergen kann, ohne jemals zur Rechenschaft gezogen zu werden, ist für viele Menschen verlockend und verleitet zu unreflektierten Inhalten.
Auch Tyrek hat in seinem Film mit Beleidigungen und Anschuldigungen in sozialen Netzwerken zu kämpfen. Hat sich Tyrek richtig verhalten? Wie sollte man gegebenenfalls vorgehen, wenn man „Opfer“ von Hasskommentaren im Internet wird? Besprechen Sie die Inhalte des Films in der Klasse.

Hatespeech und Shitstorm
Im Internet wird zwischen „Hatespeech“ und „Shitstorm“ unterschieden. Doch wo liegen eigentlich die Unterschiede? Und wo überschneiden sich gegebenenfalls die beiden Begriffe? Die Schüler*innen machen eine kurze Recherche zu den beiden Begriffen (entweder in Einzelarbeit oder in Kleingruppen) und halten die wichtigsten Informationen auf Arbeitsblatt 4 – „Hatespeech und Shitstorm“ fest.

Nachdem die Schüler*innen die beiden Begriffe voneinander abgegrenzt haben, werden die Ergebnisse im Klassenverband abgeglichen. Die beiden Definitionen bilden nun die Basis für eine anschließende Plenumsdiskussion, wobei folgende Fragestellungen den Gesprächsverlauf leiten können:

- Seid ihr im Internet beziehungsweise in den sozialen Medien schon einmal auf Hatespeech oder Shitstorms gestoßen?
- Wo können Shitstorms und Hatespeeches häufig gefunden werden?
- Habt ihr euch selbst vielleicht schon einmal daran beteiligt? Wenn ja, welchen Hintergrund hatte das?
- Welche Hintergründe und Motive findet ihr (noch), die dazu bewegen radikale, verletzende, hasserfüllte oder unfreundliche Kommentare zu verfassen und zu veröffentlichen? (Mögliche Antworten: Abgrenzung zu und Abwertung von anderen Religionen, Rollenbildern, Kulturen, Geschlechtern, Politik etc.; zur eigenen Aufwertung; Langeweile; Hass;)
- Wo begegnet euch Hass sonst noch im Internet?
- Seht ihr Unterschiede zwischen dem Ausdruck von Hass/Frust in der Onlinewelt im Vergleich zu der Offlinewelt?

  • Zwei Mädchen, Hand in Hand. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Celine hat eine gute Freundin, die sie gegen Anfeindungen beschützt und zu ihr hält (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Beleidigungen

Die Schüler*innen stellen sich in jeweils zwei Gruppen gegenüber im Klassenraum auf. Die Lehrkraft wählt aus jeder Gruppe eine Person aus, die nach vorne tritt. Anschließend nennt die Lehrkraft einen Buchstaben. Aufgabe der Schüler*innen ist es, nacheinander ein passendes Schimpfwort zu suchen und die gegenüberstehende Person damit zu beleidigen. Wichtig ist, dass nicht gelacht wird, die Schüler*innen den Blickkontakt halten und es nicht in einem freundlichen Ton sagen. Natürlich weicht eine solche „Spielsituation“ von der Realität stark ab. Dennoch werden die Schüler*innen schnell merken, wie unangenehm es ist, jemandem von Angesicht zu Angesicht die Meinung zu sagen beziehungsweise beleidigt zu werden. Die freundschaftliche Atmosphäre im Rahmen der Klasse schwächt die unangenehme Situation ab, dennoch erhalten die Schüler*innen eine Grundvorstellung davon, wie es sich in der „Täter*innen-“ oder „Opfer“-Rolle anfühlt.


Achtung: Diese Übung sollte mit viel Vor- und Rücksicht von Seiten der Lehrkraft umgesetzt werden. Im Vordergrund steht nicht die verbalakrobatische Leistung, sondern das Gefühl, das durch ein Wort transportiert wird. Wie fühlt es sich an, von Angesicht zu Angesicht zu beleidigen? Wie fühlt es sich an, beleidigt zu werden? Achten Sie darauf, die Schüler*innen vorab entsprechend einzuweisen und bei der Wahl der „beleidigenden“ Personen darauf zu achten, dass nicht sensible Schüler*innen an die Reihe kommen, die diese Methode in irgendeiner Form persönlich aufnehmen könnten.

  • Tapiwa mit neuer Frisur. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Tapiwa hilft der Kontakt zur Black Community – sie wird selbstbewusster (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Beleidigungen: Besprechung
Nach mehreren Runden wird die Übung beendet und eine (unbedingt notwendige!) Besprechung angehängt. Folgende Fragen können helfen, die Inhalte noch weiter zu beleuchten:

- Wie ist es dir gegangen, als du jemanden beleidigen musstest/beleidigt wurdest?
- Wie hat sich das angefühlt?
- Wieso war es möglicherweise so schwierig, jemanden zu beleidigen (einmal abgesehen von der Klassen-Atmosphäre)?
- Stellt euch einmal vor, ihr würdet nicht nur einmal und von einer Person beleidigt werden, sondern gleich von einer ganzen Gruppe und das zu jeder Tages- und Nachtzeit – online und offline. Wie stellt ihr euch das vor? Was könnte man dagegen tun?

Abschließend sollen in dieser Einheit nicht nur Gefühle und Empfindungen näher untersucht werden, die im Rahmen von Rassismus in sozialen Netzwerken mitschwingen, sondern auch proaktive Aspekte gegen Hass im Netz gesammelt werden. Dazu erhalten alle Schüler*innen drei Klebezettel, die sie jeweils mit einer Aktion beschriften. Mögliche Handlungen könnten sein: Erst denken, dann posten, Kein*e Mitläufer*in werden, Aktiv werden und präventiv handeln, Hasskommentare melden, Wenn man selbst betroffen ist, die Beiträge ignorieren, Gegenrede, Was man selbst nicht möchte, sollte man anderen nicht tun, Akzeptanz und Offenheit gegenüber anderen Kulturen, Rollenbildern, Politik, etc. …

Die einzelnen Klebezettel werden von den Schüler*innen vorgetragen und an der Tafel aufgehängt. Welche Punkte werden besonders häufig genannt? Welche könnte man gegebenenfalls noch hinzufügen?

  • Mädchen mit Kopftuch hält ein Blatt in der Hand. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Shazmeen flüchtet sich in den Glauben und beginnt einen Blog zu schreiben (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Jack zu Hause beim Essen mit seiner Familie. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Jacks Familie versucht ihm zu helfen, als er in der Schule ausgegrenzt wird (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Erarbeitungsphase 3 – Personal Positivity: Ich bin einzigartig!

Zwei der Protagonist*innen aus dem Film gehen einen ganz besonderen Weg: Tapiwa und Jack. Sie haben gelernt, sich auf sich selbst zu verlassen. Wer sich selbst akzeptiert und liebt, kann auch gelassener mit Hass und Unmut umgehen. Mit dieser Erkenntnis funktioniert der eigene Körper wie ein Schutzschild und hält Beleidigungen fern. Mehr noch: Wer selbstbewusster auftritt, kann entsprechend auch selbst aktiv werden, um Hass und Rassismus in seine Schranken zu weisen.

Besprechen Sie mit den Schüler*innen den Werdegang von Jack und Tapiwa:
- Wie sind sie zu der Einsicht gekommen, dass es nur helfen kann, sich selbst zu akzeptieren, um mit Rassismus umgehen zu können?
- Wie stehen die Schüler*innen dazu?
- Wie hätten sie möglicherweise an der einen oder anderen Stelle reagiert?
- Können sie Jack und Tapiwa verstehen? Können sie vielleicht auch die anderen Kinder verstehen?

Drei Übungen: Selbstbewusstsein
Die folgenden Übungen sollen das Selbstbewusstsein der Schüler*innen weiter auf- und ausbauen, um sich vor Anfeindungen zu schützen. Dabei hat die eigene Wertschätzung nicht nur positive Auswirkungen in Hinblick auf Rassismus, sondern unterstützt generell im vielseitigen und oftmals herausfordernden Alltag. Diejenigen, die sich selbst kennen und ihre Fähigkeiten (ebenso wie die Schwächen) schätzen, denen geht vieles einfacher von der Hand.

1. Im ersten Teil geht es um die eigene Wert- und Selbsteinschätzung. Auf Arbeitsblatt 5 – „Das bin ich!“ tragen die Schüler*innen ihre drei besten Fähigkeiten und Eigenschaften, ebenso wie ihre drei größten Schwächen ein. Auf diese Weise finden die Schüler*innen kurz Zeit, um über sich selbst nachzudenken. Der zweite Teil des Arbeitsblatts geht einen Schritt weiter und fordert die Schüler*innen dazu auf, ihren Umgang mit sich selbst zu reflektieren, ebenso wie den mit anderen Menschen. Diese Selbsteinschätzung soll von den Schüler*innen in Eigenarbeit erfolgen und bleibt anschließend auch ohne Besprechung stehen. Das Thema ist ein sehr persönliches, das jede*r individuell er- und verarbeitet.

2. Eine weitere Übung lädt die Schüler*innen dazu ein, sich gegenseitig positiv zu bewerten. Was empfinden die anderen jeweils als besondere Eigenschaft an ihren Mitschüler*innen? Alle schreiben dazu ihren Namen gut leserlich an den oberen Rand auf ein Papier und geben dieses durch die Reihe. Jede*r schreibt nun eine positive Eigenschaft oder ein Kompliment zu der jeweiligen Person auf, bis alle Blätter am Ende wieder bei ihren Besitzer*innen sind. Aufgabe der Schüler*innen ist es, die Niederschriften der anderen auf dem eigenen Blatt zu lesen und die eigene Selbsteinschätzung (von Arbeitsblatt 5) mit den Empfindungen der anderen zu vergleichen. Gibt es Überschneidungen? Gibt es Eigenschaften, an die man selbst gar nicht gedacht hat, die aber noch einen Platz auf dem Selbsteinschätzungsbogen finden sollten? Die Schüler*innen nehmen gegebenenfalls Anpassungen auf dem Arbeitsblatt vor und versuchen ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten richtig einzuordnen.

3. In einer letzten Übung werden die Schüler*innen kreativ: Ob mit Buntstiften, Aquarell- oder Wasserfarben, am Computer oder mit dem Tablet – Ziel der Methode ist es, eine eigene Postkarte zu entwickeln, die man sich zu Hause an den Spiegel hängen kann. Neben der individuellen Gestaltung steht ein prägender, motivierender Satz im Mittelpunkt: Ich bin schön! Ich bin glücklich! Vergiss das Lachen nicht! Ich bin frei! Jeden Tag eine gute Tat! – Die Auswahl ist unendlich. Wichtig ist, dass jede Person einen Satz wählt, der für sie eine wirkliche Motivation beinhaltet bzw. einen konkreten Mehrwert hat. Eine Postkartenvorlage finden die Schüler*innen auf Arbeitsblatt 6 – „Meine Motivationspostkarte“. Die Maße (10,5 x 14,8 cm) können aber auch leicht in Programme auf dem Tablet oder dem Computer übertragen werden.

  • (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Rassistische Bemerkungen und Sticheleien wegen ihrer asiatischen Herkunft sind für Celine Alltag (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Lehrer am Schreibtisch, vor ihm winzig klein ein Kind. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Auf Hilfe von Lehrern hoffen viele Kinder, die von Rassismus betroffen sind, vergebens (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Erarbeitungsphase 4 – Rassismus in Worte fassen

Im vierten Teil dieses Unterrichtsmoduls geht es darum, das Thema „Rassismus“ in Worte zu fassen. Zu groß, zu vielfältig und gewaltig ist Rassismus, als dass es eine leichte Aufgabe wäre, Gefühle, Stimmungen, etc. in Texten festzuhalten. Kann es gelingen, gegen Rassismus rein mit Worten vorzugehen? Wie ist Shazmeen im Film mit den rassistischen Äußerungen umgegangen? Und wie kam es dazu, dass sie auf einmal mit dem Schreiben begann? Kennen die Schüler*innen auch Momente, in denen sie zum Stift greifen, um ihre Gefühle niederzuschreiben, anstatt mit jemandem darüber zu sprechen? Diskutieren Sie das Gesehene gemeinsam in der Klasse.

Um schließlich den Bogen zu spannen, soll ein Zitat von Barack Obama näher untersucht werden. Am 25. September 2012 sagte der ehemalige US-Präsident vor den Vereinten Nationen:
„The strongest weapon against hateful speech is not repression; it is more speech!” (Quelle: https://obamawhitehouse.archives.gov).

Folgende Fragen können bei der Annäherung an diese Aussage helfen:
- Was könnte Obama damit gemeint haben?
- Auf welche Art und Weise können die Schüler*innen den Satz interpretieren?
- Wieso sind mehr Worte und Reden hilfreicher als Repression im Falle von Hassreden?
- Wäre es nicht einfacher, Meinungen und Kommentare, ebenso wie rassistische Videos etc. einfach zu löschen?

Obama steht in seiner Rede für die Meinungsfreiheit ein und erklärt, dass diese nur dann gewährleistet sein kann, wenn alle Menschen die Möglichkeit haben, sich öffentlich auszudrücken. Auch die, die Hass und Wut verbreiten wollen, und genauso auch die, die Inhalte verbreiten, mit denen wir zutiefst nicht einverstanden sind. Würde man die Meinungsfreiheit einschränken, bestünde die Gefahr, auch Kritiker zum Schweigen zu bringen und Minderheiten zu unterdrücken. Nur mit mehr Sprache, mehr Reden, die für Toleranz und gegenseitigen Respekt stehen, werden beleidigende und verhöhnende Äußerungen zurückgedrängt.

Eigene Texte schreiben
Anschließend versuchen sich die Schüler*innen entweder an einem Elfchen, um das Thema mit nur elf Worten auf den Punkt zu bringen, oder sie organisieren einen klasseninternen Poetry Slam. Für Shazmeen war das einzige Ventil das Schreiben. Das Schreiben von Worten, Poesie, Dingen, die sie belasteten, um mit den rassistischen Äußerungen klarzukommen. Aufgabe der Schüler*innen ist es, sich in die Rolle von Shazmeen oder auch Jack, Tapiwa, Tyrek, Ami, Celine oder in die einer ganz anderen Person zu versetzen und ihren Gedanken schriftlich Ausdruck zu verleihen.

Für die Entwicklung eines Elfchens bietet Arbeitsblatt 7 – „Rassismus-Elfchen“ eine Vorlage für den korrekten Aufbau. Bei Texten für Poetry Slam gibt es keinen festen Aufbau oder ein festes Vorgehen. In der Regel wird einfach losgeschrieben und den Gedanken freien Lauf gelassen, mit dem eigenen Stil, den man für sich selbst als angenehm empfindet. Einigen sich die Schüler*innen auf einen Poetry Slam, sind sich aber unsicher, wie sie einsteigen sollen, kann eine Vorabübung unterstützend wirken.

Hierfür setzen sich am besten alle an einen Computer oder an ein Tablet und öffnen ein beliebiges Schreibprogramm. Anschließend geben Sie ein festes Zeitintervall vor, zum Beispiel zehn Minuten, gegebenenfalls auch ein Thema. In diesen zehn Minuten schreiben die Schüler*innen einfach darauf los.
Machen sie eine Denkpause, weil ihnen nichts mehr einfällt, dürfen sie aber nicht einfach aufhören zu schreiben. Stattdessen schreiben sie zum Beispiel den letzten Satz noch einmal oder wiederholen das letzte Wort oder ein für sie wichtiges Wort so lange, bis sie mit ihrem Text weiterkommen. Das ist am Anfang zwar etwas befremdlich, hilft aber, über seinen eigenen Perfektionismus zu springen und seine Kreativität völlig frei und unterbewusst zu entfalten.
Anschließend werden die verfassten Texte noch einmal gelesen und besonders interessante Satzbildungen oder Inhalte markiert. Die Übung funktioniert auch mit einem Blatt Papier; aber es ist einfacher zu tippen und dabei seine Gedanken zu sammeln, als gleichzeitig auf die Handschrift zu achten.

Die fertigen Poetry Slam-Texte werden schließlich vor der Klasse vorgetragen und kurz besprochen. Dabei sollte keine Kritik geäußert werden, denn gerade bei einem Poetry Slam gibt es keine richtigen und falschen Aussagen. Stattdessen konzentrieren sich die Schüler*innen auf Bestandteile, die sie zum Beispiel besonders nachdenklich gestimmt haben oder die sie sehr schön fanden.

Erarbeitungsphase 5 – Auswirkungen von Rassismus

Nicht selten führen dauerhafte rassistische Anschuldigungen und Handlungen dazu, dass die Betroffenen auf die schiefe Bahn geraten. Diskutieren Sie gemeinsam in der Klasse, wie es Ami und Celine ergangen ist und wie es dazu kommen konnte. Was könnte den Betroffenen sonst noch passieren? Und was können wir tun, um solcherlei Vorfälle zu verhindern?

Sammeln Sie gemeinsam noch weitere Punkte zu den Auswirkungen von Rassismus und halten Sie diese (mit einer neuen Eddingfarbe) auf dem bisher erarbeiteten Plakat fest. Gibt es an anderen Stellen noch weitere Punkte, die auf dem Plakat nicht festgehalten wurden? Ergänzen Sie diese gegebenenfalls.

In einem weiteren, abschließenden Schritt entwickelt die Klasse in Kleingruppen ein Memo-Spiel zum Thema Rassismus. Dabei kann inhaltlich nicht nur auf die Auswirkungen eingegangen, sondern das entwickelte Plakat mit all seinen Inhalten als Basis genutzt werden. Ein Beispiel finden Sie auf Arbeitsblatt 8 – „Rassismus-Memo-Spiel“. Alternativ können diese aber auch am Computer entwickelt werden. Die Schüler*innen sind sowohl in Inhalt als auch in der Gestaltung vollkommen frei. Wichtig ist, sich auf kreative Art und Weise noch einmal vertieft mit den Inhalten der einzelnen Filme auseinanderzusetzen und Wege zu finden, solche Situationen zu vermeiden.

Sind die Spiele fertig erstellt, können sie (ebenfalls in Kleingruppen) gespielt werden. Dadurch erhalten die Schüler*innen noch einmal andere Impulse und Gedanken zu dem Thema, denn sicherlich hat jede Gruppe andere Schwerpunkte in ihren Spielen gesetzt.

Abschluss

In einer abschließenden Runde, werden noch einmal die wichtigsten Punkte des Unterrichtsmoduls zusammengefasst. Dabei kann jede Person ein kurzes Statement abgeben, was sie für sich persönlich gelernt hat, worauf sie gegebenenfalls in Zukunft mehr achten möchte und was sie besonders bewegt/nachdenklich gestimmt hat.

Für ein letztes symbolisches Zeichen geben Sie den Schüler*innen die Aufgabe ein Anti-Rassismus-Emoticon zu entwickeln. Wie könnte solch ein Zeichen aussehen, das auch in sozialen Netzwerken auftauchen könnte? Welche Aussage soll es haben? Wofür steht es? Die Schüler*innen gestalten ihr Emoticon auf Papier oder am Computer und stellen es anschließend der Klasse vor. Dadurch können die eigenen Statements, die zuvor gemacht wurden noch einmal visuell vertieft werden. Um auch andere Klassen darauf aufmerksam zu machen, bietet es sich an die fertigen Emoticons im Schulflur auszuhängen.

Tabellarischer Unterrichtsverlauf

Phase Lehrer-Schüler-Aktivität Sozialform Medien
Einstieg - Lehrkraft setzt die Einstiegsmethoden mit der Klasse um
- Arbeitsblatt 1 – „Was ist Rassismus für dich?“
- Festhalten der Ergebnisse von Arbeitsblatt 1 auf einem gemeinsamen Plakat
- Lehrkraft nutzt die angesprochenen Inhalte und Themenbereiche für einen Diskussionseinstieg zum Thema „Rassismus“
Plenum, Einzelarbeit Methodenblatt, Drucker, Schere, Stühle, Lose-Topf

Arbeitsblatt 1 – „Was ist Rassismus für dich?“, Plakat, Edding
Film/e - Die Lehrkraft schaut mit den Schüler*innen einzeln ausgewählte Filme aus der Reihe „Farbe meiner Haut“ oder alle Kurzfilme.
- Dazu kann jeweils Arbeitsblatt 2 – „Farbe meiner Haut“ helfen, die verschiedenen Inhalte kurz zusammenzufassen und wichtige Aspekte der einzelnen Schicksale genauer festzuhalten
- Ggf. wird das Plakat aus der Einstiegsphase durch neue Perspektiven und Motive erweitert.
Plenum, Einzelarbeit Kurzfilme „Die Farbe meiner Haut“, Abspielgerät für die Filme (Whiteboard, Computer mit Beamer, Apple TV, etc.),

Arbeitsblatt 2 – „Die Farbe meiner Haut“

Stift, ggf. ausgefülltes Plakat aus Einstiegsphase, andersfarbiger Edding
Erarbeitungsphase 1:
Rassismus in all seinen Facetten
- Szenen-Theater: Schüler*innen spielen eine ausgewählte Szene nach, späteres Eingreifen führt zur Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten
- Konzeption und Umsetzung einer interaktiven Geschichte mit PowerPoint
- Gegenseitiges Austesten der interaktiven Geschichten (Hinweis: Dieses Projekt ist in seinem Umfang zeitaufwendig)
- Abschließende Diskussion
Kleingruppenarbeit, Plenum Computerraum mit PowerPoint/ Tablets mit PowerPoint, Stifte, Papier
Arbeitsblatt 3 – „Interaktive Geschichte zu Rassismus“
Erarbeitungsphase 2:
Rassismus in Sozialen Medien
- Kurze Besprechung zu dem Film von Tyrek,
- Kurze Definierung der beiden Begriffe „Hatespeech“ und „Shitstorm“ (Recherche im Netz und anschließende Besprechung)
- Plenumsdiskussion
- Arbeitsblatt „Hatespeech und Shitstorm“
Kleingruppenarbeit, Plenum Plenum, Einzelarbeit/ Kleingruppenarbeit Computerraum mit Internetzugang/ Tablets mit Internetzugang, Stift, Klebezettel
Arbeitsblatt 4
Erarbeitungsphase 3:
Personal Positivity: Ich bin einzigartig!
- Kurze Diskussion zu den Filmen von Jack und Tapiwa
- Selbsteinschätzung mithilfe von Arbeitsblatt 6 – „Das bin ich!“
- Methode „Mein Komplimentschatz“ in Interaktion mit der Klasse
- Gestaltung einer eigenen, motivierenden Postkarte
Plenum, Einzelarbeit, Klassenarbeit Arbeitsblatt 5 – „Das bin ich!“
Stift, Arbeitsblatt 6 – „Meine Motivationspostkarte“, Farben (Buntstifte, Aquarellfarben, Wasserfarben, …), ggf. Tablet/Computer, ggf. Drucker
Erarbeitungsphase 4:
Rassismus in Worte fassen
- Besprechung der Inhalte zum Film von Shazmeen
- Diskussion zu Zitat von Barack Obama
- Elfchen oder Poetry Slam
Plenum, Einzelarbeit Zitat von Barack Obama (siehe Beschreibung des Unterrichtsablaufs), Arbeitsblatt 7 – „Rassismus-Elfchen“, Stift, Papier
Erarbeitungsphase 5:
Auswirkungen von Rassismus
- Besprechung der Inhalte zum Film von Ami und Celine
- Erweiterung des gemeinsamen Plakats
- Entwicklung eines Rassismus-Memo-Spiels
Plenum, Gruppenarbeit Plakat aus Einstiegsphase, Edding mit anderer Farbe, Arbeitsblatt 8 – „Rassismus-Memo-Spiel“, Buntstifte, ggf. Computer/Tablet und Drucker
Abschluss - Abschließende Besprechung
- Pro Schüler*in ein Statement zu den Inhalten des Unterrichtsmoduls
- Anti-Rassismus-Emoticon entwickeln und präsentieren
Plenum, Einzelarbeit Papier, Stifte, ggf. Computer/Tablet und Drucker